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Gesetzliche Krankenkasse: Wahltarife



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Seit April 2007 haben Krankenkasse hat denjenigen Versicherten, die an einer besonderen Versorgungsform teilnehmen, einen speziellen Wahltarif anzubieten. Diese können sich freiwillig für einen solchen Tarif entscheiden.


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Wer kann einen Wahltarif wählen?

Versicherte, für die die Krankenversicherungsbeiträge vollständig von Dritten getragen werden (zum Beispiel Bezieher von Arbeitslosengeld I und II) können nur diese Wahltarife wählen! Die Krankenkasse kann in diesen Wahltarifen festlegen, dass die Versicherten entweder eine Prämienzahlung oder Zuzahlungsermäßigungen für die Teilnahme erhalten.

Eine gesetzliche Mindestbindungsfrist für solche Tarife ist nicht vorgesehen.Wenn Sie bislang noch nichts von einem solchen Tarif bei Ihrer Versicherung gehört haben: Fragen Sie nach. Die Versicherungen müssen dieses Tarife anbieten.

Für folgend Versorgungsformen gibt es Wahltarife

Integrierte Versorgung: Ob Bandscheibenerkrankung, Hüftgelenk-Operation oder Depressionen – für eine Vielzahl von Krankheiten gibt es mittlerweile integrierte Versorgungsangebote, bei denen ärztliche und nichtärztliche Leistungserbringer eng zusammenarbeiten. Mehrfachuntersuchungen können so vermieden, die Behandlung der Patientinnen und Patienten kann verbessert werden.

Verstärkt werden jetzt auch flächendeckende Angebote für weit verbreitete Volkskrankheiten entwickelt. Das spart zudem Kosten, was den teilnehmenden Versicherten nun in Form eines besonderen Wahltarifes zu Gute kommt. Dazu gehören:

  • besondere ambulante ärztliche Versorgung:Hier halten Krankenkassen und Ärzte zum Beispiel spezifische Angebote für ein bestimmtes Krankheitsbild oder für die medizinische Versorgung einer Region bereit.
  • strukturierte Behandlungsprogramme bei chronischen Krankheiten (DMP): Für chronisch Kranke ist eine kontinuierliche, gut abgestimmte Behandlung besonders wichtig. Dank so genannter strukturierter Behandlungsprogramme (Disease Management Programme, DMP) kann die medizinische Versorgung hier inzwischen nachhaltig verbessert werden. Ob für Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Brustkrebs: Millionen Versicherte profitieren inzwischen bundesweit von den Programmen. Für Patientinnen und Patienten, die an diesen Programmen – mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, hochwertigen medizinischen Leistungen und Schulungsprogrammen – teilnehmen, müssen die Kassen seit April 2007 einen speziellen Wahltarif bereithalten.
  • Modellvorhaben: Einige Kassen bieten ihren Versicherten in so genannten Modellvorhaben spezielle Behandlungen an, zum Beispiel Körperakupunktur zur Behandlung von chronischen Schmerzen. Versicherte, die sich daran beteiligen, haben Anspruch auf einen spezifischen Wahltarif.
  • hausarztzentrierte Versorgung/Hausartztarif: Wer sich hier einschreibt und im Krankheitsfall immer zuerst zum Hausarzt geht, wird von Zuzahlungen oder Praxisgebühren befreit oder bekommt andere Boni. Die Teilnahme an den Hausarztmodellen ist für Versicherte und Ärzte freiwillig.
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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Simone Janson

    Hallo Karsten,
    danke für den Link auf den Beitrag. Ja, das liegt vermutlich daran, dass vielen Leuten diese Wahltarife zu kompliziert sind.

  2. Die Wahltarife (Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung) sind leider kein Erfolgsmodell, da nur ein geringer Teil der Bevölkerung an ihnen teilnimmt :o( siehe:

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