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Schöne Aktion oder geschickte PR-Kampagne: Der Home-Office-Day in der Schweiz


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Eigentlich eine coole Idee: In der Schweiz fand gestern zum zweiten mal der Home-Office-Day statt. Ziel: Zeigen, dass es Zeit und auch CO2-Emission spart – und damit ein Zeichen setzen gegen Präsentismus und für zufriedenere Mitarbeiter. Gefällt mir persönlich natürlich richtig gut. Nur müsste transparenter sein, wer dahinter steckt!

home-office-day Schöne Aktion oder geschickte PR-Kampagne: Der Home-Office-Day in der Schweiz


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Das Arbeiten von zu Hause hat zahlreiche Vorteile: Home Office ermöglicht Mitarbeitenden eine flexible Zeitgestaltung, sie können Zeit sparen und an Lebensqualität gewinnen. Dank weniger Pendlerverkehr wird zudem der CO?-Verbrauch reduziert und die UmWelt geschont. Unternehmen wiederum profitieren von zufriedeneren und produktiveren Mitarbeitenden.

Dahinter steckt eine PR-Aktion

Das dachten sich auch Microsoft und Swisscom, die die Sache 2010 Inititiert haben. Letztendlich also vor allem eine coole PR-Aktion. Auf der offiziellen Seite http://www.homeofficeday.ch/ muss man daher auch leider ein wenig suchen, bis man herausfindet, wer dahinter steckt. Denn das diverse Politiker die Idee unterstützen, lässt die Seite eher wie eine offizielle schweizer Veranstaltung wirken!

Davon abgesehen aber eine schöne Idee: 40 790 Unternehmen, Mitarbeitende und Selbständigerwerbende haben sich in den letzten Wochen unter http://www.homeofficeday.ch eingetragen und gestern heute zu Hause gearbeitet. Sowohl Arbeitszeit also auch CO2-Reduktion wurde addiert, um ein Zeichen zu setzen. Und das ist dabei herausgekommen:

908 Tage mehr

Aufgrund der wegfallenden Pendlerzeiten wurden 908 Tage gewonnen. Diese Zeit wird laut Umfrage hauptsächlich zum Arbeiten eingesetzt, was zu einer deutlichen Stressreduktion beiträgt und gleichzeitig die Lebensqualität erhöht.

Hochgerechnet auf ein Jahr, tragen die Mitarbeitenden, die zu Hause gearbeitet haben, mit einem Tag Home Office pro Woche zu einer CO2-Reduktion von insgesamt 9 198 Tonnen bei. Naja, man kann Sachen natürlich ein wenig schöner aussehen lassen, als sie sind…

Mehrheit arbeitet schon zum Teil im Home Office

Eine Online-Umfrage zum Thema gab es natürlich auch:  Die Ergebnisse zeigen, dass 67,3% im Durchschnitt einmal pro Woche zu Hause arbeiten. 6,3% nutzen ihr Home Office einmal monatlich und 3,9% zweimal die Woche. 22,5% der befragten Personen hat die Initiative motiviert, zum ersten Mal zu Hause zu arbeiten.

Die Erfahrungen sind durchweg sehr erfreulich. 69,1% der teilnehmenden Personen sind überzeugt, dass sich Home Office positiv auf ihre Lebensqualität auswirke, 30,8% nehmen keine Auswirkungen wahr, und lediglich 0,1% sind der Meinung, dass Home Office mit negativen Auswirkungen verbunden sei.

Gewonnene Zeit nutzen

Die aufgrund der wegfallenden Pendlerwege gewonnene Zeit nutzen 47,2% für eine flexiblere Tageseinteilung, 14,3% für Familie, Freunde sowie allgemeine Freizeitaktivitäten und 3,5%, um mehr zu schlafen.

24,9% schätzen, dass sie mehr Zeit für die Arbeit haben, was bei ihnen zu einer Stressreduktion führt, und 10,1% gaben an, die gewonnene Zeit insgesamt für die Arbeit zu nutz.

Was steckt dahinter?

Die Initiatoren wollen, so ist der Seite zu entnehmen, vor allem ein Zeichen gegen Präsentismus setzten. Wahrscheinlich steckt dahinter eine Image-Campagne der entsprechenden Unternehme. Oder hofft man auf diese Weise in Zukunft die Kosten für Arbeitsplätze einsparen zu können?

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Tanja Handl

    Auch wenn es sich um eine PR-Aktion handelt, finde ich, dass sie einen wertvollen Beitrag leistet, um der Präsenzkultur das Wasser abzugraben. Schließlich ist für viele Jobs die Anwesenheit im Büro nicht mehr notwendig. Wir befassen uns mit dem Thema Home Office sehr intensiv in unserem Blog und haben u.a. eine Checkliste veröffentlicht, mit der jeder selbst prüfen kann, ob der eigene Job sich auch aus dem Home Office erledigen ließe: http://www.beyond-9to5.de/211/homeoffice-job-home-office-tauglich-arbeit-von-zuhause/

    Tatsächlich lässt sich viel auch von zu Hause aus erledigen – wodurch vor allem Pendler Zeit sparen und die Umwelt schonen können.

  2. Holger Froese

    Sch öne Aktion oder geschickte PR-Kampagne? Der Home-Office-Day in der Schweiz
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