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Assessment-Center bei der Jobsuche: Methode auf dem Prüfstand


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Top-Unterlagen, ein Spitzeneindruck im Vorstellungsgespräch und die Tatsache, dass die eigenen Qualifikationen haargenau auf den Job passen, reichen gerade in Krisenzeigen nicht aus, um eine Stelle auch zu bekommen: Viele Unternehmen wollen auch genau wissen, wen sie da einstellen und testen die Bewerber ausgiebig im Assessment-Center. Das kann ins Auge gehen, wenn man nicht richtig vorbereitet ist.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Wie sinnvoll sind Assessment-Center?

Assessment Center dienen dazu, Bewerber auf Herz und Nieren zu prüfen, um so ihre Tauglichkeit für den Job festzustellen. Das machen die Unternehmen, indem sie die Job-Aspiranten besonders stressigen Gruppensituationen aussetzen, ihnen Aufgaben stellen – und ihr Verhalten mit geschulten genau beobachten.

Dabei geht es weder um die fachlichen Fähigkeiten noch um den Wissenstand: Unternehmen wollen vor allem herausfinden, wer in die jeweilige Unternehmenskultur passt und wer nicht. Bewerber sollen dazu ihre soziale Kompetenz, ihr Kommunikationsvermögen, ihre Teamfähigkeit und ihr Führungsverhalten unter Beweis stellen.

Es gibt kein standartisiertes Verfahren

Das Assessment-Center ist kein standardisiertes Verfahren, das in jeder Firma gleich ablaufen würde, denn jedes Unternehmen legt auf andere Aspekte wert. Daher ist es auch so schwer, sich darauf vorzubereiten. Dennoch ist es sinnvoll, die wichtigsten Punkte zu kennen und einige Abläufe bereits vorab zu üben – zum Beispiel in speziellen Trainingsseminaren, die helfen, das eigene Verhalten in der Gruppe zu optimieren:

Denn in der Regel beginnt ein Assessment Center mit der Vorstellung des jeweiligen Unternehmens. Wer hier gut zuhört, kann herausfinden worauf das Unternehmen besonderen Wert legt und welche Funktionen die Beobachter des Assessment-Centers haben. Dann folgt meist die Vorstellungsrunde, in der jeder Bewerber nur wenige Minuten Zeit, das Wichtigste über sich zu vermitteln.

Kurz & prägnant vermitteln, warum man der Richtige ist

Dabei geht es aber weniger darum, seine Hoffnungen für die eigene berufliche Zukunft zu offenbaren, sondern kurz aber prägnant zu vermitteln, warum man absolut passend für diesen Job ist. Der Zuhörer soll neugierig werden und man sollte sich positiv darstellen. Negativformulierungen und Selbstkrititk sind daher völlig unangebracht. Übertreibungen und Schauspielerei allerdings auch.

Ein wichtiger Bestandteil eines Assessment-Centers ist auch die Gruppendiskussion zu einem Thema. Denn dabei befinden sich die Jobaspiranten in direkter Konkurrenz zueinander. Sitzt man schweigend dabei oder hört man aufmerksam zu und leistet sinnvolle Beiträge? Oder reißt man ständig das Wort an sich und redet die anderen Diskutanten in Grund und Boden? Wer hat die besseren, stichhaltigen Argumente? Und wer kann gut moderieren?

Präsentationsaufgaben & Rollenspiele

Genau so klassisch wie gefürchtet sind Präsentationsaufgaben oder Rollenspiele, die eine besonders stressige Situation im Berufsalltag simulieren sollen: Gerne genommen wird hier die Postkorbübung, bei der die Bewerber Schriftstücke bearbeiten müssen, dabei aber immer wieder gestört werden, oder Gespräche zwischen Chefs und Mitarbeitern.

Am Ende eines Assessment-Centers steht das Rückmeldegespräch, bei dem bewertet wird, welchen Eindruck der Bewerber hinterlassen hat. Falls es mit dem Job nicht klappt, sollte man das Feedback zur Vorbereitung auf weitere Assessment-Center sehen nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Denn wer auf die Kritik beleidigt reagiert, verspielt die Chance, es das nächste mal besser zu machen. Meinen vollständigen Beitrag und was Sie tun können, um sich richtig vorzubereiten finden Sie hier:

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