Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung: Neue Berufsfelder entstehen, alte verändern sich. Da bietet es sich an, nach alternativen Bewerbungsformen zu suchen – gerade für Geisteswissenschaftler. Eine gute, alternative Bewerbungsform: Social Media!
Magazin
3 Vorträge von mir auf den Master and More Messen 2011:
Interview
Interview mit der Dozentin Diana Bridde zum Deutsch-Unterricht für Migranten:
“Das Repertoire an Übungs-Texten sollte dringend erweitert werden!”
Seit Thilo Sarrazin ist Migration ein heiß umstrittenes Thema in Deutschland. Doch während sich Politiker die Köpfe heiß reden, fehlt es an der Basis, im Deutschunterricht für Migranten, an vernünftigem Übungsmaterial. Diana Bridde, Dozentin für Deutsch als Fremdsprache, schreibt daher … Weiterlesen
Absolventen & Praktika
Serie – so funktioniert Jobsuche nicht:
Kuhhandel – viel wollen, das Falsche bieten!
Manche Bewerber erwarten zu viel, wollen ohne Kontakte den Traumjob. Daneben gibt es noch Bewerber, die nicht die richtigen Skills mitbringen. Ein Problem von Angebot und Nachfrage – wie auf jedem Markt oder Basar. Ein Handel! Genau das verstehen viele aber nicht.
Absolventen & Praktika
studienwahl.tv-Sendung vom November als Video mit mir:
Thema Berufseinstieg für Geisteswissenschaftler
Berufsbild
Übersetzung & Lokalisierung Lingo24:
Mit Online-Marketing vom Gästezimmer in die Vorstandsetage
Ich habe 2001 im Gästezimmer meines Elternhauses in Aberdeen, Schottland, mit Übersetzungen begonnen. Heute leite ich als Geschäftsführer das international Übersetzungsunternehmen Lingo24, das auf vier Kontinenten tätig ist.
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Berufsbild
Erasmus humanum est:
Wie finde ich als Geisteswissenschaftler eigentlich einen Job?
Am Anfang ist das Studium. Und dann kommt der Job. So glauben das jedenfalls alle Studenten. Alle Studenten? Nein, es gibt eine relativ große Gruppe an Studenten, die nicht von vornherein weiß, was sie mit ihrem Magister, Master oder Bachelor im Berufsleben anfangen kann.
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Absolventen & Praktika
Stipendien:
Fachwirt Online Marketing BVDW
Die Bewerbungsfrist für die Stipendien zum “Fachwirt Online Marketing BVDW” ist gestartet. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. schreibt bereits im dritten Jahr die Weiterbildungsinitiative zum berufsbegleitenden Studiengang aus. Bis zum 10. Februar 2010 können sich qualifizierte Nachwuchskräfte für das berufsbegleitende Studium an den Standorten Frankfurt, Köln, Hamburg und München bewerben.
Der achtmonatige Studiengang startet im März 2010 in Frankfurt, Köln, Hamburg und München. Das Stipendium zum “Fachwirt Online Marketing BVDW” beinhaltet die Übernahme der Studiengebühren für qualifizierte Berufsanfänger, die bereits erste Erfahrungen in der Online-Branche gesammelt haben. Interessierte Nachwuchskräfte können ihre Bewerbung ausschließlich online beim BVDW einreichen. Die besondere Eignung ist mit entsprechenden Unterlagen nachzuweisen.
Informationen zu Studienprogramm und Bewerbung
Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen zum BVDW-Stipendium sind unter www.akademie.bvdw.org zu finden. Der Vorlesungsplan zum Studiengang steht unter www.dda-online.de bereit. Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen sind per E-Mail an stipendien@bvdw.org einzureichen.
Berufsbild
Die etwas bessere Sklaverei:
Arbeitsbedingungen eines Honorarlehrers
Damit Sie sich ein besseres Bild von meinem Job machen können: Im Monat verdiene ich durchschnittlich 1538,125 brutto. Für eine Akademikerin ist das schon wenig, aber ich habe dann monatlich noch einige Abzüge.
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Berufsbild
Honorarlehrer:
Warum manche Akademiker unterhalb der Armutsgrenze verdienen
An einem ganz normalen Dienstagmorgen klingelt der Wecker von Susanne Hausner um 6.45 Uhr. Nach Hause kommt sie aber erst gegen 21 Uhr. Dennoch hat sie im Monat kaum mehr als 882,50 Euro für Miete und Lebensmittel übrig. Und das, obwohl sie ihr Studium der Politk und Anglistik mit hervorragenden Noten abgeschlossen hat.
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Absolventen & Praktika
Was können Geistes- und Sozialwissenschaftler tun, um einen Job zu finden?
Geistes- und Sozialwissenschaftler haben oft hochfliegende, idealistische Pläne, was ihre berufliche Zukunft angeht – und scheitern dann sehr schnell bei der Jobsuche an der Realität. Es empfiehlt sich daher, die Jobsuche ganz pragmatisch anzugehen. Klagen bringt nicht weiter, handeln ist angesagt. Wer also einen Job sucht, muss eine geforderte Gegenleistung erbringen, die den Bedürfnissen des Arbeitgebers entspricht. Und natürlich gilt: Je mehr Bewerber auf dem Markt sind, desto mehr Auswahl hat das Unternehmen. Das klingt banal und hart zugleich, hilft aber Absagen besser «wegzustecken». Denn wer sich die Beweggründe des Arbeitgebers vor Augen führt, merkt schnell, dass diese häufig nicht persönlich gemeint sind und nur aus Zeitnot so unfreundlich und standardisiert ausfallen.
Pluspunkt Arbeitserfahrung
Auch Arbeitserfahrung ist ein Pluspunkt bei der Bewerbung: Sie zeigt in der Regel, dass man in der Lage ist, seine Fähigkeiten in Unternehmen auch gewinnbringend umzusetzen. Dabei kann auch jede noch so unbedeutend scheinende Erfahrung weiterqualifizieren – beispielsweise zeigt ein Kellnerjob, dass man hart, unter Druck und im Team arbeiten und mit Kunden umgehen kann. Allerdings ist es nicht sinnvoll, irgendwelche Arbeitserfahrungen wahllos aneinanderzureihen; vielmehr sollten die Jobs eine rote Linie im Lebenslauf und einen Fortschritt erkennen lassen, da potentielle Arbeitgeber sonst schnell den Eindruck gewinnen, der Bewerber sei unentschlossen und unambitioniert. Nach dem Abschluss sollte daher Schluss sein mit prekären Beschäftigungen wie unbezahlten Praktika und Studentenjobs. Denn diese sind auch aus sozialversicherungstechnischer Sicht schwierig.
Oft gehört zur Jobsuche auch das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder die richtigen Leute zu kennen. Denn viele Unternehmen suchen ihre Mitarbeiter kurzfristig und sparen sich gerne langwierige Auswahlverfahren. Natürlich lassen sich solche glücklichen Zufälle nicht planen, und doch kann man ihnen systematisch auf die Sprünge helfen, indem man sich rechtzeitig ein Netzwerk an guten Kontakten aufbaut. Dadurch stehen die Chancen gut, von freien Stellen zu erfahren, noch bevor diese ausgeschrieben werden. Möglichkeiten, solche Kontakte zu knüpfen, gibt es genug: Praktika und Studentenjobs, Zeitarbeit, Messen, Recruitingveranstaltungen, Stammtische oder Onlinenetzwerke wie die Xing-Gruppe Geistes- und Sozialwissenschaftler in der Wirtschaft unter www.xing.com/net/gewiwiwi/. Doch Networking heißt nicht, besonders viele Kontakte jedweder Art zu knüpfen. Viele Situationen erfordern nur wenige Kontakte, dafür aber genau die richtigen. Um diese herzustellen muss man Initiative zeigen und Vorleistung erbringen. Denn es geht darum, Vertrauen aufzubauen. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wer hingegen vorschnell Erwartungen äußert, verspielt seine Chance nur allzu leicht.
Die Methode: Life Work Planning
Eine Methode, die sich für Jobsuche, Bewerbung und Networking gleichermaßen eignet, ist das aus den USA stammende Life Work Planning, das in drei Schritten abläuft und in Seminaren oder im Selbststudium mit Hilfe von Büchern erlernt werden kann (mehr dazu z.B. hier: www.learn-line.nrw.de/angebote/lwp). Das wichtigste dabei: Absolventen müssen sich nicht mehr mit den vorhandenen Stellenangeboten zufriedengeben, sondern können systematisch ihr eigenes Profil herausarbeiten und sich dann einen Arbeitgeber suchen, der zu ihnen passt. Angeblich haben durchschnittlich 86% aller Teilnehmer/innen ein Jahr nach einem LWP-Seminar einen erfüllenden Job.
• In Schritt 1 soll sich der Jobsuchende über seine Ziele, Wünsche und Fähigkeiten klar werden, z.B. indem er sie aufschreibt. Denn: Je genauer jemand weiß, was er will, desto eher findet er es auch.
• In Schritt 2 wird überlegt, wie sich die persönlichen Interessen in einen Beruf einbringen lassen. Wer sich dabei fragt “Was kann ich mit meinem Studienfach anfangen?” schränkt die Auswahl automatisch ein. Besser ist die Frage: Welche Berufstätigkeit strebe ich an? – denn es gibt mehr Möglichkeiten, als viele denken.
• Schritt 3 schließlich ist der schwierigste: Jetzt wird aktiv nach Kontakten gesucht, und zwar indem man gezielt Leute anspricht, die eine Stelle haben, die einen interessieren würde. Aber: in dieser Phase geht es noch nicht um die eigentliche Jobsuche, sondern um das Sammeln von Informationen und den Abgleich zwischen Realität und persönlichen Vorstellungen. Wer ohne allzu viele Hintergedanken offen auf andere zugeht, wird die erstaunliche Entdeckung machen, dass die meisten Menschen sich über ehrliches Interesse an ihrer Person oder Arbeit freuen und gerne Auskünfte geben.
Life Work Planning ist auch deshalb so erfolgreich, weil Absolventen, die wissen, was sie wollen, bei der Bewerbung auch ehrliches Interesse und Eigeninitiative mitbringen. Das machen die Personalentscheider häufig schon an der äußeren Form der Bewerbung fest. Daher sind standardisierte Bewerbungen Tabu, ganz zu schweigen von Massen-E-Mails, die den Eindruck von Beliebigkeit erwecken. Besser ist es herauszustellen, dass man sich intensiv mit dem Unternehmen befasst hat und weiß, was einen dort erwartet – und das möglichst kurz und knapp: Im Schnitt nimmt sich ein Personaler 30 Sekunden für eine Bewerbung und sortiert alles, was nicht passt, sofort aus. Und: Die häufig gestellte Frage: «Warum wollen Sie gerade bei uns arbeiten?» zielt ganz klar darauf ab, welchen Nutzen das Unternehmen von einer Mitarbeit des Bewerbers haben könnte – und das sollte sich ein Bewerber schon im Voraus überlegen.
Kompetenzen erweitern
Bei der Jobsuche von der Frage auszugehen, welche Möglichkeiten ein geisteswissenschaftlicher Studienabschluss bietet, ist auch deshalb zu kurz gedacht, weil sich vorhandene Kompetenzen jederzeit durch Weiterbildungen und Aufbaustudiengänge erweitern lassen. Dabei ist die Finanzierung nicht das Hauptproblem, da es hier Stipendien, Kredite und staatliche Förderungen gibt. Weitaus schwieriger ist es, im Angebotsdschungel den passenden Inhalt und Abschluss zu finden. Denn: Auf gesetzlich kaum reglementierten Weiterbildungsmarkt gibt es neben zahlreichen auch international anerkannten Angeboten (etwa dem Master of Business-Administration in verschiedensten Variationen) auch Zertifikate einzelner Institute, die auf dem Arbeitsmarkt völlig unbekannt sind. Wer jedoch Zeit und Geld in eine Weiterbildung investieren will, sollte genau darauf achten, wie potentielle Arbeitgeber den Abschluss annehmen. Das ist z.B. dann gewährleistet, wenn ein Studiengang akkreditiert wurde und in einschlägigen Rankings auftaucht. Und auch inhaltlich bringt die Weiterbildung nur dann etwas, wenn sie auch konkret und praxisnah auf eine ganz bestimmte Berufstätigkeit vorbereitet, z.B. durch Praxiseinheiten innerhalb des Kurses.
Den gesamten Beitrag finden Sie unter: www.studisurf.ch/news/article/was-geistes-und-sozialwissenschaftler-tun-koennen-um-einen-job-zu-finden/
Der Beitrag erschien auch am 29.08.2009 unter dem Titel “Wie aus der Flaute frischer Wind weht” im Rhein-Main-Markt, Beilage zu Frankfurter Neuen Presse und zur Rhein-Main-Zeitung, dem Lokalteil der FAZ, auf Seite 3.




