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Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus – Teil 1: Kultur, Erlebnis-Reisen & Nachhaltigkeit



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Offenlegung & Bildrechte: Die Französische Zentrale für Tourismus hat die Kosten für Flug und Unterkünfte auf diversen Recherchereisen übernommen. Reiseveranstalter Siglinde Fischer hat die Kosten für diverse Untekünfte auf einer Recherche-Reise nach Frankreich übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich.

Sommerzeit, Reisezeit. Und viele Menschen träumen von einem Job in der Tourismus-Branche, die nach Angaben des Zukunftsinstuts Chancen bietet wie keine zweite, aber auch großen Strukturveränderungen ausgesetzt ist: Der Trend geht zur Nachhaltigkeit! In der Süddeutschen habe ich ja bereits den Beruf des Mobilitätsberaters vorgestellt – Zeit für weitere Reise-Jobs und die dazugehörigen Zukunfts-Trends. dora-mar-minerbes Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus - Teil 1: Kultur, Erlebnis-Reisen & Nachhaltigkeit


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Reisen gehört zum Lifestyle

 

Dem Tourismus geht es gut: Der World Travel & Tourism Council rechnet bis 2019 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Branche von fast 4 Prozent und einem Anstieg der Nachfrage um jährlich 4,3 Prozent.

Dass Reisen den Menschen wichtig bleibt, auch wenn sie sonst vielleicht sparen müssen, hat Gründe: Es gehört einfach zum Lifestyle.

Reisen als Statussymbol

Während die Menschen früher in »Mein Haus, mein Auto, mein Boot«-Manier ihren Status über Besitz und PS-Zahlen bemaßen, prahlen sie seit einigen Jahren mit der Häufigkeit ihrer Urlaube und der Exotik des Reisziels.

Dabei gibt es dann zwei Typen von Touristen: Für den klassischen Touristen das Reiseziel fast austauschbar, ihm geht es um den Statusgewinn (»Wir waren in Neuseeland – und ihr?«), den Tapetenwechsel, die Gutwettergarantie und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Touristik-Unternehmen sind solche Kunden allerdings unberechenbar.

Reisen als individuelles Erlebnis

Daneben gibt es immer öfter einen neuen Touristen-Typ: Nämlich einer, der auf Reisen vor allem auf der Suche nach dem individuellen, unvergesslichen Erlebnis ist. 25 bis 40 Prozent der Urlauber werden in den nächsten zehn bis 20 Jahren eigensinnig das Internet nach neuen Erfahrungen absuchen.

Und sie werden ihren Urlaub gern in den Communitys buchen, in denen sie sich auch sonst aufhalten. Urlaub wird für diese Zielgruppe wieder stärker zum Reisen wie im 19. Jahrhundert: eine neugierige und abenteuerlustige Erschließung der Welt. Reisen wird für diese Menschen die Paradedisziplin für die Erfüllung der Wünsche nach Veränderung und Aufbruch.

Horizont-Erweitern mit Literatur

Daher liegen Reisen, bei denen die Teilnehmer ihr Wissen und ihren persönlichen Horizont erweitern können, voll im Trend. Ein gutes Beispiel sind Reisen und Führungen zu den Schauplätzen literarischer Werke. In Deutschland zum Beispiel boomen ja die Regionalkrimis – Angefangen von Ingrid Noell bis zu Jaques Berndorf, von dessen Krimis schonmal 75.000 Vorbestellungen eingehen.

Solche populären Werke eignenen sich dann hervorragend als Vorlage für Tourismus-Touren: Ähnlichkeiten mit Orten und Persönlichkeiten sind erlaubt, schließlich wohnen die Autoren vor Ort, sodass sie oft gar nicht viel recherchieren müssen. Und genau davon können Sie als Reiseführer ebenfalls profitieren. Denn das regionale Verbrecher-Genre beginnt, den örtlichen Tourismus anzukurbeln.

Kulturtripp als Kundenmagnet am Beispiel Provence

Kundengewinnung mit dem Kultur-Tripp funktioniert allerdings nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gut. Beispiel Provence, wo ich kürzlich den Tourismus-Betrieb auf Einladung der Französischen Zentrale für Tourismus ATOUT FRANCE und des Reiseveranstalter Siglinde Fischer selbst hautnah in Augenschein nehmen durfte.

In der Provence springt einem die Kultur ja nur so entgegen: Angefangen von Marseille, das auf eine griechische Gründung zurückgeht und 2013 Europas Kulturhauptstadt über Avignon, wo im 1Jahrhundert fast 70 Jahre lang die Päpste residierten und die Region noch heute prägen, bis zu diversen Künstlern und Schriftstellern, die die Region als Lebensraum und Inspirationsquelle entdeckten:

Vom Marqise de Sade bis zu Picasso

Der berühmt- berüchtigte Marquis de Sade organisierte 1772 in seinem Château de Mazan im Vaucluse das erste Theaterfestival Frankreichs. Heute ist der einstige de-Sade-Schloss ein Vier-Sterne-Hotel. 1844 siedelte der Schriftsteller Alexandre Dumas die Handlung seines Romans „Der Graf von Monte Christo“ im Château d’If vor der Küste von Marseille an – und machte es damit Weltberühmt.

Hundert Jahre später kaufte Pablo Picasso in Ménerbes im Naturpark Luberon ein Haus und schenkte es seiner Muse und Geliebten Dora Maar – bevor er sie für eine einundzwanzigjährige verließ. Die Malerin und Fotografin starb dort 1997. Heute können hier Künstler und Schriftsteller aus der ganzen Welt einige Monate im Rahmen des Brown Foundation Fellows Program verbringen.

Peter Mayle: Eine Hassliebe

Und wo wir es gerade von regionalen Krimis hatten: Auch Ménerbes, das zum Label „Schönste Dörfer Frankreichs“ gehört, wurde literarisch verewigt: Der Engländer Peter Mayle beschrieb den in seinen Büchern die Eigenheiten des Ortes und seiner Einwohner so treffend, dass er sich dort bis heute unbeliebt gemacht hat.

Pikanterweise sind es jedoch gerade seine Bücher, die der Gemeinde zu Weltruhm und damit zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung verhalfen.

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