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Weniger statt gar nichts mehr arbeiten: Null Bock auf Job muss nicht sein


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Alex Braig und Ulrich Renz beschreiben in ihrem Buch „Die Kunst, weniger zu arbeiten“ sehr schön, wie sich selbst ihren anfänglichen Traumjob (Verleger, Musiker bzw. Arzt), selbst kaputt gemacht haben. Als Ausweg sehen Sie dann nur eines: Ganz Aussteigen. Und plädieren dann für ein Leben ohne arbeit. Schön, wer sich’s leisten kann. Ich habe mich beim Lesen allerdings gefragt: Und was kommt, wenn ihnen das keinen Spaß mehr macht?

Jochen Mai ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen: Die nicht gerade selten anzutreffende Haltung „Problem im Job – ich hab keinen Bock mehr und schmeisse alles hin.“ Dabei haben sich die meisten von uns ihren Job doch mal aus freien Stücken ausgesucht und grade als Selbständiger ist man mit einigem Idealismus gestartet.

Vorrangig betrifft dieses Problem wahrscheinlich Leute, für die der Job mehr ist als nur Einkommensquelle. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Plötzlich hat man Phasen, in denen man sich fragt, warum man sich den ganzen Stress eigentlich antut.

Ausstieg aus dem Traumjob

Alex Braig und Ulrich Renz haben diesen Prozess sogar in einem Buch beschrieben: in „Die Kunst, weniger zu arbeiten“ schildern sie sehr schön, wie sich selbst ihren anfänglichen Traumjob (Verleger, Musiker bzw. Arzt), selbst kaputt gemacht haben.

Als Ausweg sehen Sie dann nur eines: Ganz Aussteigen. Und plädieren dann für ein Leben ohne arbeit. Schön, wer sich’s leisten kann. Ich habe mich beim Lesen allerdings gefragt: Und was kommt, wenn ihnen das keinen Spaß mehr macht?

Nachdenken statt hinschmeissen

Auch hier wäre das vernünftige Nachdenken, für das Jochen Mai plädiert, sicher sehr sinnvoll gewesen. Aber: Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Denn Menschen, die Hinschmeißen, haben sich oft zu lange zu viel hat gefallen lassen oder sich einfach überarbeitet (siehe Buch). Und nicht bemerkt hat, dass es einem schon längst reicht. Und irgendwann ist das Maß voll und dann gibt es eine Kurzschlussreaktion. Peng. Und dann ist essig mit vernünftig nachdenken, die positiven Aspekte sieht man dann gar nicht mehr.

Darum scheint hinschmeißen dann doch erstmal einfacher als vernünftig nachzudenken. Doch das kann es ja nicht sein. M.E. ist es auch wichtig, dass man sich vorher selbst beobachtet und die „Zeichen“ erkennt und langsam etwas ändert – bevor es zu spät ist.

Geschrieben von:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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