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Serie Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter



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Textlinks können eine gute Einnahmequelle sein. Doch neben diversen juristischen Problemen sieht auch Google diese nicht gerne. Das Paradoxe: Wo die juristischen Probleme aufhören, fangen die Probleme mit Google erst an!


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Achtung Textlik-Farmen

Textlinks machen nicht nur juristische Probleme. Auch Google mag sie nicht und hat schon öfter Aktionen dagegen angekündigt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren: Also ich vergangenes Jahr im August aus dem Urlaub wiederkam, hatte Google meiner Seite einfach einen niedrigeren Pagerank verpasst.

Offenbar war die Textlink-Sammlung in der Sidebar ein Problem für Google gewesen. Offenbar bewertet Google eine Ansammlung mehrerer Links, zumal diese nicht Themenrelevant sind, als problematisch. Vielleicht führte auch die Überschrift „Werbung“ zu Problemen?

Als Konsequenz daraus habe ich mich von Linklift als Textlinkvermarkter getrennt. Über die juristischen Probleme, die ich mit diesem Anbieter hatte, habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.

Keine automatische Entfernung

Nun musste ich bei genauerem Hinsehen auch noch feststellen, dass das Linklift-Plugin zwar automatisch Texte in die Beiträge eingebaut hatte, diese aber nicht ebenso wieder automatisch entfernt hatte. Dafür hätte ich selbst Sorge zu tragen, informierte man mich.

Danach habe ich Textlinks über Teliad vermarktet. Hier lassen sich alle Links problemlos als Werbung kennzeichnen, weil man sie ohnehin manuell einbauen muss. Man wird aber regelmäßig auch darüber informiert, dass das Angebot endet und man die Werbung wieder rausnehmen kann.

Achtung Preisbremser

Allerdings bietet auch Teliad Nachteile: Angeblich darf ein Blogger hier den Preis selbst bestimmen. Aber: Preiserhöhungen sind hernach nur noch in einem bestimmten Rahmen möglich und eine bestimmte Grenze darf nicht überschritten werden – ohne das einem das vorher einer sagt!

Als ich ein zweites Angebot einstellen wollte mit einem deutlich höheren Grundpreis (um die Problematik zu umgehen) wurde dies mit zunächst fadenscheinigen Angeboten abgelehnt. Erst bei genauerem Nachfragen kam heraus, dass dem Vermarkter der Preis zu hoch gewesen war.

Angebot und Nachfrage

Auf der Website steht nach wie vor, dass ich den Preis selbst bestimmen darf. Erst auf Nachfrage räumt Teliad ein, dass es seine Kunden vor übertriebenen Preisschwankungen schützen will. In Wahrheit hat Teliad natürlich Angst davor, dass die zahlenden Kunden abspringen.

Für mich widerspricht das den Gesetzen von Angebot und Nachfrage: Wenn meine Seite ausgebucht wäre, würde ich die Preise erhöhen wollen. Wenn jedoch die Nachfrage nachlässt, würde ich mit dem Preis nach unten gehen wollen. Bei Teliad ist es jedoch unmöglich so flexibel zu agieren, weil man für die Kunden möglichst billig sein will!

Arme Schweine

Die Preisschraube immer weiter nach unten zu drehen, kann jedoch auch bei der Textlinkvermarktung nichts sein, was auf Dauer funktioniert. Wie ich aus meiner über sechsjährigen Tätigkeit als freie Journalistin weiß, bringt es überhaupt nichts, sich nur über den Preis von der Konkurrenz abzuheben.

Wer so agiert hat, es nötig! Oder, krass gesagt: Was sind das eigentlich für arme Schweine, die so agieren müssen? Und damit meine ich ausdrücklich diverse Online-Vermarkter ganz allgemein. Wie sollen wir Blogger uns denn effizient vermarkten, wenn die Leute, die mir diese Arbeit abnehmen sollen, sich bei den Preisverhandlungen nicht durchsetzen können? Etwas mehr Selbstbewusstsein bitte – bei den Bloggern und den Vermarktern.

Fazit

Textlinks können kurzfristig etwas Geld in die Kasse spülen – doch die Summe ist absehbar. Allerdings kommt es solchen Anbietern nicht auf eine langristige Vermarktung sondern eben nur auf die kurzfristigen Erfolge an.

Was er will, muss jeder selbst wissen. Ich habe mich auf http://www.berufebilder.de komplett von Textlinks und ihren Vermarktern getrennt. Auf meiner etwas weniger wichtigen Untersite gruendersite.de verdiene ich damit aber nach wie vor gutes Geld.

Vor einigen Wochen noch habe ich ein (zunächst) lukrative scheinendes Angebot von 500 Euro monatlich abgelehnt, weil der Vermarkter sich ständig widersprechende Angaben machte, mich mit fadenscheinigen Argumenten zu überzeugen versuchte und letztendlich ausgesprochen unseriös wirkte. Traurig sowas.

berufebilder

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Warum sind all die externen Links hier „noFollow“ Frau Janson? Was haben Sie zu verlieren wenn die „follow“ wären?

    Schwäbische Mentalität?

    • Simone Janson

      Nichts. Ich möchte einfach nur Seiten verlinke,die ich gut finde. Dafür ja auch wöchentlich die Linktipps.

  2. Liebe Frau Janson,

    ob Google diese Seiten bestraft oder nicht, davon merke ich zumindest nichts.
    Dort wo ich überall unterwegs bin merkt man davon wenig. Einfach ein Backlink zählt, und sonst nichts. Mal sehen was passiert wenn das Panda Update kommt. Die Seite auf ein „Keyword“ trimmen, Werbung drauf packen und mit Goo Geld verdienen. Und was ich dabei schlimm finde, das viele Personen nicht in der Lage sind zu unterscheiden zwischen den einen Content und dem anderen. Wenn man auf eine Seite landet voll gespickt mit Werbung und auf einen „Keyword“ getrimmt, muss man sich fragen ob der Content überhaupt glaubwürdig ist oder nicht. Diese „Internet Kompetenz“ haben die wenigsten.
    „Inhalt“ ist Heute „Massenware“ und nicht „Qualitätsware“, und das finde ich sehr schlecht.

    Das es Seiten gibt zwischen Weiß und Schwarz, das ist ja OK. Das man aber Benutzer „arglistig täuscht“ finde ich nicht in Ordnung.
    Ich glaube ich habe schon zu viel gesehen und gelesen um Ihre geteilte Meinung zu unterstützten. Aber vieleicht sollte man uns mal „nicht öffentlich“ austauschen . . .

    • Simone Janson

      Hallo Gerhardt,
      ich meinte jetzt z.B. meine Site, die auch werbefinanziert ist, aber dennoch achte ich auch auf die Qualität des Inhalts. Möglicherweise sehe ich die Sache deshalb so positiv, weil ich eben mittlerweile recht schnell zwischen solche Fake-Seiten und guten Seiten unterscheiden kann. Sie mögen recht haben, dass vielen diese Medienkompetenz fehlt.
      Sie haben nicht zufällig Lust, dazu mal einen Gastbeitrag zu schreiben?
      Gruß
      Simone Janson

  3. Es gibt zwei Arten von Inhalt im Internet:
    – ein seriöser, Themenbezogener, werbefrei und gepflegt

    und dann gibt es noch den zweiten Teil, der . .

    – von SEO, PR, Werbung und andere Faktoren geprägt ist und der auf die Werbemaschinerie von Suchmaschinen und Vermarkter ausgerichtet ist.

    Jeder will Geld verdienen, das ist klar, die Frage ist aber wie?

    Wie verdienen Sie Ihr Geld?

    Ist Ihnen schon aufgefallen das für eine Top Platzierung bei Google im Industrie Bereich (z.B. Reparatur Hydraulikpumpen) ein wesentlich kleiner PR notwendig ist für die selbe Top Platzierung mit „Lady Gaga“?

    Absurd, oder? Und weil das so ist, stellt sich die Frage mit was für ein Suchmaschine haben wir es zu tun? Eine „Business“- Suchmaschine?

  4. Simone Janson

    Hallo Rogarema, so pauschal würde ich das nicht sagen: Es gibt gute Inhalte, die natürlich auch werbefinanziert sind. Auch Suchmaschinenoptimierung ist sicher etwas, das man in Maßen machen sollte.
    Der Punkt ist aber, dass man es aber nicht übertreiben sollte. Eine Seite, deren Inhalte nur aus automatisch aggregiertem Blog-Content besteht und bei der die Inhalte nur mit SEO-Keywords gespickt sind, um bei google gefunden zu werden, ist natürlich unseriös. Google straft ja solche Seiten neuerdings ab!

  5. Caroline & Stefan

    Geld verdienen mit Bloggen: Textlinks, Google und die unseriösen Vermarkter via @SimoneJanson

  6. Caroline & Stefan

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  7. Caroline & Stefan

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  8. Christian Sedlak

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  9. Hans-Georg Woehrle

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  10. Christian Weiss

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  11. frischgebloggt

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  12. Caroline & Stefan

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  13. Caroline & Stefan

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  14. Caroline & Stefan

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  15. Simone Janson

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  16. KompetenzPartner

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