EnglishGerman

Unfallversicherung für spezielle Gruppen: Zweiklassengesellschaft?



Voriger Teil Nächster Teil



Top500 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, dpa) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.

Vor Versicherungsgesellschaften sind längst nicht alle Menschen gleich. „Schuld“ daran sind vor allem die Versicherungsmathematiker, die unterschiedliche Risiken errechnet haben. Nach denen tragen gefährliche Berufe und jüngere Menschen die größten Risiken – eine Übersicht:


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

  • Manche Versicherungen schließen riskante Berufe, etwa Dachdecker oder Gerüstebauer, Sprengmeister oder Zirkusartisten einfach ganz von der Versicherung aus oder gewähren ihnen nur eine Freizeit-Unfallversicherung. Andere Gesellschaften erheben deutlich höhere Beiträge: Die besten Tarife für solche gefährlichen Berufe bietet die Interrisk ): Für den Tarif P300 AUB99-XL zahlen Sie hier 202 Euro, für den Tarif P500-AUB99-XL 24Beide Tarife wurden von der Stiftung Warentest mit der Note 1,4 bewertet.
  • Einige Versicherungen verlangen bei bestimmten Hobbys wie Motorradfahrern, Bergsteigen, Tauchen, Fliegen und Reiten Risikozuschläge. Andere Versicherungen kürzen bei Unfällen, die durch solche Hobbys verursacht werden, die Leistungen. Vergleichen Sie hier also die Angebote ganz genau.
  • Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst zahlen in speziellen Tarifen oft einen geringeren Beitrag.
  • Generell nicht versicherbar sind Menschen, die bereits schwerbehindert oder pflegebedürftig sind. Auch Menschen mit geistiger Behinderung können sich normalerweise nicht versichern.
  • Menschen mit Vorerkrankungen haben ebenfalls Nachteile – zwar nicht bei Abschluss der Versicherung, wohl aber wenn es um die Invaliditätsleistungen geht: Wenn beispielsweise jemand, der schon vor einem Unfall eine Arthrose im Knie hatte, durch den Unfall nun ein steifes Knie davon trägt, kann es passieren, dass die Versicherung den dafür vorgesehenen Invaliditätsgrad nicht anerkennt, wenn der Anteil der Erkrankung 25 Prozent oder mehr an der Invalidität beträgt. Der Versicherte bekommt dann weniger als die vereinbarte Versicherungssumme. Einige Gesellschaften, etwa die NV in ihren Unfall-Maxx-Bedingungen (mehr dazu siehe oben im Abschnitt zu Gliedertaxe) ziehen aber für Krankheiten erst dann etwas vom Invaliditätsgrad ab, wenn diese zu mehr als 50 Prozent an der Erkrankung mitwirken.
  • Auch Senioren ab dem 66. Lebensjahre haben manchmal Schwierigkeiten, eine geeignete Versicherung zu bekommen oder diese zu bisherigen Konditionen fortzuführen. Oder aber Sie erhalten die Leistung im Schadensfall nicht als einmalige Auszahlung, sondern als monatliche Rente. Diese sogenannten Seniorentarife bieten für schwächere Leistungen oft höhere Beiträge. Hier kommt es auf das Verhandlungsgeschick des Einzelnen an, bei dem gewünschten Tarif zu bleiben und sich nicht in einen Seniorentarif drängen zu lassen.

  • Gerade jüngere Menschen sind Sie oft aktiver, z.B. beim Sport, und ihr Unfallrisiko ist entsprechend hoch. Empfehlenswert ist es daher, mit 30 Jahren das sechsfache, mit 40 Jahren das fünffache und mit 50 Jahren das vierfache Ihres monatlichen Einkommens als Versicherungssumme zu vereinbaren – dann sind Sie auch in den nächsten Jahren entsprechend abgesichert. Natürlich sind bei einer höheren Versicherungssumme auch die Beiträge entsprechend höher.
  • Frauen können sich in der Regel zu den gleichen Konditionen versichern wie Männer, bei einigen versichern sogar deutlich günstiger. Bei vielen Anbietern werden Sie zudem unabhängig vom Beruf zur Gefahrengruppe A gerechnet. Die besten Tarife für Frauen bietet die Ammerländer ), deren Exklusiv-Tarife fast alle mit Note 1,4 bewertet wurden: Für einen P300-Exklusiv-Tarif zahlen Frauen 100 Euro im Jahr, mit steigender Progression (P350, P400, P500), sind es jeweils sechs Euro mehr.
  • Kinder sind häufig schon im Kindergarten oder in der Schule versichert oder in der Police der Eltern bereits enthalten. Daher sind die Beiträge für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren deutlich niedriger als für Erwachsene: Den günstigsten Tarif, der als einziger mit Sehr gut (Note 1,5) bewertet wurde, bietet die VHV (www.vhv.de): Der P500-Tarif Exklusiv kostet 83 Euro im Jahr. Wenn Sie mehr als 100 Euro für eine Kinder-Unfallversicherung zahlen sollen, ist das zu teuer – sehen Sie sich nach einer anderen Versicherung um.
berufebilder

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere Online-Kurse oder persönliche Beratung - die erste halbe Stunde ist umsonst!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf Best of HR - Berufebilder.de, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Die 2 klassen Gesellschaft haben wir eher bei der PKV und GKV.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.