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Studie zur Mobilfunk-Nutzung im Ausland: Liebe Anbieter, Ihr seid einfach zu teuer!


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Ein Smartphone ist ja so praktisch! Vor allem auf Reisen: Es zeigt an, wo wir uns grade befinden, wo um uns herum die besten Hotels, Cafes, Restaurant und Sehenswürdigkeiten sind. Und es zeigt Zug, Bus- und Flugverbindungen. Ein unverzichtbarer Reisebegleiter. Eigentlich. Denn die Kosten für das Internet-Roaming sind einfach zu hoch – zeigt jetzt eine Studie der Hochschule Heilbronn.


Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Studie zeigt: Kunden scheuen hohe Kosten

Zwar würden die Mobilfunkanbieter gerne eben über diese Roaming-Kosten ihre Gewinnmargen erhöhen. Doch genau diese hohen Kosten halten viele Kunden davon ab, Smartphones überhaupt zu nutzen – neben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes oder der simplen Tatsache, kein geeignetes mobiles Gerät zum Internet-Surfen zu haben.

Das zumindest zeigt eine Studie, die die Hochschule Heilbronn In Kooperation mit der ITB Berlin unter insgesamt 4.000 Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden durchführt. Die repräsentative Umfrage wurde vom internationalen Meinungsforschungsinstitut IPSOS durchgeführt.

66 Prozent nutzen keine Location Based Services im Ausland

Das Ergebnis: Insgesamt 66 Prozent der Befragten (alle Länder kumuliert) gaben an, dass diese Nutzungskosten im Ausland den Ausschlag geben, standortbezogene Dienstleistungen im Urlaub nicht zu nutzen.

Bei 55 Prozent der Befragten mangelte es am geeigneten Gerät, um diese Angebote überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Dieses sei in der Anschaffung zu teuer, so dass sie bislang keines besäßen. 41 Prozent äußerten Datenschutz-Bedenken und wollten deshalb auf standortbezogene Dienste im Ausland verzichten.

Einstellung gegenüber Technik positiv

Dr. Manfred Lieb, Studiendekan der Fakultät Wirtschaft 2 und Leiter der Untersuchung: „Interessant ist, dass die Einstellung zur Nutzung moderner Technik, des Internets und mobiler Endgeräte in allen Ländern sehr positiv ist und die Nutzungsmöglichkeiten vom Desktop auf das Mobilgerät übertragen werden und somit gelernt sind.“

Der Blick auf einige europäische Länder offenbart nationale Unterschiede: Für die Mehrzahl der deutschen Befragten (68 Prozent) waren die Roaming-Kosten der wichtigste Grund, standortbezogene Dienstleistungen im Ausland nicht zu nutzen.

Männer sind geiziger als Frauen

Rund 70 Prozent der befragten Männer und 67 Prozent der befragten Frauen verzichteten aufgrund der Kosten auf den Smartphone-Einsatz. Bei beiden Geschlechtern folgten auf dem zweiten Platz mit 50 Prozent Sorgen über die Datensicherheit, danach die teuren Anschaffungskosten für ein geeignetes Gerät.

In den Niederlanden sprechen hauptsächlich die hohen Anschaffungskosten gegen die Nutzung eines Smartphones im Ausland. Sowohl Männer und Frauen als auch insbesondere ältere Befragte gaben dies als Grund an. Mit Blick auf die jüngeren Studienteilnehmer zwischen 16 und 29 Jahren wurden mehrheitlich hohe Roaming-Kosten genannt.

Alternative kostenloses WLAN

Auf den zweiten und dritten Plätzen folgten in den Niederlanden hohe Roaming-Kosten und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Auch Teilnehmer aus Großbritannien und Frankreich entscheiden sich laut der Studie aufgrund hoher Roaming-Kosten gegen eine Nutzung von Smartphones im Ausland.

Oder im Klartext: Wenn die Roaming-Kosten geringer wären, würden mehr Leute die Internet-Dienste nutzen. Wobei ich persönlich ein großer Freund ausgebauter WLAN-Abdeckung bin, die es in vielen Ländern kostenlos gibt.

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