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Der innere Schweinehund: Typische Sparhindernisse



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Wenn sparen so einfach wäre, hätte ich mein Vorhaben, sparsamer mit meinem Geld umzugehen, wahrscheinlich schon viel früher und ohne Planung in die Tat umgesetzt. Wahrscheinlich kennen Sie das jedoch auch: Fast immer gibt es Faktoren, die einen in irgendeiner Weise am Sparen hindern. Vielleicht ist man zu genervt, um etwas Neues auszuprobieren. Oder man hat keine Lust zu organisieren. Oder die Freunde und Bekannten ziehen nicht mit …


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Ohne Eigeninitiative geht es nicht

Das habe ich gemerkt, als ich einen regelmäßigen Lauftreff organisieren wollte. Gefunden hatte ich Laufpartner über das Regionalforum von http://www.xing.com (eigentlich ein Businessforum, aber man kann sich hier über alle möglichen Themen austauschen. Neuerdings erfreut sich auch http://www.facebook.de steigender Beliebtheit).

Apropos…

Sportpartner kann man aber auch über Sportcommunities wie http://www.sportalis.de finden. Und ein Aushang im Supermarkt oder eine Anzeige in der örtlichen Zeitung erfüllen auch ihren Zweck.

Wir hatten einen regelmäßigen Termin vereinbart. Und dann ging drei Tage vorher die „Mailerei“ los: Der eine konnte gar nicht, der andere nur etwas später, „kann überhaupt jemand?“, „wir treffen uns mal woanders“ usw. Ich merkte schnell : Weil ich die Idee hatte, blieb auch die Organisation an mir hängen. Und wenn ich nicht jede Woche brav wieder gemailt hätte, wäre die Sache bald eingeschlafen. Doch allmählich ist daraus eine liebe Gewohnheit geworden.

Gruppenzwang

Man muss den Gruppenzwang überwinden: Viele gestehen nicht gerne ein, dass sie sich etwas nicht leisten können oder wollen. Als ich zum Beispiel auf die Idee kam, im Sommer Picknicks zu veranstalten, weil das doch ein wenig günstiger sei als der Besuch im Biergarten, wurde ich irritiert angeguckt. Ich habe dann die Argumentation geändert, die preiswerte Freizeitalternative statt dessen als neuen Trend und besonders geniale Idee verkauft – und plötzlich waren alle begeistert

In der Freizeit solche Managementqualitäten zu entwickeln, statt vor dem Fernseher zu sitzen, zahlt sich aus: Es fördert Kreativität, Entscheidungsfreude, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und das Selbstbewusstsein, selbst etwas auf die Beine gestellt zu haben. Und abgesehen davon, dass diese Eigenschaften auch im Berufsleben von Vorteil sind, stellt sich nach einiger Hartnäckigkeit meist der Erfolg ein. Also heißt es, Geduld aufzubringen.

Der „innere Schweinhund“

Doch wo liegt der „innere Schweinehund“ denn eigentlich genau begraben? Was genau hindert mich daran, einfach weniger Geld auszugeben? Warum fällt mir Sparen so schwer? Das wollte ich noch einmal ausführlich und schriftlich analysieren. Zu diesem Zweck schaute ich mir nochmals mein Prioritätenfenster genau an: Warum hatte ich bisher so lange an den Tätigkeiten in Feld D festgehalten, die zwar wenig Freude machen, aber teuer sind? Gerade diese D-Aktivitäten sind ein guter Indikator dafür, wo die Sparhindernisse tatsächlich liegen.

Ich merkte, dass ein wichtiges Sparhindernis bei mir darin lag, dass ich mich sehr an anderen orientierte. Und überlegte, aus welchen Gründen es mir noch so schwer fiel zu sparen. Am Ende erstellte ich eine Liste meiner persönlichen Sparhindernisse, die mir übersichtlich zeigte, warum mir das Sparen so viel Mühe machte. Ich beließ es jedoch nicht bei einer puren Auflistung, sondern notierte daneben auch gleich die mögliche Lösung. Das war wichtig, denn ich wollte mich ja nicht nur kritisieren, sondern produktiv etwas verändern! Meine Liste sah am Ende so aus:

Checkliste: meine persönlichen Sparhindernisse

Persönliche SparhindernisseDas kann ich dagegen tun
Überangebot an MöglichkeitenIch setze Prioritäten und finde heraus (Eisenhowerprinzip), was mir wirklich wichtig ist und worauf ich verzichten kann.
Vorbildfunktion von Freunden und BekanntenIch mache mir klar, dass ich bestimmte Dinge nur tue, weil Freunde und Bekannte mir das vorleben.
Andere nicht von der Notwendigkeit des Sparens überzeugen könnenIch verkaufe meine alternative Ideen anders: Ich sage nicht „wir müssen sparen“ sondern „ich habe eine neue, originelle Idee.“
Freunde und Familie freuen sich über die Ideen, aber die Umsetzung hakt.Auch andere sind bequem. Ich muss andere Leute nicht nur von alternativen Ideen überzeugen, sondern auch für die Umsetzung sorgen. Und das bedeutet in der Regel, dass ich selbst etwas organisieren muss – die anderen ziehen dann meist mit.
Ich gebe Geld aus, um soziale Kontakte zu bekommen und zu erhaltenZu Hause herum zu sitzen, weil man zu wenig Geld hat, um neue Leute zu treffen, muss nicht sein: Ich suche in Internetportalen, per Anzeige oder Aushang gezielt nach Kontakten mit gleichen Interessen.
Ich verliere Geld durch Sparfallen, z. B. LockangeboteIch gehe in den 1-Euro-Shop, weil es so schön billig ist und hinterher haben ich doch viel zu viel Geld ausgegeben. Deshalb: Nicht von den angeblich niedrigen Preisen verführen lassen, nur das kaufen, was ich wirklich brauche.
BequemlichkeitIch raffe mich einfach mal auf. Es lohnt sich!
Angst, etwas anders zu machenWas kann passieren? Wenn ich einfach mal etwas Neues wage, werde ich überrascht feststellen: Es läuft viel besser als gedacht!
Mangel an neuen IdeenIch nutze Kreativitätstechniken, um auf neue Ideen zu kommen.
berufebilder

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