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Der Karriere-Führerschein: In 9 Schritten einen Artikel schreiben (Teil 2)



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Auch normale Mitarbeiter, die eigentlich nichts mit Kommunikation zu tun haben, müssen heute immer öfter schreiben – z.B. im Coorporate-Blog des Unternehmens. Zum Beispiel im Daimler-Blog:  Wie Blogmanager Uwe Knaus im Interview hier im Blog berichtet, erzählen die Mitarbeiter hier von ihrer Arbeit. Das vermittelt eine authentische Darstellung des Unternehmens. Doch wie baut man so einen Blogbeitrag auf?


Hier schreibt für Sie:

 

mn-daefler-2014-03-17-farbig Professor Dr. Martin-Niels DäflerProf. Dr. Martin-Niels Däfler lehrt an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Frankfurt am Main.

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Schritt 3: Erarbeiten Sie Ihre Kernbotschaften

Versuchen Sie jetzt, in wenigen Sätzen zusammenzufassen, was Sie mitteilen wollen. Denken Sie dabei daran, den Sachverhalt nicht (nur) aus Ihrer Sicht darzustellen, sondern vor allem aus dem Blickwinkel der Leser zu betrachten.

Schreiben Sie also nicht, was Sie wissen, sondern berichten Sie von dem, was Ihren Lesern am meisten nutzen dürfte.

Probleme & Lösungen im Auge behalten

Um es bildlich auszudrücken: Sie wollen das Aussehen eines Kuchen beschreiben, doch die Leser interessieren sich in der Regel nur für das Rezept. Das heißt: Nennen Sie (nicht nur) Fakten, sondern gehen Sie vor allem auch auf Probleme und Ihre Lösungsvorschläge und -methoden ein.

Wie viele Kernbotschaften – man kann auch von Gliederungspunkten sprechen – sollten Sie über Ihren Beitrag transportieren? Es hat sich bewährt, nicht mehr als fünf Kernbotschaften zu bringen.

Schritt 4: Formulieren Sie Ihre Kernbotschaften aus

Der für viele Menschen schwierigste Teil ist das Abfassen des Hauptteils. Immerhin müssen Sie nicht mit dem sprichwörtlichen „weißen Blatt Papier“ beginnen, denn Sie haben ja schon Ihre Kernbotschaften stehen. Diese müssen übrigens nicht zwangsläufig chronologisch angeordnet sein – viel wichtiger ist, sie folgen einer nachvollziehbaren Logik und sind spannend aufgebaut.

In Anbetracht der nahezu unendlichen Vielfalt an Themen, über die sich schreiben lässt, fällt es naturgemäß schwer, allgemeingültige Empfehlungen für diesen Schritt zu geben. Dennoch, hier einige Tipps:

  • Erklären Sie, was Sie gemacht haben oder zu einem bestimmten Thema denken.
  • Begründen Sie stets Ihre Aussagen.
  • Denken Sie daran: Ihr Beitrag wird umso besser, je konkreter Sie schreiben und je mehr anschauliche Beispiele Sie geben.
  • Verlieren Sie sich jedoch nicht in Details und verhindern Sie, dass Inhalte in der Informationsflut „untergehen“.
  • Ziehen Sie Schlussfolgerungen aus Ihren Thesen.

Grafik & Beispiele

Aus meiner praktischen Erfahrung möchte ich noch zwei Tipps geben: Versuchen Sie, auf jeder Seite ein grafisches Element (Abbildung, Tabelle, Aufzählung) zu platzieren. Bedenken Sie dabei aber, dass Abbildungen, die Sie beispielsweise in PowerPoint erstellt haben, in Büchern oder Zeitschriften nicht farbig und außerdem stark verkleinert abgedruckt werden.

Im Internet haben Sie natürlich mehr Möglichkeiten. Und für beide gilt: machen Sie sich zudem bewusst, dass Artikel, Studien und Bücher eine lange „Lebensdauer“ haben, aber die darin erwähnten Beispiele oft schnell veralten. Wählen Sie Ihre Beispiele also mit Bedacht aus.

Schritt 5: Formulieren Sie die Einleitung

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, dass Sie unmittelbar mit dem Hauptteil beginnen sollen. Dies hat den einfachen Grund, dass man sich in der Regel viel leichter mit dem Schreiben der Einleitung tut, wenn man weiß, was danach kommt.

Mit der Einleitung führen Sie zum Thema hin, etablieren die „Tonalität“ (legen also fest, in welchem Ton Sie fortan formulieren) und machen sich den Leser gewogen. Allerdings trifft dies nur auf längere Beiträge zu. Es gilt die Faustregel: Je kürzer ein Artikel, desto eher sollten Sie gleich „zur Sache kommen“.

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