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Was bringt eigentlich ein Fernstudium, Aufbaustudium, Medienstudium: „Ich will in die Medien“


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In letzter Zeit bin ich öfter mal gefrag worden, was man studieren soll, wenn man in die Medien will. Oder besser gesagt: Welche Zusatzqualifikation (Fern- oder Aufbaustudium) man absolvieren kann. Meine Antwort: Um in der Branche Fuß zu fassen, ist vor allem Praxiserfahrung sinnvoll.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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DEN Königsweg gibt es nicht!

„Irgendwas mit Medien“ ist für viele immer noch ein erstrebenswertes, aber doch irgendwie schwammiges Berufsziel.Und immer wieder werde ich gefragt, welches Studium dazu hilfreich ist.

In der Live-Sendung von studienwahl.tv (das Video ist hoffentlich in Kürze auf der Seite zu finden) wurde gefragt, welcher Medien-Aufbau-Studiengang für den Einstieg in Medien sinnvoll ist. Meine Leserin Petra hat mich vor einiger Zeit nach einem Aufbaustudium im PR-Bereich gefragt. Und auf meiner Facebook-Site kam nun die Frage auf, ob ein Fernstudium von Redaktionen und Verlagen anerkannt wird.

Grundsätzlich gilt: Es gibt für den Einstieg in die Medien nicht DEN Königsweg (abgesehen vielleicht von einer Journalistenschule – dazu unten mehr). Formal Anerkannt wird im Prinzip jedes Studium, ganz gleich ob das nun ein normales Präsenz-Studium, ein Fernstudium oder ein Aufbaustudium ist.

Spezialgebiet sinnvoll

Allerdings empfiehlt es sich, nicht ein Fach zu wählen, das alle machen, sondern ein Spezialgebiet mitzubringen… und Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Fächer, evtl. auch BWLer oder Juristen, sind gefragter als Germanisten oder Medienwissenschaftler. Einfach, weil es davon weniger gibt.

Und es kommt dann darauf an, für welches Fachgebiet die Redaktion gerade jemanden sucht: Das kann, wie im Fall einer Kollegin, auch mal jemand sein, der auf Architektur spezialisiert ist und in der Kulturredaktion unterkommt; tendenziell ist aber eine Spezialisierung auf einen Bereich sinnvoll, der in Redaktionen vorkommt.

Also am besten schonmal bei der Fächerwahl (Stichwort Nebenfächer) und spätestens bei der Auswahl des Aufbaustudiums darüber nachdenken, wo genau man in den Medien hinwill – das erleichtert später den Einstieg.

Was zählt: Praxiserfahrung & Kontakte

Damit man aber einschätzen kann, was in Redaktionen überhaupt verlangt wird, sind Praxiserfahrung und jede Menge Kontakte sinnvoll – z.B. durch freie Mitarbeit oder Praktika.

Noch wichtiger sind allerding m.E. Praxiserfahrung und Kontakte. Bevor man auf ein (eventuell) bereits vorhandenes Studium noch ein Aufbau- oder Fernstudium draufsetzt, sollte man doch besser mal versuchen, in der Praxis Fuß zu fassen. Wenn das nicht gelingt, wird auch noch ein weiteres Studium nicht helfen.

Journalistenschulen

Dies bessere Alternative zum Aufbaustudium sind renommierte Journalistenschulen – die entsprechend hohe Zugangshürden haben. Dafür bekommt man aber auch dort während der Ausbildung gleich Praxiserfahrung und gute Kontakte.

Fazit

Ein normales Studium in einem Fach, das einen interessiert, am besten irgendwas, was nicht alle machen + Kontakte & Praxiserfahrung sind, neben Journalistenschule, der beste Weg in die Medien. Wer nach dem Studium noch ein Studium draufsetzen will, sollte sich mal überlegen, warum er das tut: Den Berufseinstieg aufzuschieben, ist keine Lösung!

Eine Alternative können renommierte Journalistenschulen sein. Allerdings sollte man beachten, dass sich das Berufsbild des Journalisten durch das Internet gerade grundlegend wandelt und das gerade Ausbildungseinrichtungen noch nicht adäquat reagiert haben.  Auch da ist Praxis, Praxis, Praxis einfach die bessere Wahl!

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