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10 Tipps zum Umgang mit Kritik: Eine Sache der Einstellung


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Sie kennen das: Den ganzen Tag abgerackert, extra Überstunden gemacht – und der Chef, Kollege oder Mitarbeiter findet doch noch Fehler. Und jetzt?

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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Kritik ist eine Frage der Sichtweise

Ausflippen ist keine gute Lösung, auch wenn Sie am liebsten sofort aus der Haut fahren würden. Besser ist es da, ruhig bleiben, auch wenn das leichter gesagt als gedacht ist.

Denn die Wirkung der Kritik hängt ganz alleine von Ihnen ab. Ehrlich. Denn es ist allein eine Frage der persönlichen Einstellung. Und Sie haben zwei Möglichkeiten, zu reagieren:

  1. Sie sind schwer beleidigt, regen sich auf, ärgern sich, verbringen vielleicht sogar schlaflose Nächte und nehmen die Kritik schwer.
  2. Oder Sie versuchen die Sache aus der Perspektive des Kritikers zu sehen, indem sie sich klar machen, warum er so reagiert – und dass die Schärfe der Reaktion vielleicht gar nichts mit Ihnen zu tun hat.

Kritik mit Potential

So eine Kritik hat jedenfalls viel Potential, vorausgesetzt, man steckt nicht beleidigt den Kopf in den Sand. Denn das negative Feedback von Kollegen und Chefs zeigt einem, wo man noch etwas verbessern kann – und das ist immer gut.

„Wer mir schmeichelt ist mein Feind, wer mich tadelt mein Lehrer“, heißt es zu Recht in einem chinesischen Sprichwort. Denn sachlich betrachtet ist Kritik nichts anderes als ein Hinweis auf Missstände, auf Fehler oder falsche Entscheidungen.

Viele Köpfe denken mehr als einer

Und das hat seinen Sinn: Niemand kann in einem Unternehmen schließlich die ganze Tragweite eines Problems erfassen oder wirklich bei allen Entscheidungen abschätzen, welche Auswirkungen diese haben wird. Wir merken also gar nicht immer, wenn wir etwas falsch machen.

Daher ist es wichtig, das uns jemand darauf aufmerksam macht, dass etwas schief läuft. Kritik ist also vor allem eine wertvolle Information, mit deren Hilfe Korrekturen und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Traurig aber wahr: Wer immer nur Lob hört, wird nichts besser machen, sondern auf Dauer eher noch weniger Leistung bringen.

Achtung unsachliche Kritik

Doch nicht immer ist Kritik sachlich, oft genug wird sie im Berufsalltag auch als Machtmittel eingesetzt. Denn Vorgesetzte, die kritisieren, erwarten häufig, dass man ihre Kritik widerspruchslos akzeptiert und zeigen damit gleichzeitig, dass sie das Sagen haben. Umgekehrt tun sich viele Chefs allerdings schwer, die Verbesserungsvorschläge ihrer Angestellten zu akzeptieren.

Und auch Kollegen kritisieren einander oft genug nicht in der heeren Absicht, sich zu helfen, sondern verfolgen genau gegenteilige Ziele: Da wird die eigentlich sachliche Kritik benutzt, um den anderen indirekt zu beleidigen. Wenn etwa gesagt wird: „Hier ist ein Fehler. Geben Sie sich doch etwas mehr Mühe…“ heißt das indirekt, dass sich der Kritisierte zu wenig bemüht hat. Oder es werden einzelne Kritikpunkte verallgemeinert, um die ganze Person abzuwerten, zum Beispiel: „Sie machen immer solche Fehler…“

Optimaler Umgang mit Kritik

Wichtig ist es daher, mit Kritik richtig umzugehen. Das ist selbst bei sachlicher Kritik nicht immer einfach: Denn jeder hat schon bestimmte verletzende Erfahrungen gemacht. Wenn der Chef oder Kollege, der einen kritisiert, nun – ob absichtlich oder zufällig – diese wunden Punkte trifft, reagiert jeder empfindlich.

Oft genug wird Kritik einfach anstandslos akzeptiert, statt zu hinterfragen ob sie berechtigt ist oder nicht. Und viele Menschen nehmen beleidigende Kritik einfach hin, statt ihr mit einer Portion Schlagfertigkeit zu begegnen. Andererseits gibt es negatives Feedback, die wir ganz locker wegstecken, weil es uns emotional überhaupt nicht berührt. Häufig hängt es auch einfach von der Tagesform ab, ob man bei Kritik aus der Haut fährt oder cool bleibt.

10 Tipps zum Umgang mit Kritik

Ob Sie kritisiert werden oder nicht, können Sie nicht steuern – wohl aber, wie sie richtig mit Kritik umgehen und darauf reagieren. Dazu finden Sie hier zehn Tipps, wie Sie bei Kritik richtig reagieren.

  1. Nur keine Kritkvermeidungsstrategien! Versuchen Sie nicht, um jeden Preis Kritik zu vermeiden – das macht nur unzufrieden. Und es klappt zwar manchmal gut, wenn Sie sich unauffällig verhalten, aber Sie werden kritischen Äußerungen kaum immer aus dem Weg gehen können. Gehen Sie besser konstruktiv mit Kritik um.
  2. Nur nicht ausflippen! Wichtig: Ruhig bleiben. Leichter gesagt als getan: Natürlich möchte jeder gerne zurückblaffen, wenn er angegriffen wird. Aber wer erstmal tief durchatmet und ruhig überlegt, hat die besseren Karten.
  3. Was wurde gesagt? Manchmal fassen wir etwas als Kritik auf, das gar nicht so gemeint war. Fragen Sie sich daher zuerst: War das wirkliche eine Kritik? Was genau wurde gesagt? Welcher Wortlaut wurde verwendet? Oder interpretiere ich diese Aussage nur als Kritik?
  4. Hinterfragen Sie die Kritik: Ist die Kritik, über die Sie sich ärgern, überhaupt berechtigt? Wenn nicht, ist sie es nicht Wert, dass Sie sich darüber aufregen. Wenn die Kritik jedoch zu recht ausgesprochen wurde, sollten Sie ernsthaft überlegen, was Sie verbessern können.
  5. Wer kritisiert Sie eigentlich? Selbst wenn die Kritik berechtigt ist: Wer ist eigentlich Ihr Kritiker? Ist derjenige kompetent auf diesem Gebiet? Ist seine Meinung wichtig für Sie? Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass das nicht der Fall ist, müssen Sie seiner Aussage keine Beachtung schenken.
  6. Ist die Kritik hilfreich? Manche Kritik mag gut gemeint sein – hilfreich ist sie dennoch nicht. Wenn Sie ein Feedback wie „Sie können das einfach nicht“ bekommen, wissen Sie nicht, was Sie besser machen können. Bitten Sie Ihr Gegenüber also sachlich, etwas mehr ins Detail zu gehen: Was genau können Sie nicht, wo sieht der andere noch Verbesserungsmöglichkeiten?
  7. Ignorieren Sie Kritik bewusst: Auch wenn Sie sich ärgern und glauben, Sie müssten auf einen Angriff reagieren: Ignorieren Sie ihn bewusst. Lassen Sie sich auf keine Diskussion ein – ganz bewusst: Verstehen Sie die Kritik absichtlich nicht. Ihr Gegenüber gerät dann in Erklärungszwang und die Kritik läuft ins Leere.
  8. Machen Sie den Kritker lächerlich: Gerade wenn Sie durch Kritik vor anderen bloßgestellt werden, sollten Sie schlagfertig reagieren, um Ihr Gesicht zu waren. Eine gute Methode: Machen Sie den Kritiker lächerlich: Übersteigern Sie seine Kritik ins Uferlose – damit haben Sie die Lacher auf Ihrer Seite: „Sie haben den Kunden schlecht beraten“ – „Ja, er benutzt jetzt eine Waschmaschine als Whirlpool“
  9. Drehen Sie den Spieß um: Wenn Sie jemand angreift, gibt er damit immer auch ein Stück von sich preis – die können Sie ihm vor Augen führen. Ihr Kollege meckert beispielsweise: „Mensch, ist Ihr Schreibtisch wieder unaufgeräumt.“ Sie geben schlagfertig zurück: „Sie scheinen auf Ordnung mehr Wert zu legen als auf gute Leistung.“
  10. Stehen Sie ganz zu sich: Kritik kann Sie kaum treffen, wenn Sie zustimmen – aber selbstbewusst und ohne Rechtfertigung: „Das sehen Sie richtig“, „Das haben Sie gut beobachtet“ „Daran werden Sie sich gewöhnen müssen“ oder „Danke für den Hinweis – das hat mir schonmal jemand gesagt.“

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