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Diskriminieren schweizer Arbeitsvermittler Menschen mit familiären Verpflichtungen: Kinder und kranke Angehörige als Handicap bei der Jobsuche!


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In der Schweiz ärgert sich Nationalrat Otto Ineichen darüber, dass Schweizer Personaler lieber im EU-Ausland rekrutieren als in der Heimat. Schuld daran soll die unpraktikable schweizer Stellenbörse Avamst sein – aber auch, und das ist viel schlimmer, das familiäre Handicap vieler schweizer Arbeitnehmer.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Schweiz: Arbeiten nur ohne Handicap?

Das zumindest schreibt der Schweizer Blick am 28.02.2010 auf seiner Website: Demnach haben die Schweizer schon mindesten 10000 Jobs an Ausländer verloren. Ein Grund dafür soll sein, dass die Job-Suchmaschine EURES der Bundesagentur für Arbeit viel besser funktionier als das schweizer Pendant Avamst.

Aber das ist längst nicht der einzige Grund: Blick.ch spricht eine wirklich krasse Begründung offen aus, über die man sich, wie schon zu Recht ziemlich aufregen kann.

Ausreisewillige EU-Arbeitnehmer sind meist gut ausgebildet, gesund, frei von familiären Verpflichtungen. Arbeitsuchende in der Schweiz hingegen haben Kinder, pflegebedürftige Eltern oder an­dere Handicaps.

Im Klartext: Behinderungen wie Kinder oder pflegebedürftige Angehörige hat man als Jobsuchender in der Schweiz besser nicht, sonst sieht es schlecht aus auf dem Arbeitsmarkt – oder was? Bezeichnenderweise nennt Blick.ch auch keine Quelle für diese Vermutung (mehr ist es ja wohl kaum).

Krass wird die Sache natürlich auch durch die Bezeichnung Handicap. Im ersten Moment hatte ich vermutet, dahinter steckt irgendein Praktikant, der in den zu Tode gesparten Redaktionen beim Wochenenddienst nicht richtig aufgepasst hat. Aber nein, Werner Vontobel, Jahrgang 1946,  ist renommierter Wirtschaftsjournalist und studierter Volkswirt, er arbeitete u.a. für den Züricher „Tagesanzeiger“, die „Sonntagszeitung“ und die „Weltwoche“ und hat mehrere Bücher veröffentlicht, z.B. 2005 „Der Irrsinn der Reformen.“

Daher nehme ich an, dass die Behauptung sarkastisch gemeint war, um die krasse Situation am schweizer Arbeitsmarkt plastisch darzustellen – was offenbar gut gelungen ist wie man an den Reaktionen sieht.

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