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Die Wahrheit über Deutsche Manager: Krisengejammere oft nur Taktik zur Fehlerverschleierung


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Offenbar ist das vielerorts in den Medien zur Schau getragene Gejammere über die Wirtschaftskriese oft nur Show: Die Deutschen Top-Manager finden die Situation in Wirklichkeit nämlich gar nicht so schlimm. Das jedenfalls zeigen die Ergebnisse einer Umfrage unter 803 deutschen Führungskräften, die von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company unlängst durchgeführt wurde.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Krise als Chance

Offenbar scheint sich im Unternehmensalltag die Krise weniger negativ auszuwirken als die Berichterstattung in den Medien häufig vermuten lässt: So bezeichnen 44 % der Befragten die Situation in ihrem Unternehmen als undramatisch im Vergleich zur öffentlichen Krisendarstellung. 98 % erkennen in der aktuellen Wirtschaftskrise auch Chancen. So identifizieren 64 % in ihr einen sinnvollen Anlass zum Überdenken alter Geschäftsmodelle. Je 51 % sehen Chancen in Effizienz- und Produktivitätssteigerungen sowie in der stärkeren Auslese von Wettbewerbern.

Gejammere als Ausrede

44 % nennen die argumentative Unterstützung zur Umsetzung unpopulärer Maßnahmen als Vorteil – genauso viele wie diejenigen, die die Krise als Chance zum nachhaltigeren Wirtschaften bezeichnen. Und besonders aufschlussreich: Für 43 % ist die Berufung auf die Finanzkrise überwiegend ein Alibi für ohnehin geplante Maßnahmen wie Restrukturierungen oder Kurzarbeit – und zum Verschleiern eigener Fehler. Dementsprechend bietet die Stimmung vielen Unternehmen sogar die Chance, ohne großen Widerstand zu rationalisieren und Ressourcen, sprich Arbeitsplätze, zu reduzieren.

Zur Umfrage

Deutschlandweit wurden mehr als 10.000 Führungskräfte aus Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen befragt. Beteiligt haben sich 803 Manager, überwiegend aus der ersten oder zweiten Hierarchieebene. 65 % von ihnen verdienten mehr als 100.000 EUR im Jahr, 15 % sogar mehr als 200.000 EUR.

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