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Nokia-Netbook im Langzeit-Test: Mein Fazit nach sechs Monaten Test



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Offenlegung: Der Mobilfunkprovider o2 Business hat diverse Testgeräte wie das HTC Desire S Smartphone und das Nokia Bookle 3 G unbegrenzt zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt – zusammen mit einer kostenlosen mobilen Internet- bzw. Handyflatrate. 

Ein halbes Jahr lang teste ich nun Nokias erstes Netbook, das 3G – mit zunehmender Begeisterung. Das Gerät besticht vor allem durch das stark an Apple angelehnte Design, Stabilität und lange Akku-Laufzeit. Das schlägt sich allerdings im Preis nieder.

Verarbeitung

Auffällig ist natürlich das coole Design. Das fällt auch nicht nur mich auf, sondern man wird auch darauf angesprochen, wenn man mit dem Kleinen beim Arbeiten „erwischt“ wird.

Bei einem Detailblick überzeugt auch die Verarbeitung: Alles aus einem Guß, gerade auch die Schaniere des Deckels, ein häufiger Schwachpunkt bei Laptops, insgesamt sehr Stabil. Dank Aluminium-Gehäuse konnte auf einen Lüfter verzichtet werden, so dass man keine Angst haben muss, es gelangt unnötig Dreck in den Computer.

Flatrate

In den ersten drei Monaten lief das Gerät noch mit einer Datenflatrate von oDeren Funktionalitäten habe ich jedoch vergleichsweise wenig genutzt – um mal schnell zu twittern oder Posts bei Facebook abzusetzen, braucht das Netbook dann doch zu lange, um hochzufahren.

Navigation

Auch die Versuche, das Netbook als Navigationsgerät zu nutzen, scheiterten: Zwar wirbt Nokia mit GPS, stellt Usern jedoch nicht sein kostenloses Kartenmaterial zum Download zur Verfügung.

Außerdem funktioniert GPS nur, wenn auch die UMTS-Verbindung aktiv ist. Für dieses Problem gibt es mittlerweile allerdings Abhilfe, außerdem gibt es auch kostenloses Kartenmaterial, mit der man Google-Karten herunterladen und offline verwenden kann. Allerdings ist das ziemlich umständlich.

Mobiles Office

Wo das NokiaNetbook gut funktioniert, ist da, wo ich ein Netbook auch am ehesten einsetzen würde: Als eine Art mobile Schreibmaschine, wahlweise mit Internet via WLAN oder UMTS (praktisch, der Simcard-Slot an der Seite!).

Denn das Tippen von Texten funktioniert wirklich phantastisch. Angenehm ist da die unglaubliche Akku-Laufzeit: Je nachdem, wie ich Bildschirmhelligkeit einstelle oder die Datenverbindung nutze, hält der Akku 8 Stunden und mehr – und das auch noch nach einem halben Jahr.

Akkulaufzeit

Daher muss man das Gerät nicht jeden Tag frisch aufladen und überlebt auch längere Zugfahrten ohne Steckdose problemlos. Im Gegensatz zu früheren Laptops endlich ein Gerät, mit dem man sich auch mal einige Stunden in ein Cafe oder an die Spree setzen kann, zumal es bequem in die Handtasche passt und man es auch auch aufgrund des geringen Gewichts den Tag über angenehm herumtragen kann.

Voraussetzung dafür, die Akkulaufzeit zu erhalten, ist allerdings, dass das Netbook nur zum Aufladen ans Netz gehängt wird: Denn mit jeder Ladung erhitzt sich der Akku, was ihm alles andere als gut tut. Deshalb achte ich tunlichst genau darauf, das Gerät nur so lange wie unbedingt nötig anzudrahten.

Bildbearbeitung und Bloggen

Abgesehen vom Schreiben mache ich jedoch kaum etwas mit dem Gerät: Bildbearbeitung mit Gimp brachte das Gerät zum Absturz, auch bloggen funktioniert für mich besser, wenn ich die Texte mit Open-Office vorschreibe. Grund: Auf dem kleinen Display ist mir die Benutzung meines komplizierten WordPress-Backends einfach zu frickelig. Von Webdesign wollen wir mal lieber gar nicht erst reden.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Für eine mobile Schreibmaschine, die der Laptop letztendlich für mich darstellt, wäre mit persönlich aber der Preis zu hoch – auch wenn Design, Verarbeitung und Akku-Laufzeit sicher zusätzliche Pro-Argumente darstellen. Da würde ich dann entweder auf richtige Notebooks mit noch etwas größerem 13“-Display oder ein preiswertes Netbook zurückgreifen.

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simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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