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Apple-iPad im Produktivitäts-Test Teil 2: Das iPad als Arbeitsgerät



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Offenlegung: Die lettische Fluglinie airBaltic hat bei diversen Recherche-Reisen die Reisekosten übernommen. LIVE RīGA, das RIGAER BÜRO FÜR TOURISMUSENTWICKLUNG (RTAB) hat bei einer Recherchereise die Kosten für die Unterkunft in der lettischen Hauptstadt Riga übernommen. ,,

Die lettische Fluggesellschaft airBaltic hat meine Recherchen in Lettland und Venedig durch Freiflüge unterstützt. Zudem durfte ich ein Apple iPad der ersten Generation testen, die airBaltic ihren Kunden während des Fluges zur Verfügung stellt. Leider konnte ich das Gerät daher nur unter eingeschränkten Bedingungen, nämlich ohne Internet, testen. Doch Aussagen zum Handling sind möglich!

Die Performance

Man muss zugeben: Stylisch ist das Gerät schon. Das hin- und herwischen mit den Fingern hat einfach was – man fühlt sich ein wenig wie bei Star-Treck oder Jamens Bond. Diesem Gefühl schreibe ich auch schlicht einen Teil des Erfolgs Erfolgs zu.

Für mich gibt es aber noch einen anderen, weitaus  entscheidenderen Vorteil: Das Gerät wiegt nur 680 Gramm, ist mit 1,34 cm schmaler als jedes Netbook und leichter zu transportieren. Denau genau das Gewicht ist der Grund, warum ich mein Netbook dann oft doch nicht mithabe.

Selbstredend ist natürlich auch Akkuverbraucht im üblichen Rahmen. Das Schauen eines Videofilms beispielsweise reduziert den Akku um gut ein Drittel. Man muss allerdings sagen, dass ich das Gerät ja ohne Internetanbindung getestet habe, das den Akku Erfahrungsgemäß um ein Vielfaches reduziert.

Weitere technische Daten zu dem von mir getesteten iPad der ersten Generation finden sich übrigens bei Maclife. img_5479 Apple-iPad im Produktivitäts-Test Teil 2: Das iPad als Arbeitsgerät

Funktionale Taskleiste, wenig Einstellungsmöglichkeiten

Praktischerweise hat das iPad eine Taskleiste mit der man am unteren Bildschirmrand die zuletzt geöffneten Programme anzeigen kann. Für mich ein wichtiges Feature, da ich häufig zwischen verschiedenen Programmen hin und herswitche – was auf dem Handy schon schmerzlich vermisst habe.

Was mich stört, sind die sehr übersichtlich gehaltenen Einstellungsmöglichkeiten. Die sind natürlich dafür gedacht, dass man, ohne sich auszukennen, gleich loslegen kann. Ich als Linux-Nutzer wünsche mir jedoch einige Möglichkeiten mehr, herumzuspielen. img_5465 Apple-iPad im Produktivitäts-Test Teil 2: Das iPad als Arbeitsgerät

Dreh- und Angelpunkt Tastatur

Der Dreh- und Angelpunkt eines jeden mobilen Gerätes ist und bleibt für mich jedoch die Tastatur: Und eine Netbook oder Tablet muss immer auch als mobile Schreibmaschine fungieren. Genau da liegt der Hase beim iPad im Pfeffer: Das 10-Finger-Schreibsystem funktioniert im ersten Versuch eher schlecht.

Vor allem die Leertaste ist eher schwer zu treffen, was zu ständigen Schreibfehlern führt. Ein weiterer Knackpunkt sind die auch auf der deutschen Tastatur fehlenden Umlaute. Man erreicht sie nur, wenn man die entsprechenden Vokale länger drückt.

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Abhängig vom Winkel

Ohnehin ist der Tipp-Erfolg sehr stark davon abhängig, in welchem Winkel das iPad auf dem Tisch steht. Dafür gibt es praktische Taschen. Mein Testmodell hatte so eine Tasche leider nicht, weswegen ich große Probleme hatte, überhaupt den idealen Schreibwinkel herzustellen.

Möglich, dass sich die entsprechenden Probleme mit etwas Übung, einer alternativen Tastatur oder einfach dem richtigen Schreibwinkel lösen lassen. Und nicht umsonst gibt es ja auch Tastaturen fürs iPad. Oder vielleicht hilft eine sehr gut funktionierenden Spracheingabe. Im ersten Versuch ist die Tastatur bei mir allerdings durchgefallen. Als Netbook-Ersatz so schlicht nicht zu gebrauchen.

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Andere Meinungen

Ähnliches schreiben übrigens auch Johny Häusler und Andreas Göldi. Häulser etwa meint, dass das Tippen auf dem iPad zwar möglich sei, aber keinesfalls Spaß mache. Einer seiner Kommentatoren meint, es sei ein Vorteil, das 10-Finger-System nicht zu beherrschen.

Und Göldi kommt nach längerer Nutzung zu dem Schluss: „Tippen geht vergleichsweise flott, aber das Zehnfingersystem kann man vergessen. Mit zwei Fingern und Hinsehen erreicht man aber mit etwas Übung eine gute Geschwindigkeit.“

iPad als Notizblock?

Ja und jetzt? Immerhin berichtet Thomas darüber, wie das iPad bei ihm dank Stylus zum Notizbuch-Ersatz wird. Das ist tatsächlich einige der wenigen Anwendungen, die ich noch immer mit Stift und totem Holz erledige, was am Ende dann jedes mal ziemlich chaotisch wird.

Aber ob ich mit dem iPad meine Interviews mitschreiben könnte in der Hektik und nicht Angst haben müsste, hinterher alle Notizen zu verlieren? Ich habe so meine Zweifel! Vielleicht ist aber der Stylus ein brauchbarer Tastatur-Ersatz?

Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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