EnglishGerman

Staatliche Förderung möglich: Weiterbildung durch die Arbeitsagentur



Voriger Teil Nächster Teil



Top500 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, dpa) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.

Wer Arbeitslosengeld II erhält, kann sich Weiterbildungen wie Führerschein, Sprach- oder Computerkurse finanzieren lassen, wenn diese für die Jobsuche sinnvoll sind. Das Problem bei der Sache: Die Leistung wird rein nach Ermessen des Sachbearbeiters gewährt.

Denn: gibt kein Gesetz, das besagt, dass man eine Weiterbildung bekommen muss; die Entscheidung darüber liegt vielmehr rein im Ermessen des Sachbearbeiters.

Wer diesen überzeugen will, sollte schriftlich einen Antrag stellen und gut begründen, warum der Lehrgang sinnvoll ist. Außerdem sollte man auf eine schriftliche Ablehnung beharren: Gegen diese lässt sich nämlich Widerspruch einlegen, so dass sich nochmals eine andere Stelle bei der ARGE mit dem Fall beschäftigt.



Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

berufebilder

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere Online-Kurse oder persönliche Beratung - die erste halbe Stunde ist umsonst!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf Best of HR - Berufebilder.de, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Simone Janson

    Hallo Herr Reinhardt,
    danke für die treffende Analyse.
    Eine andere Möglichkeit wäre noch das bedingungslose Grundeinkommen für alle, dann würden diese Probleme auch wegfallen. Das wird sich aber vermutlich nicht ganz durchsetzen.
    Ein anderer Anknüpfungspunkt wäre, wie schon ausgeführt, mal zu analysieren warum die Gruppe der vollständig Abhängigen so groß ist.
    Hier habe ich noch ein Beispiel von jemandem, mir persönlich auch bekannt, die mit über 50 aus Hartz IV wieder über ehrenamtliche Tätigkeiten wieder einen unbefristeten Job gefunden hat:

    Gruß und schönen Tag noch
    Simone Janson

  2. Ulrich Reinhardt

    Wie schon an vielen Stellen ist die Diskussion über die ARGEN und ihre Arbeit sehr gegensätzlich: die, die nie persönlich so voll und ganz davon abhängig waren sondern es als Brücke zu neuem Engagement brauchten finden es ist ein zahlender Sozialstaat – der es auch ist. Die, die von den ARGEN ganz abhängen, fühlen sich schikaniert. Zwiete Gruppe ist wensentlich größer aber öffentlich wenig präsent. Beide Eindrücke von den ARGEN sind auch richtig und mit Beispielen endlos zu belegen. Nur es führt zu nix. Die Frage ist wohl grundsätzlicher: Wollen wir Arbeit (Ehrenamt, Kindererziehung, Schülerhilfe, weiterbildung, …) bezuschussen, also ALG gegen reale Gegenleistung oder Freizeit pur? Das Thema ist historisch (Arbeitsdienste) vermient und schwierig – und kommt auch deshalb nicht so recht voran.

  3. Simone Janson

    Hallo Cl. Moldau,
    ich verstehe Ihren Frust. Das war auch nicht als Verharmlosung gemeint, sondern eher als Erklärung dafür, warum nicht auf eigene Erfahrung mit diesem Thema zurückgreifen kann – auch nichts dazu sagen kan, inwieweit hier Macht missbraucht wird oder absichtlich Schikane betrieben wird. Immerhin werde ich mir die You-Tube Videos zum Thema mal anschauen, danke für den Tipp.
    Auch ist Selbständigkeit nicht unbedingt, finanziell gesehen zumindest, die bessere Alternative, wie dieses Beispiel zeigt:

    Besonders interessant finde ich bei Ihren Ausführungen allerding diesen Satz „doch das mildert die Umstände für andere Betroffene keineswegs, welche diese Alternative nicht haben“.

    Da ist doch zu fragen: Warum lassen sich derart viele Menschen lieber schickanieren, als nach einer Alternative zu suchen? Möglich, dass hieran eher gesamtgesellschaftliche Veränderungsprozesse und das darauf nicht eingestellte Bildungssystem Schuld sind… allerdings hat Jochen Mai just heute einige Geschäftsideen vorgestellt, die man auch ohne viel Ausbildung angehen kann: http://karrierebibel.de/geld-spinnt-nicht-%E2%80%93-10-kuriose-geschaftsmodelle-aus-aller-welt/
    Tut mir leid, ich bin, auch aus eigener, durchaus auch beschwerlicher, Erfahrung, nunmal der Ansicht, dass Jammern nicht hilft, etwas Unternehmergeist hingegen schon. Selbst wenn man hinterher wieder bei der ARGE sitzt, ist man mutiger geworden – vielleicht für einen zweiten Versuch.

    Und ansonsten sind Sie der Ansicht, besser keine Sozialleistungen als einen beschwerlichen Weg dorthin? Ihren letzten Satz könnte man so verstehen. Oder mit etwas Sarkasmus ausgedrückt: An dieser Argumentation hätte jeder Hartz-IV-Gegner seine Freue – nebenbei bemerkt.

    Viele Grüße
    S. Janson

  4. Cl. Moldau

    Noch kurz etwas zu Ihrer italienischen Freundin:
    Ich bin mir sicher, dass sie nach den ersten Vorladungen bei einer ARGE nicht mehr so angetan vom Deutschen Sozialstaat wäre. Landesfremde sehen natürlich nur die Leistungen, welche möglich sind. Sie kennen jedoch nicht den Weg qualvollen dahin, diese zu bekommen und sie kennen nicht die Schikanen und Druckmittel, mit denen die ARGEN ununterbrochen versuchen, diese Leistungen zu kürzen oder gar ganz zu streichen. Von daher im Sinne der WM, den Ball bitte flach halten 🙂
    Ich kenne selbst viele nette Menschen aus anderen Ländern, welche hier tatsächlich fußgefasst haben und dennoch unglücklich über diese Umstände sind. Eine Qual ersetzt die andere nur selten positiv.

    Nette Grüße

    Cl

  5. Cl. Moldau

    Guten Tag Frau Janson,

    dass es gute Leute bei den ARGEN gibt mag zu einem niedrigen Prozentsatz stimmen. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese guten Menschen dennoch die selben Vorgaben von ihren Vorgesetzten bekommen und auszuführen haben, wie jene der üblen Sorte auch. Von daher ist es den GUTEN kaum mehr möglich nicht mit im Schikaneboot zu fahren, ohne selbst Angst zu haben, dass sie den Job bei Nichterfüllung der Vorgaben verlieren. Die MitarbeiterInnen der ARGEN werden dazu veranlasst, ständig einzusparen und das zu Lasten der Hilfebedürftigen. Das wurde schon live mitgehört und auch schon von ehemaligen MitarbeiterInnen bestätigt. Da gibt es auf youtube tolle Videos dazu. Auch die Statements von Heiner Geißler zu diesem Missstand in Deutschland sind sehr beeindruckend dazu. Der Mann blickt wenigstens durch, was gerade abläuft. Zudem war es keine Verallgemeinerung, sondern das, was einem aus TAUSENDEN von Internetkommentaren, TV – Berichten, Videos u. s. w. ins Gesicht brüllt. Ich denke eher, dass Sie diese Umstände nicht so sehr als eher harmlos abtun sollten. Sie schreiben zwar, dass Sie sich lieber selbständig gemacht haben, um sich nicht mit der ARGE herumschlagen zu müssen, doch das mildert die Umstände für andere Betroffene keineswegs, welche diese Alternative nicht haben. Auch der Weg in die Selbständigkeit ist keine Garantie dafür, dass man etwas später nicht wieder erneut mit dem System der ARGEN konfrontiert wird.
    Dass die Auswanderungsquote und die rückläufige Geburtenanzahl deutscher Familien zutrifft, ändert auch nichts daran, dass es in einigen anderen Ländern sozial nach Ihrer Aussage schlechter ist, als in Deutschland. Wer auswandert, kann sich ja zuvor informieren und dass es zunehmend geschieht belegen Statistiken. Bald wird es so sein, dass sich nur noch Besserverdiener Kinder leisten können. Zwar beteuert die derzeitige Regierung, dass sie für Kinder und Bildung viel tun will, doch, AUFPASSEN, das VILK, als wir Bürger, welche die Demokratie erst ermöglichen, sind nicht alle auf den Kopf gefallen. Es ist ÜBEL, was hier gerade geschieht und es schönzureden bringt da am WENIGSTEN, das ist meine persönliche Meinung dazu. Wer davon nicht betroffen ist, kann es natürlich mal eben locker verharmlosen. Dabei sollte jedoch niemand vergessen, dass man heute noch einen tollen Job haben und bereits morgen vor ganz andere Tatsachen gestellt werden kann und dann nach und nach in die Mühlen der ARGEN MACHT gerät.

    Nette Grüße

    Cl

  6. Simone Janson

    @H. Robert @Cl. Moldau: Ich kann Ihren Unmut verstehen: Ich persönlich habe mich auch lieber selbständig gemacht, als mich mit der Arbeitsagentur herumzuschlagen.
    Dennoch glaube ich, dass man schlechte Erfahrungen nicht verallgemeinern sollte – es gibt sicher auch vernünftige ARGE-Mitarabeiter, aber auch auf der anderen Seite Leute, die diesen wieder das Leben schwer machen.
    Ob Auswandern da ein probates Mittel darstellt, wage ich zu bezweifeln: In vielen anderen Ländern sieht es mit Sozialleistungen nicht eben besser aus. Meine italienische Freundin, die ich kürzlich besucht habe, wäre über die deutschen Regelungen mehr als glücklich.
    Das nur zum Thema auswandern.
    Schönen Abend trotzdem.

  7. Cl. Moldau

    Guten Tag!

    Sinnvolle Kurse? Dass ich nicht lache!
    Ich kann der Vorschreiberin bzw. dem Vorschreiber nur zu 100% zustimmen.
    Was man bei den Arbeitsagenturen erfährt ist nur noch reine Sanktion und Schikane. Es scheint ganz gezielt darauf hingearbeitet zu werden, dass die Bedürftigen Fehler machen, welche dann zu finanziellen Kürzungen führen. Was beim HARTZ IV Satz auch nicht berücksichtigt wird ist, dass Hilfebedürftige beim Eintritt in die Notdurft oftmals laufende und bindende Verträge haben. Diese Unkosten dafür bewirken dann, dass der Regelsatz derartig gemindert wird, dass die Bedürftigen kein Geld mehr zum Überleben haben. Es müsste entweder ein Gesetz her, dass beim Eintritt in HARZ IV alle Verträge so lange zinslos ruhen, bis der Betroffene wieder zahlungsfähig ist, oder die Kosten für solche Verträge müssten von den Arbeitsagenturen entweder bezahlt oder zumindest zinsfrei als Darlehn vorgesteckt werden. Als HARTZ IV EmpfängerIn fühlt man sich wie der letzte Dreck. Ist das noch menschenwürdig? Darf man anderen Menschen solche Macht geben, sodass sie andere dermaßen diskriminieren und schikanieren dürfen? Natürlich schürt das Hass und Gewalt!
    Ich las nun schon mehrmals im Internet, dass ganze Teile von SGB I, II und III dem Grundgesetz als oberstes Gesetz so weit wiedersprechen, dass es in einem Verfassungsstaat nicht mehr tragbar ist. Somit ist es richtig, was die Vorschreiberin bzw. der Vorschreiber erwähnte. Ich will nun keine direkten Vergleiche zum III. Reich bringen, doch HARTZ IV Empfänger sind ganz eindeutig zu einer Gruppe geworden, über die eine andere Gruppe derartige Macht zur Schikane und Diskriminierung besitzt, dass es derartig bedenklich und nicht mehr rechtens ist, dass ein gewisse Prallelen zu früheren Randgruppen einfach auffallen. Ich las in einem Forum, dass es eigentlich nur noch fehlt, dass HARTZ IV Empfänger eine Binde um den Arm tragen müssen oder ähnliche Markierungen … Dass Menschen so etwas schreiben, kommt nicht von nirgendwo, das hat seine Gründe.
    Dass die Auswanderungsquote zunimmt, sollte niemanden mehr wundern und dass Deutsche keine große Lust mehr haben, in diesem Staat Kinder groß zu ziehen auch nicht.
    Die Regierung ist nach meiner Ansicht gerade dabei, Deutschland kaputt zu machen. Das liegt nicht an dem fehlenden Geld, sondern an der fehlenden Umsetzung der humanen Grundgesetze in ganzer Form!

  8. H. Robert

    Nach dem neuen Sparpaket der Bundesregierung werden immer mehr Leistungen der ARGEN zu Kann – Leistungen. Sie unterliegen also der willkürlichen Entscheidung des jeweiligen SB oder FM.
    Nach unzähligen Berichten ist es auch die viel gängigere Vorgehensweise so mancher ARGEN, dass ALG II Empfänger meist in Kurse gesteckt werden, welche ersten billig für die ARGEN sind und zweitens oftmals völlig sinnlos bei dem Hilfebedürftigen, weil dieser in der Regel über das Wissen, welches der Kurs vermitteln soll, bereits verfügt. Internetforen sind voll mit Beispielen, wo z. B. Einsteller großer, mittlerer und kleinerer Betriebe in Bewerbungskurse gesteckt wurden. Was ist los in den ARGEN? Was ist los in Deuschland? Untersteht man in diesem Verfassungsstaat nich mehr dem Grundgesetz? Schikane, Tricks, Arglistige Täuschung, Rechtsbiegung und andere Vorfälle sind nach Aussagen vieler Betroffener an der Tagesordnung der ARGEN! Bereits bei der Eingliederungsvereinbarung, welche einen Vertrag zwischen der ARGE und dem Betroffenen entspricht, wird dem Betroffenen nur die Option zur Vereigerung der Vertragsunterzeichnund durch die Sanktion „offen“ gelassen, dass 30% der Leistungen gestrichen werden! HALLO, FRAU MERKEL, HALLO LIEBES VERFASSUNGSGERICHT! Wohin soll das führen??? Das ist sittenwiedrig und jeder Rechtsanwalt muss das wissen! Vor allem aber das Verfassungsgericht! Hilfebedürftige erkranken oftmals psychisch durch diesen Druck, der auf sie einwirkt. Sie fühlen sich überfordert, was sich in psychischer Depression bis hin zu Ohnmachtszuständen äußert. Es sind sogar Fälle bekannt, wo sich ALG II EmpfängerInnen bis zum Suizid getrieben fühlten! AUFWACHEN LIEBNE POLITIKER UND ANWÄLTE! Es darf in einem Verfassungs- und SOzialstaat nich passieren, was gerade in Deutschland passiert. LAut Aussagen von Betroffenen haben die Sachbearbeiter die absolute MAcht und scheinen diese vermehrt zu genießen. Wohin soll das führen? Die MEdien schreiben oftmals, dass Ballerspiele Jugendliche zu AMOKLÄUFEN treiben. Nun, dann warten Sie eben ruhig weiter ab, zu welchen Taten Betroffene zwangsläufig durch Verarmung bis zur Aussichtslosigkeit getrieben werden. Gewaltakte, Bombendrohungenu. s. w. gab es bei ARGEN ja bereits. Muss erst jemand ausrasten, bis dann wieder „schlaue“ PolitikerInnen sagen können: „Damit hat niemand gerecht, das ist uns völlig unverständlich …!“? Nein, das wäre nicht unverständlich, wenn jemand mal total ausrasten würde, weil die Betroffenen durch diese Schikanen in den Wahnsinn getrieben werden. Wenn man dann noch die Aussagen von Herrn ANWALT Westerwelle hört, kommt einem das KOT..!!!!!!

  9. Ulrich Reinhardt

    edit: Dieser Kommentar wurde gelöscht, weil es sich um werblichen Inhalt handelt.
    Simone Janson

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.