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Warum lässige Kleidung nicht automatisch authentischer ist: Underdresscode


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Letzte Woche war ich auf der re:publica. War auch echt schön: Nette Leute, alles cool, locker, lässig. Nur eines irritierte mich: Es gab eigentlich keinen Business-Dresscode – aber irgendwie dann doch: Einen Underdresscode!


Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Dass auf bestimmten Veranstaltungen alle mit Schlips und Kragen rumlaufen und man sich fühlt, wie der bekannte bunte Hund, wenn man den Dresscode nicht erfüllt, das kennt man ja. Auf der re:publica war es aber genau so, nur umgekehrt: Alle liefen betont leger herum.

Authenzität oder gekonnte Inszenierung?

Das kann man jetzt schön finden, weil die Leute sich so geben, wie sie privat sind, ganz autentisch eben. Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich, gerade für Unternehmen auch um eine Business-Veranstaltung handelt. Daher ist das Legere dann auch wieder nur ein Dresscode – eine Art Underdresscode!

Zu dieser als Rolle gespielten Authenzität hat Olaf Hinz hier einen schönen Kommentar verfasst: Legerer Dresscode auf der re:publica ist eben auch nur eine stimmige Inszenierung – auch weil die wenigen Schlipsträger als besonders spießig aus dem Rahmen fielen. Wobei ich persönlich ja Schlips und Anzug auf einer Business-Veranstaltung ja authentischer finde…

Was ist denn das für eine Studentin?

Dazu passte auch gut mein Gedanken, als ich dem unten als Video geposteten Beitrag beiwohnte: Als die Rednerin aufbaute, dachte ich spontan: „Welche Studentin kommt denn jetzt?“ und wurde dann positiv überrascht, dass es sich um Miriam Meckel handelte. Auf die Entfernung und mit ihren Jeans und Shaks sah sie eben aus wie eine Studentin – und das mögen viele cool gefunden haben, ich halte genau das für einen gekonnte Insenierung von Authenzität – mal davon abgesehen, dass der Vortrag wirklich Sehenswert war.

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