Bleiben Sie auf dem Laufenden: Abonnieren Sie neue Einträge hier als RSS-Feed! Informationen zur Verwendung von RSS-Feeds finden Sie auf unserer RSS-Seite.

Warum man bloggen sollte: Bloggen als Marketingmaßnahmen

Simone | Janson, 15. 12. 2007:

Irgendwie erinnert der Hype um das Web 2.0 doch ein wenig an 1999: Da wird gebloggt bis die Schwarte kracht, Online-Netzwerke schießen aus dem Boden und jeder will mitmachen beim Web 2.0. Und ich frage mich nicht erst seit heute, wann denn diese Euphorie vorbei sein wird, denn: Bloggen wirklich all die vielen Menschen aus reiner Freude am bloggen?
Weiterlesen →

Kundenmeinungen in Foren: Objektiv oder geschickte Produktwerbung?

Simone | Janson, 17. 12. 2007:

Wie bereits beschrieben, kann Web 2.0 einige unliebsame Nebenwirkungen haben.  Eine davon ist bereits eingetreten: Traditionelles Marketing ist immer mehr auf dem Rückzug.  Denn Web 2.0 hat im Punkto Marketing eine Revolution in den Köpfen der potentiellen Käufer ausgelöst: Die Käufer haben sich emanzipiert. Sie haben sich vernetzt und sind damit zunehmend unabhängiger von der Werbemaschinerie der Verkäufer.

Denn: Wer etwas verkaufen will, muss nicht mehr nur einfach der Werbung vertrauen oder vielleicht auf den nächsten Produkttest der Stiftung Warentest warten. Nein, wer etwas kaufen will, sucht im Web 2.0 in den zahlreichen Produkttest-Foren oder auf einschlägigen Blogs nach der Meinung der anderen User oder tut seine eigene Meinung anderen kund.  Und zwar aus Freude am Geben.

Diese Freude am Geben versuchen einige Firmen bereits zu korumpieren – indem sie für Kundenmeinungen Geld zahlen – Crowdsourcing, praktisch eine neue Art von Outsourcing. Doch dabei gibt es Probleme, denn das Kapital eines unabhängigen Bloggers oder neutralen Produktesters ist ja gerade das – seine Unabhängigkeit. Und so passiert folgendes:

Marketingakteure, die an die Communities andocken wollten, bekamen das schon mehr als einmal bitter zu spüren. Schlichte Ansätze mit dem Ziel, attraktive Zielgruppen zu ködern, sind vor diesem Hintergrund zum Scheitern verurteilt, da das Alleinstellungsmerkmal und das soziale Kapital der Blogger gerade ihre Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit ist. Das Konzept des bezahlten Bloggens wird als Bedrohung für die Glaubwürdigkeit der virtuellen Graswurzelbewegung verstanden und deshalb mit Skepsis betrachtet – der Blogger riskiert schlichtweg die Abwanderung seiner Leserschaft. (Quelle)

Was also müssen Marketingfirmen tun, die das Web 2.0 für Ihre Zwecke nutzen wollen?  Zunächst einmal: Geduld haben. Denn die Gesetze des Web 2.0 lassen sich nicht schemenhaft anwenden und schon gar nicht auf alle und jede Situation übertragen. Und dann: Marketing in Maßen. Denn sonst pervertiert sich das Web 2.0-Markting selbst. Und schließlich dabei immer im Kopf behalten: Web 2.0. Marketing funktioniert vor allem über Vertrauen.