Vorsicht bei Perfektionismus – Teil 9: Schwätzer haben die besseren Karten! | Best of HR - B E R U F E B I L D E R
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Vorsicht bei Perfektionismus – Teil 9: Schwätzer haben die besseren Karten!



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Doch selbst wenn es Perfektionisten gelingt, ihren Aufgabenberg akribisch abzutragen: Eine Studie vom IBM zeigt, dass es darauf gar nicht ankommt. Nur zu zehn Prozent hängt der Erfolg überhaupt von der Leistung ab. Stärker wiegt das Image, das jemand hat, nämlich 30 Prozent.


Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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60% Erfolg durch Bekanntheit

Und ganze 60 Prozent werden durch den Bekanntheitsgrad im Unternehmen bestimmt. Fleißarbeiter, die von früh bis spät still in Ihrem Kämmerlein von sich hinwerkeln, haben daher schlechte Karten, denn niemand sieht, wie sie schuften.

Der Chef, der erst um 9 Uhr kommt, merkt gar nicht, dass man schon um 7 Uhr da war, um das Projektkonzept pünktlich fertig zu bekommen . Er übersieht, dass man keine Mittagspause macht, weil man noch die E-Mail-Liste durcharbeiten muss. Und wenn er um 18 Uhr geht, bekommt er auch nicht mehr mit, wie sich der Perfektionist die Nacht um die Ohren schlägt, weil er noch die Akten bearbeitet.

Tue gutes und rede drüber

Wie wichtig positive Selbstdarstellung in Unternehmen ist, erkennen Perfektionisten häufig erst, wenn Kollegen auf der Karriereleiter an ihnen vorbeiziehen und sie selbst beruflich ins Hintertreffen geraten.

Denn während andere kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn es darum geht, ihre guten Leistungen in Szene zu setzen, schweigen viele Perfektionisten brav, weil ihnen diese Form der Selbstdarstellung unangebracht erscheint.

Arbeiten am Leistungslimit ist eher schädlich

Statt dessen arbeiten sie stets am Leistungslimit und hoffen, dass die anderen von selbst ihren Einsatz und ihr Talent bemerken. Insgeheim aber träumen sie oft Stillen davon, etwas wirklich Großes zu vollbringen, das alle anderen überrascht und in den Schatten stellt.

Doch es passiert eher selten, dass der erhöhte Einsatz auch wahrgenommen wird, denn die Leistung gilt für die meisten Chefs als Selbstverständlichkeit.

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