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Kundenmeinungen in Foren: Objektiv oder geschickte Produktwerbung?



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Top500 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, dpa) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.

Wie bereits beschrieben, kann Web 2.0 einige unliebsame Nebenwirkungen haben.  Eine davon ist bereits eingetreten: Traditionelles Marketing ist immer mehr auf dem Rückzug. 


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Revolution in den Köpfen

Denn Web 2.0 hat im Punkto Marketing eine Revolution in den Köpfen der potentiellen Käufer ausgelöst: Die Käufer haben sich emanzipiert. Sie haben sich vernetzt und sind damit zunehmend unabhängiger von der Werbemaschinerie der Verkäufer.

Denn: Wer etwas verkaufen will, muss nicht mehr nur einfach der Werbung vertrauen oder vielleicht auf den nächsten Produkttest der Stiftung Warentest warten. Nein, wer etwas kaufen will, sucht im Web 2.0 in den zahlreichen Produkttest-Foren oder auf einschlägigen Blogs nach der Meinung der anderen User oder tut seine eigene Meinung anderen kund.  Und zwar aus Freude am Geben.

Korruptionsversuche im Netz

Diese Freude am Geben versuchen einige Firmen bereits zu korumpieren – indem sie für Kundenmeinungen Geld zahlen – Crowdsourcing, praktisch eine neue Art von Outsourcing. Doch dabei gibt es Probleme, denn das Kapital eines unabhängigen Bloggers oder neutralen Produktesters ist ja gerade das – seine Unabhängigkeit. Und so passiert folgendes:

Marketingakteure, die an die Communities andocken wollten, bekamen das schon mehr als einmal bitter zu spüren. Schlichte Ansätze mit dem Ziel, attraktive Zielgruppen zu ködern, sind vor diesem Hintergrund zum Scheitern verurteilt, da das Alleinstellungsmerkmal und das soziale Kapital der Blogger gerade ihre Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit ist. Das Konzept des bezahlten Bloggens wird als Bedrohung für die Glaubwürdigkeit der virtuellen Graswurzelbewegung verstanden und deshalb mit Skepsis betrachtet – der Blogger riskiert schlichtweg die Abwanderung seiner Leserschaft. (Quelle)

Geduld bitte!

Was also müssen Marketingfirmen tun, die das Web 2.0 für Ihre Zwecke nutzen wollen?  Zunächst einmal: Geduld haben. Denn die Gesetze des Web 2.0 lassen sich nicht schemenhaft anwenden und schon gar nicht auf alle und jede Situation übertragen.

Und dann: Marketing in Maßen. Denn sonst pervertiert sich das Web 2.0-Markting selbst. Und schließlich dabei immer im Kopf behalten: Web 2.0. Marketing funktioniert vor allem über Vertrauen.

berufebilder

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