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Serie – Selbstbestimmt lernt sich’s besser: Lernen und die Macht der Gewohnheit



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Der Idealfall beim Lernen sieht so aus: Wir lernen nicht nur, wie ein spezielles Problem gelöst werden kann, sondern auch, wie man dann im zweiten Schritt neue Probleme angehen und eigenständig damit fertig werden kann. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Beispiel Computerkurs: Ein völlig theorielastiges Seminar, in dem Excel erklärt wird, bringt gar nichts, wenn den Teilnehmern nicht die Gelegenheit gegeben wird, selbst Funktionsweisen herauszufinden und eigenständig Probleme zu lösen.

Mitarbeiter, die eigenständig arbeiten, sind auf Dauer billiger!

Denn nur so lernen die Mitarbeiter, fortan eigenständig mit dem Computer umzugehen und die Arbeitsweise des Programms an ihre eigene Arbeit anzupassen – etwa indem sie neue Formeln und Anwendungen hinzufügen.

Wird den Mitarbeitern hingegen nur standardisiert erklärt, wie das Programm funktioniert, werden sie zukünftig bei jedem kleinsten Problem nach dem Support schreien. Das dürfte auf Dauer teuerer werden als einmal eine vernünftige Weiterbildung.

Lernen funktioniert im gewohnten Umfeld am besten

Genauso wichtig ist aber auch, dass Excel, um im Beispiel zu bleiben, den Mitarbeitern stets in Bezug auf ihre eigene Arbeit erklärt wird: Einige Anwendungen werden sie ständig brauchen, andere nur selten – und deren Benutzung gleich wieder vergessen.

Denn das ist der zweite Grund dafür, warum das Lernen im beruflichen Umfeld so wichtig ist: Der Arbeitsplatz ist eine gewohnte Umgebung für die meisten Menschen, und mit dem, was sie bis- her getan haben, kennen sie sich in der Regel am besten aus. Und das spielt für den Lernerfolg eine entscheidende Rolle: Denn jede Erfahrung, jede Sinneswahrnehmung erzeugt im Gehirn ein Aktivierungsmuster, ein Wahrnehmungsbild.

Das Hirn nutzt schon vorhandene Verschaltungsmuster

Das Gehirn versucht nun, ein bereits vorhandenes Verschaltungsmuster der Nervenzellen zu aktivieren, eine Art Erinnerungsbild, das irgendwie zu dem neuen Aktivierungsmuster passt. Stimmen beide Bilder überein, wird die neue Wahrnehmung als bekannt abgetan.

Kann überhaupt keine Übereinstimmung zwischen dem neuen Eindruck und bereits abgespeicherten Eindrücken hergestellt werden, passiert gar nichts, die Information wird unverzüglich wieder vergessen.

Menschen lernen nur Dinge, die zu ihrem Denkmuster passen!

Nur wenn das neue Aktivierungsmuster zu bereits bekannten Erinnerungen passt, lernen wir. Denn dann wird das alte Muster so lange geöffnet, erweitert und umgestaltet, bis das neue Aktivierungsmuster in das nun modifizierte Erinnerungsbild integriert werden kann.

Das bedeutet, dass Menschen gar nicht alles wahrnehmen und schon gar nicht abspeichern können, sondern nur das, was irgendwie zu ihren bisherigen Vorstellungen und Erfahrungen passt. Und das bedeutet ge- nau genommen eigentlich auch, dass Wissen gar nicht weitergegeben werden kann, sondern in jedem Gehirn neu entsteht.

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