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Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!



Nächster Teil



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„Kann man mit Bloggen Geld verdienen?“ werde ich immer öft gefragt. Man kann, und ich will mit dieser Artikelserie zeigen wie – z.B. mit verschiedenen Arten von Werbung. Oder mit Flattr. Ein Überblick über meine Erfahrungen.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Der eine oder andere hat es schon gesehen: Auf meinem Blog gibt es nun auch den grün-weiß-orangenen Flattr-Button, mit dem Leser per Micropayment kleine Summen Geld spenden können, wenn ihnen ein Artikel gefällt. Um ehrlich zu sein war – und bin ich noch – ich skeptisch, ob das auf meinem Blog zu einem nennenswerten Ergebnis führt.

Was ist Flattr?

Flattr ist ein Wortschöpfung aus “to flatter” (jemandem schmeicheln) und “flat fee” (Pauschalpreis). Die Frage ist jedoch: Ist Flattr wirklich ein langfristiges Geschäftsmodell – oder nicht viel mehr als ein Grashalm im Wind?

Es funktioniert jedenfalls so: Wer sich bei flattr anmeldet, kann einen monatlichen Betrag zwischen 2 und 100 Euro per Klick auf den Button an Webseiten seiner Wahl verteilen – vorausgesetzt der Blogger oder Webseitenbetreiber hat die Seite bei flattr angemeldet und den Button installiert. Eine sehr gute Erklärung findet man bei Selbständig im Netz!

Was bringt Flattr?

Das im Web bereits vieldiskutierte Problem bei Flattr ist allerdings: Man kann nur spenden, wenn man sich vorher einloggt. Und genau die Motivation, sich bei Flattr überhaupt einen Account anzulegen, bringen in der Regel nur Menschen mit, die ohnehin in der Blog- und Web 2.0-Sphäre unterwegs sind – und zwar auf Seiten, die sich auch genau mit diesen Themen beschäftigen.

Das sorge für kräftig Diskussionsstoff – und viele Erfahrungsberichte zu dem Thema gibt es bereits: Etwa bei Daniel Fiene oder Felix Schwenzel oder Stephan Niggemeier. Auch kritische Stimmen sind zu hören, etwa auf Netzpanorama, von Don Alphonso oder Sascha Lobo. Eine monatliche Übersicht über die meistgeflatterten deutschen Beiträge bietet Carta.

Warum die Skepsis

In meinem Blog geht es zwar auch um Web-2.0-Themen, aber eben vor allem klassische Karrierethemen: Dementsprechen breit ist meine Leserschaft. Und deswegen finden sich darunter viele, die mit dem Flattr-Button gar nichts anzufangen wissen, einfach weil sie von der Diskussion um Flattr gar nichts mitbekommen haben.

Denn wie wenig der normale Internetnutzer den Slang der Nerds versteht, merke ich schon daran, wie selten, der „Gefällt-mir-Button“ gecklickt wird oder welche Kommentare ich zur Navigation auf der Seite erhalte. Daran sieht man, wie Dinge, die für mich völlig logisch sind, auf manche User wirken- und dass man sich als Blogger darauf einstellen muss, was ein fortwährender Optimierungsprozess ist. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…

Vielleicht ist auch August nicht wirklich der beste Monat, um damit anzufangen?

Achtung Publikumsbeschimpfung!

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Ich bin auch nach wie vor skeptisch, dass Internetnutzer überhaupt bereits sind, für Inhalte im Netz zu zahlen. Die Mitnahmementalität ist doch recht groß – die Gratiskultur auch!

Wenn, dann überhaupt nur ein kleiner Teil davon, der versteht, dass man die ganze Arbeit nicht umsonst leisten kann und dass es manchmal für Blogger schön ist, auch ein wenig Anerkennung zu bekommen. Insofern freue ich mich im Zuge des Flattr-Experiments über jede positive Überraschung!

Warum dann doch Flattr?

Bisher habe ich daher vor allem auf Werbung gesetzt, um Geld zu verdienen – und bin auch nach wie vor der Ansicht, dass man hier mehr Geld zusammenbekommt. Dass ich dennoch auch Flattr eingebaut habe, hat mehrere Gründe. Zum einen gab es einige Leser-Beschwerden über die störende Werbung. Ich selbst fand auch, dass unter der zeitweise zu viel vorhandenen Werbung Benutzerfreundlichkeit und Design stark gelitten haben.

Ein weiterer Grund: Ich halte im Oktober wieder einen Vortrag über Selbstmarketing und Bloggen – wie schon beim Deutschen Journalistenverband Hamburg. Ort ist diesmal das Medienforum an der Hochschule Mittweida, Sachsen. Im Zuge dessen möchte ich meine Erfahrungen auch mit Flattr in den Vortrag einfließen lassen.

Schließlich finde noch einen anderen Aspekt wichtig: Sie gegenseitig unterstützen und vernetzen – und gleichzeitig die eigene Arbeit transparent mache. Wie wichtig mehr Transparenz bei der journalistischen Arbeit ist, zeigt dieser Beitrag bei Carta. Und auch dazu trägt flattr bei.

Auch bei Werbung gibt es Grenzen

Allerdings habe ich auch gerade im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass man mit Werbeinnahmen an seine Grenzen stößt – sei es beim Vermarkter selbst oder bei Google. Dass es gar nicht so einfach ist, seriöse Werbepartner zu finden, also einen, der Werbung und Inhalt wirklich trennen möchte. Und dass so manche Vermarkter grandiose Versprechungen machen, von denen dann am Ende nur ein Bruchteil eintritt.

Aus dieser Vielzahl von eher schlechten Erfahrungen mit Online-Vermarktern möchte ich berichten – auch weil ich finde, dass einige Punkte dringend stärker öffentlich diskutiert werden müssen, wenn wir ernsthaft über Finanzierungsmodelle in den Medien sprechen.

Wer wirklich Schuld ist

Wer aber an dieser Artikel-Serie wirklich Schuld ist: Sachar Kriwoj, mit dem ich kürzlich essen war und der mir einige interessante Anregungen mit auf den Weg gegeben hat – u.a. die Idee zu dieser Serie und das Anliegen, doch auch endlich mit Flattr anzufangen.

Gesagt, getan, nun habe ich beides umgesetzt!

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Dirk von marketing-im-business.de

    Flattr hat sich ganz heimlich still und leise verabschiedet oder? Dafür gibt es jetzt die VG Wort bei der ich ehrlich überlege teilzunehmen.

    Was denkt ihr so? Ab wann lohnt sich das?

    • Simone Janson

      Hallo Dirk,
      bei der VG-Wort wird jedes Jahr die Grenzen für die Mindestabrufe neu festgesetzt – und jedes Jahr ein wenig höher.
      Es ist halt ein wenig Aufwand, weil man zu jedem Beitrag einen Pixel einbauen und dann die Beiträge einzeln melden muss.

  2. Pingback: Schwammiges Grundsatzpapier des BVDW zur Medien- & Netz-Politik: Überhebliches Lobby-Programm Marke Papier-Tiger | Berufebilder by Simone Janson

  3. Christian

    danke für diesen interressanten Beitrag über Flattr. werde ich mir demnächst auch mal etwas näher ansehen.
    ach und dir auch noch sagen, in deinem Menü unter Datenbank ist ein Fehler, man kann nach Geowissenschaften kein Link mehr anklicken. Hoffe das hilft.

    • Simone Janson

      Ich hab es ja, wie dann später in der Serie wieder geschrieben, wieder ausgebaut. Momentan denke ich aber schon über den Wiedereinbau nach… 😉

  4. Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der …: Kann man mit Bloggen Geld verdienen?” werd…

  5. Simone Janson

    Hallo Philipp,
    naja, es gibt einige Blogg, auf denen das durchaus funktioniert, netzpolitik.org, carta oder auch der Taz-Blog. Das sind aber alles größere, bekanntere Blogs mit einer, durchaus auch idealistischen, Stammleserschaft, die offenbar bereit sind zu zahlen, wenn sie ihre eigene Meinung in Blogbeiträgen wiederfinden. Und die auch sehr internetaffin sind. Soweit ich das aber sehe, ist flattr bei allen nicht mehr als ein Zubrot.
    Was meinst du denn mit „eine eigene Liste“ aufbauen?

  6. Hey!

    Also Ich halte eher weniger von flattr. Genau aus den Gründen die du angesprochen hast 1. kennen sich die meisten Leute zuwenig aus und 2. wer bezahlt schon für das Lesen in Blogs? Auch wenn manche Infos bestimmt ihr Geld wert wären. Aber die Erfahrung zeigt, dass es als selbstverständlich angesehen wird Infos im Netz kostenlos zu erhalten. Unter uns, ich würde auch nicht dafür zahlen.

    denke es ist als Blogger sinnvoller und einträglicher a) zwischendurch auf Produkte aufmerksam zu machen und und b) eine eigene Liste aufzubauen.

    lg Phil

  7. Christian|texter.me

    Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!

  8. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!

  9. Jennifer Frotscher

    RT @jobcollege: Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!: “Kann man mit Bloggen…

  10. Simone Janson

    Mein erster geflattreter Beitrag – schöner Mutmacher – dankeschön 🙂 #flattr

  11. KompetenzPartner

    Neue Serie – Geld verdienen mit Bloggen: Flattr, Werbung und der ganze Rest!: “Kann man mit Bloggen…

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