EnglishGerman

10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen



Voriger Teil Nächster Teil



Top100 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, Blogger-Relevanz-Index) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Eine Inspiration für die elegante Schlagfertigkeit sind die Mehrdeutigkeiten in unserer Sprache. Wer sich eine Aussage bildhaft vorstellen kann, ist dabei eindeutig im Vorteil.

fun


Hier schreibt für Sie:

 
  • peter_kensokPeter Kensok ist Peter Kensok ist Kommunikationstrainer, Coach und Psychotherapeut. 

Profil


Hier schreibt für Sie:

 

schaechtlePetra Schächtele-Philipp ist Schlagfertigkeitstrainerin & Rhetorikerin.

Profil


Best of HR - Berufebilder

Wanderbaustellen und ähnliche Mehrdeutigkeiten

Der Begriff ›Wanderbaustelle‹ in den Verkehrsnachrichten verführt zu Bildern mit Wanderschuhen und Rucksäcken. Von dort aus sind weitere Assoziationen möglich. Auch der Begriff ›Flugananas‹ löst bei den meisten Lesern zunächst einmal Bilder aus.

Mehrdeutigkeiten werden auch Ambiguitäten genannt. Sie werfen uns aus unseren Denkrinnen hinaus, machen Spaß, lenken meist auf humorvolle Weise vom Ernst der Lage ab und helfen uns nach einem Lächeln wieder auf die Sachebene zurück. So ist von dem Komiker Heinz Erhardt (1909–1979) der Spruch überliefert:

»Steh nicht so Cognac, äh, Rum, nein rum.«

Was wir hören, entscheiden wir selbst

Merke: Was wir bei einem Angriff hören, darüber entscheiden wir grundsätzlich selbst. Wir können uns angegriffen fühlen oder aber jeder Situation aus einer inneren Distanz heraus etwas Komisches abgewinnen.

Vielleicht ist unser Gegenüber gerade nur schlecht darin, Komplimente zu machen und verfehlt deshalb den richtigen Ton. Dann kann eine gute Antwort trotzdem sein: »Danke für das Kompliment. Dann bin ich ja ein echter Experte.« Befolgen Sie also eine alte rhetorische Regel und verstehen Sie nur das, was Sie verstehen wollen und was davon zu einer Entschärfung der Situation beiträgt: Der Empfänger bestimmt immer, was und wie er eine Botschaft annehmen mag.

Spaß an der Mehrdeutigkeit

Schauen Sie ab sofort die Mehrdeutigkeiten unsere Sprache genauer an – und haben Sie Spaß dabei.

  1. »Wie fanden Sie das Schnitzel?« – »Zufällig – unterm Salat.«
  2. »Wer einen Fehler findet, darf ihn behalten.«
  3. »Du bist eine falsche Schlange!« »Lieber eine falsche Schlange als eine echte.«

Die Werbung beispielsweise lebt davon, und manchmal finden Sie auch Beispiele in den Überschriften der Zeitung:

Motto des Schützenvereins: »Schießen lernen, Freunde treffen!«

Niedertracht ist kein Dirndl

Auch bei zusammengesetzten Substantiven verändern wir häufig den Bezug. Denken Sie nur an Hundekuchen und Erdbeerkuchen. Oder: Hellseher und Schwarzseher. Manche Wörter sind von vornherein mehrdeutig: Note, Geldschein, Ton, Zensur, persönliche Eigenart.

Sie werden schon bald Spaß daran haben, dass Niedertracht kein Dirndl aus Niederbayern ist, ja nicht einmal der Unterrock dazu. Neandertaler sind keine Währung, Pizzablitze schlagen selten ein, mit Spalt-Tabletten säen Sie keine Zwietracht. – Und es gibt keine alten Frauen, sondern nur solche, die etwas länger jung sind.

Wenn der Schuss nach hinten losgeht

Achten Sie bei Ihren Wortspielereien darauf, dass sie weder überholt noch gar zu dämlich sind, sonst geht der Schuss nach hinten los:

  1. »Wissen Sie, wo’s zum Bahnhof geht?« – »Ja.«
  2. »Wann fährt der Bus?« – »Ungefähr nachdem er angekommen ist.«

Mehrdeutigkeiten sind originell und immer noch lustig. Jedem Menschen ständig das Wort im Mund umzudrehen ist dagegen lästig.

Umdeuten

Sezieren Sie wie ein Chirurg Wort für Wort Angriffe oder Einwände, mit denen Sie es zu tun bekommen. Hören Sie genau hin, und forschen Sie nach einem mehrdeutigen Aspekt, der sich ganz bescheiden hinter dem Offensichtlichen verbirgt. Das gibt es meistens, denn jede Eigenschaft ist in irgendeinem Umfeld nützlich.

Manchmal wurde das passende Umfeld nur noch nicht entdeckt, und Sie könnten der Erste sein, dem das gelingt. Jedes Ding hat mindestens zwei Seiten: eine wissenschaftliche und eine vernünftige. Die dritte wäre nach Karl Valentin die Komische. Aber das haben Sie sich hoffentlich schon von weiter oben gemerkt.

Unangenehmes angenehm machen

Formulieren Sie unangenehme Fragen so, dass sie angenehm werden! Wird jemand beleidigend, nehmen Sie das beleidigende Wort auf und finden Sie etwas Positives daran. Ihr Gesprächspartner wird höchst erstaunt sein, wenn er merkt, dass er Ihnen gerade ungewollt ein Kompliment gemacht hat:

  1. »Nun werden Sie mal nicht weinerlich, Frau Schubert.«
  2. »Wenn Sie mir damit Einfühlungsvermögen und hohe soziale Kompetenz bestätigen, dann freue ich mich über Ihre Wertschätzung.«

Was kann das Gesagte noch bedeuten?

Hinzusetzen könnte Frau Schubert jetzt noch: »Auf den ersten Blick mag Einfühlungsvermögen überflüssig sein. Auf den zweiten sehen Sie besser, dass es Ihre Beziehung zu anderen Menschen stärkt.« – Doch dieser Nachsatz von Frau Schubert wäre gar nicht mehr nötig.

Fragen Sie sich also immer: Was bedeutet das Gesagte außer dem offensichtlich Gemeinten? Suchen Sie nach weiteren Deutungsmöglichkeiten zu den Aussagen

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Der Debatten-Monitor bündelt das Feedback von 2 Mio. Nutzern auf 100 Social-Media-Kanälen (Übersicht) zu unseren Beiträgen. Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

Feedback-Statistik:

  1. 978 Leser nach Google Analytics
  2. 23 mal Feedback insgesamt
  3. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  4. Allen Debatten folgen
  5. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)

Meistdiskutiert letzter Monat:

  1. KompetenzPartner
    KompetenzPartner

    10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen: Eine Inspiration für die el… (Beitrag via Twitter) JAdf77JEZU #Beruf #Bildung

  2. MVA GmbH
    MVA GmbH

    Tolle #Tipps #Schlagfertigkeit RT @Berufebilder: 10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen – (Beitrag via Twitter) ijljmj30Q0

  3. kanzlei-job
    kanzlei-job

    10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen: Eine Inspiration für die elegante Schlagfer… (Beitrag via Twitter) oFmw0NjTtf

  4. Simone Janson
    Simone Janson

    10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen – (Beitrag via Twitter) YKDx8ycysh

  5. Berufebilder
    Berufebilder

    10 Methoden für mehr Schlagfertigkeit – 7: Spaß mit Sprachspielen – (Beitrag via Twitter) UpwXBd6fFL

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.