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Studie zur Online-Nutzung in Deutschland: Einsame Cowboys in den Weiten des Internets


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Viele Online-Nutzer in Deutschland sind offenbar Solo-Sucher: Das zeigt eine Studie unter mehr als 2.500 Personen zum Suchen und Finden in Deutschland. Durchgeführt wurde dieses Best Match Survey 2009 von Scout24 und dem Marktforschungsinstitut Innofact.

Fast 80% der Befragten holen während der Suche nach einer Immobilie, einem Auto, Job, Partner oder einer Geldanlage und Versicherung keinerlei Rat ein. Rund die Hälfte trifft sogar die finale Entscheidung allein.

Solo-Entscheidungen rächen sich

Die Ergebnisse zeigen aber auch: Eine Solo-Suche rächt sich. Allein-Entscheider sind unzufriedener mit dem Gefundenen als jene, die vorher andere um Rat gefragt haben. Oder umgekehrt: Wer sich beraten lässt, ist mit der Suche zufriedener (91,4%) als Finder, die allein auf die Suche gehen (85,8%). Also: Öfter mal fragen „Was meinst Du dazu?“.

Ich frage mich, ob das damit zusammenhängt, dass solche Solo-Entscheidungen unüberlegter getroffen werden und man dann hinterher mit sich alleine hadern muss, wenn die Entscheidung falsch war. Wer hingegen mit anderen entschieden hat, hat erstens ausgiebig über die Sache kommuniziert, allein das lässt ihn schon unter dem Gesichtspunkt „Mensch als Soziales Wesen“ zufriedener sein. Und er kann auch die Verantwortung mit anderen Teilen. Kein Wunder also…

Zweite Meinung: Das private Umfeld zählt!

Wenn doch eine zweite Meinung eingeholt wird, dann besonders häufig im persönlichen Umfeld. Eltern und Verwandte haben beim Immobilien- und Autokauf den größten Einfluss – 41,1% bzw. 37,5% der Internetsucher fragen in diesen Fällen um Rat. Bei der Partnerwahl zählt die Meinung von Freunden und Bekannten mit 65,6% deutlich mehr als die von Angehörigen (13,1%). Nur wenige Internetnutzer legen Wert auf die Ansicht von Kollegen. Sie haben je nach Bereich lediglich einen Einfluss von 3 bis 5% und werden bei der Partnerwahl gar nicht gefragt. Logisch eigentlich, wäre ja seltsam, wenn es anders wäre!

Die meisten befragten Internetnutzer bleiben bei der Suche zwar gern für sich, doch vor der finalen Entscheidung für einen Fund wollen sie auf Nummer sicher gehen: Jeder zweite holt die Meinung anderer ein, bevor er sich festlegt. Die (Ehe-)Partner haben beim „letzten Wort“ mit Abstand am meisten mitzureden: Bei Immobilien und Autos haben sie bei rund der Hälfte der Befragten Einfluss auf die Entscheidung (jeweils 49,8%); bei Versicherung und Job sind es jeweils rund 25%.

Über den Best Mach Survey 2009

Insgesamt mehr als 2.500 Personen im Alter ab 18 Jahren hat Innofact bundesweit zu ihren Bedürfnissen, Wünschen und ihrem Suchverhalten befragt. Der Fokus lag auf den wichtigen Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, Job, Partnerschaft und Finanzen. Im Mittelpunkt standen die Aspekte Motivation, Dauer der und Vorgehen bei der Suche, Such- und Fundorte sowie Meinungen und Bewertungen zu detaillierten Themen rund um den jeweiligen Such- und Entscheidungsprozess.

Für die Studie hat das Marktforschungsunternehmen zwei getrennte Befragungen durchgeführt: Per repräsentativer Telefonumfrage wurde die deutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahre befragt. Zusätzlich wurden regelmäßige Internetnutzer über ihre Such- und Findegewohnheiten online interviewt. Die demografische Aufteilung beider Stichproben entspricht der deutschen Bevölkerung. Durchgeführt wurde die Gesamterhebung von Mitte April bis Ende Mai 2009.

Mehr Informationen zum Best Match Survey: http://www.best-match-survey.de


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Viele Online-Nutzer in Deutschland sind offenbar Solo-Sucher: Das zeigt eine Studie unter mehr als 2.500 Personen zum Suchen und Finden in Deutschland. Durchgeführt wurde dieses Best Match Survey 2009 von Scout24 und dem Marktforschungsinstitut Innofact.

Fast 80% der Befragten holen während der Suche nach einer Immobilie, einem Auto, Job, Partner oder einer Geldanlage und Versicherung keinerlei Rat ein. Rund die Hälfte trifft sogar die finale Entscheidung allein.

Solo-Entscheidungen rächen sich

Die Ergebnisse zeigen aber auch: Eine Solo-Suche rächt sich. Allein-Entscheider sind unzufriedener mit dem Gefundenen als jene, die vorher andere um Rat gefragt haben. Oder umgekehrt: Wer sich beraten lässt, ist mit der Suche zufriedener (91,4%) als Finder, die allein auf die Suche gehen (85,8%). Also: Öfter mal fragen „Was meinst Du dazu?“.

Ich frage mich, ob das damit zusammenhängt, dass solche Solo-Entscheidungen unüberlegter getroffen werden und man dann hinterher mit sich alleine hadern muss, wenn die Entscheidung falsch war. Wer hingegen mit anderen entschieden hat, hat erstens ausgiebig über die Sache kommuniziert, allein das lässt ihn schon unter dem Gesichtspunkt „Mensch als Soziales Wesen“ zufriedener sein. Und er kann auch die Verantwortung mit anderen Teilen. Kein Wunder also…

Zweite Meinung: Das private Umfeld zählt!

Wenn doch eine zweite Meinung eingeholt wird, dann besonders häufig im persönlichen Umfeld. Eltern und Verwandte haben beim Immobilien- und Autokauf den größten Einfluss – 41,1% bzw. 37,5% der Internetsucher fragen in diesen Fällen um Rat. Bei der Partnerwahl zählt die Meinung von Freunden und Bekannten mit 65,6% deutlich mehr als die von Angehörigen (13,1%). Nur wenige Internetnutzer legen Wert auf die Ansicht von Kollegen. Sie haben je nach Bereich lediglich einen Einfluss von 3 bis 5% und werden bei der Partnerwahl gar nicht gefragt. Logisch eigentlich, wäre ja seltsam, wenn es anders wäre!

Die meisten befragten Internetnutzer bleiben bei der Suche zwar gern für sich, doch vor der finalen Entscheidung für einen Fund wollen sie auf Nummer sicher gehen: Jeder zweite holt die Meinung anderer ein, bevor er sich festlegt. Die (Ehe-)Partner haben beim „letzten Wort“ mit Abstand am meisten mitzureden: Bei Immobilien und Autos haben sie bei rund der Hälfte der Befragten Einfluss auf die Entscheidung (jeweils 49,8%); bei Versicherung und Job sind es jeweils rund 25%.

Über den Best Mach Survey 2009

Insgesamt mehr als 2.500 Personen im Alter ab 18 Jahren hat Innofact bundesweit zu ihren Bedürfnissen, Wünschen und ihrem Suchverhalten befragt. Der Fokus lag auf den wichtigen Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, Job, Partnerschaft und Finanzen. Im Mittelpunkt standen die Aspekte Motivation, Dauer der und Vorgehen bei der Suche, Such- und Fundorte sowie Meinungen und Bewertungen zu detaillierten Themen rund um den jeweiligen Such- und Entscheidungsprozess.

Für die Studie hat das Marktforschungsunternehmen zwei getrennte Befragungen durchgeführt: Per repräsentativer Telefonumfrage wurde die deutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahre befragt. Zusätzlich wurden regelmäßige Internetnutzer über ihre Such- und Findegewohnheiten online interviewt. Die demografische Aufteilung beider Stichproben entspricht der deutschen Bevölkerung. Durchgeführt wurde die Gesamterhebung von Mitte April bis Ende Mai 2009.

Mehr Informationen zum Best Match Survey: http://www.best-match-survey.de

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