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Jobsuchmaschine der Zukunft: Mit Twitter in 140 Zeichen zum Traumjob?



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Twitter könnte die Jobsuchmaschine der Zukunft werden: Schnell, effizient, übersichtlich. Ob man, wie die PR-Managerin Sabrina Panknin, mit Twitter seinen Traumjob finden kann, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Bislang sind es vor allem Internetaffine Branchen, die Twitter zur Jobsuche nutzen.

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simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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In 140 Zeichen zum Traumjob?

In 140 Zeichen erfolgreich einen Job finden – das scheint für viele, die sich mit Twitter noch nie beschäftigt haben, kaum vorstellbar: Denn es gibt keine Möglichkeiten, sich selbst und seine Kompetenzen umfassend darzustellen, weil selbst die Kurzbiographie nur 140 Zeichen lang sein darf.

Und auch Stellengesuche kann man nicht gesondert einstellen, sondern nur als Tweets posten, was die Gefahr birgt, dass sie in der Masse der Tweets schnell untergehen. Dennoch hat Sabrina Panknin, Pressesprecherin des Social-Media-Dienstleisters Ethority, via Twitter ihren Traumjob gefunden.

Ursprünge in der klassischen PR

Panknin kam Ursprünglich aus der „klassischen“ PR und beschäftige sich schon einige Zeit Social Media im Allgemeinen und Twitter im Besonderen. Daher wusste sie, dass immer mehr Unternehmen und damit auch potentielle Arbeitgeber das Potential von Twitter nutzen. „So erschien es nur logisch, Social Media auch im Rahmen meiner beruflichen Veränderung einzusetzen, “ erzählt Panknin.

Unter anderem begann sie, zum Thema PR und Social Media zu twittern, postete ein Stellengesuch und vermerkte auch in ihrer Kurzbiographie, dass sie einen Job sucht. Das fiel Dr. Benedikt Köhler, Digital Director Strategy & Research von ethority, auf: „Er kontaktierte mich über mein bei Twitter verlinktes XING-Profil, ich schickte ganz klassisch meine Bewerbungsunterlagen und wurde daraufhin zum Vorstellungsgespräch eingeladen – und bekam den Job,“ berichtet Panknin über den Ausgang der Geschichte.

Jobsuche in Echtzeit

Um Unternehmern und Bewerbern das Suchen und Gefunden-Werden noch zu erleichtern, haben Alexander Fedossov und Jan Kirchner von der Hamburger Personalberatung atenta die Echtzeit-Jobsuchmaschine jobtweet.de entwickelt. Die Kernidee dahinter ist, aktuelle Jobangebote über einen zentralen Anlaufpunkt in Echtzeit verfügbar zu machen. Dazu können einzelne Stellenangebote und -gesuche manuell und kostenfrei eingetragen werden. Die Suchmaschine kann dann die Stellengesuche und die Profile von fast 20 Millionen Twitternutzern durchsuchen.

Auch wenn die meisten Stellenangebote bei Twitter bislang aus den Branchen IT, Medien, Werbung und PR sowie aus dem technischen Bereich stammen: Experten prognostizieren Twitter für die Zukunft hohe Zuwachsraten. Schon heute setzen auch große Firmen wie der Versandhausriese Otto oder die Deutsche Bahn Twitter für das Rekrutieren von Kandidaten ein.

Personalmarketing via Twitter

Dabei beschreiten manche Unternehmen sogar ungewöhnliche Wege – wie z.B. alma mater, eine Personalvermittlung und Karriereberatung für Akademiker: Johannes Lenz, der für Online-Redaktion und -Marketing zuständig ist, twittert hier unter dem Namen des Firmen-Maskottchens AlmaMeise Informationen rund um die Jobsuche und gibt so charmante Einblicke in die Arbeit der Personalberatung. In einem Extra-Account finden Follower dann aktuelle Stellenangebote.

Denn Twitter ist für Personalfachleute viel mehr als ein praktisches Tool: „Unternehmen zeigen mit ihrem Engagement auf Twitter, dass sie innovativ sind, um gerade für die gut ausgebildeten Fachkräfte interessant zu sein“, erklärt Thorsten zur Jacobsmühlen, Berater für Personalmarketing-Strategien. Genauso wie Unternehmen sollten aber auch Bewerber ihr Image bei Twitter stets im Auge haben. Es sei wichtig, seine Aktivitäten immer auch aus dem Blickwinkel eines potentiellen Arbeitgebers zu betrachten, wie zu Jacobsmühlen erklärt: „Es nutzt der schönste Kontakt nichts, wenn man seinen eigenen Account für Belanglosigkeiten oder gar Firmenklatsch nutzt. So etwas schreckt jeden Personaler ab.“

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