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Serie – so würde Hitchcock präsentieren: Spannende Präsentationen bewirken mehr!



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Eine Frau steht nach einem anstrengenden Tag unter der Dusche. Irgendwo in einem einsamen Motel. Plötzlich wird der Duschvorhang zur Seite gerissen. Schrille Musik, staccato-artig. Die Umrisse einer alten Frau sind im Gegenlicht zu sehen. Sie hat ein Messer.


Hier schreibt für Sie:

 

michael-moesslang Michael MoesslangMichael Moesslang ist Dozent an der St. Galler Business School, BAW & Hochschule München, Top 100 Excellence Trainer, Coach & Autor.

Profil

Meister der Spannung

Die alte Frau sticht auf die nackte Frau ein. Vier Mal, fünf Mal, acht Mal. Dann verschwindet Sie so schnell wie sie kam. Die nackte Frau sinkt langsam zu Boden, fällt über den Beckenrand. Tot.

Haben Sie schon mal einen Film von Sir Alfred Hitchcock gesehen? „Psycho“, „Die Vögel“ oder meinen erklärten Liebling „Der Unsichtbare Dritte“? Vor rund 50 Jahren wurden diese Filme gedreht und doch haben sie von ihrer Spannung nichts verloren.

97 % aller Präsentationen sind langweilig!

Was können Präsentatoren von diesen Filmen lernen? Dieser Frage bin ich nachgegangen auf der Suche nach mehr Spannung. Denn Teilnehmer an deutschen Präsentationen finden 97 Prozent aller Präsentationen verbesserungswürdig, viele davon langweilig oder gar einschläfernd.

Man kann davon ausgehen, dass darunter die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leidet. In der Folge werden die Ergebnisse schlechter oder einfach nicht erreicht. Viel Geld wird dadurch verloren. Spannende Präsentationen würden für deutlich mehr Aufmerksamkeit und nachhaltiges Merken sorgen.

Der Zuschauer weiß immer mehr!

Der „Master of Suspense“, wie Hitchcock auch genannt wurde, lies dem Zuschauer gerne einen Wissensvorsprung gegenüber dem Protagonisten. Das ist es auch, was eine Suspense-Story von einem Whodunit-Krimi unterscheidet. Whodunit ist das verballhornte Wort für “Who has done it.”, oder: Wer ist der Mörder?

Bei Suspense ist das auch nicht immer von vornherein klar, doch sind die Hinweise anders. Entscheidend ist, dass der Zuschauer mehr weiß, als der Held und er deswegen diesem schier helfen will.

Was ist die Kernaussage?

Wie können Sie damit Ihre Präsentation spannender und aufmerksamkeitsstärker machen? Überlegen Sie, was Ihre wichtigste Aussage ist. Verraten Sie diese nicht zu früh, sondern arbeiten Sie mit allen Informationen auf diese hin. Viele offenbaren leider schon mit der Überschrift, was sie zu bieten haben.

Beginnen Sie stattdessen damit, dezente Hinweise einzustreuen, ohne zu viel zu verraten. Entscheidend ist, dass sich zum Schluss ein Gesamtbild und damit eine Lösung ergibt, die die Einzelteile nicht erahnen liessen. Das klingt komplizierter als es ist.

Wenn Sie jedoch von hinten anfangen, also den Höhepunkt als erstes planen, dann ergibt sich schnell eine Logik für die Einzelinformationen und den jeweils idealen Zeitpunkt.

Falsche Fährten legen!

Dann überlegen Sie sich, wie Sie noch falsche Fährten legen können. Wie Sie also die tatsächliche Lösung eher unwahrscheinlich erscheinen lassen können. Allerdings nicht, in dem Sie unnütze Informationen hinzufügen. Hitchcock hätte nie ein Detail hinzugefügt, das nicht der Geschichte dient, das hätte nur abgelenkt.

Was ist der Vorteil von diesem Mehraufwand? Ganz einfach, die Teilnehmer werden zunehmend gespannt, was denn nun endlich die Lösung sein könne. Und diese Spannung sorgt für eine viel höhere Aufmerksamkeit und für mehr Spaß. Spaß ist ein Lern-Katalysator, es fällt leichter sich Dinge zu merken, die mit Spaß verbunden sind.

Zudem hören Ihnen die Menschen lieber zu, was Ihr Ansehen steigert. So gesehen, kann ich Ihnen versprechen, dass es sich lohnt. Präsentieren Sie künftig spannend wie Hitchcock!

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    So legen Sie falsche Fährten in Präsentationen … (Beitrag via Twitter) 518Q9

  4. Michael Moesslang

    Frau unter der Dusche. Plötzlich wird der Duschvorhang zur Seite gerissen .. #Spannung .. (Beitrag via Twitter) 518DR

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