, 10. 09. 2009:
Trotz anhaltender Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosenquote kämpft die deutsche Wirtschaft seit Jahren mit dem Problem des Fachkräftemangels.
Im Juli gaben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bekannt, dass mehr als 60.000 Fachkräfte im so genannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fehlen.
Welche Methode hat Erfolg?
Eine Studie der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation Anfang des Jahres macht zudem deutlich: Traditionelle Bewerberkampagnen der Unternehmen bringen schon lange nicht mehr den gewünschten Erfolg. Gefragt sind neue Wege, und die führen stärker denn je ins Internet.
Online-Stellenbörsen gehören dabei längst zum Standard-Repertoire des Online-Recruitings. Immer mehr Unternehmen wissen, wo sie die passenden Fachkräfte im Internet finden, und veröffentlichen ihre offenen Stellen mittlerweile per Twitter-Meldung und nutzen Online-Businessnetzwerke sowohl zur eigenen Unternehmenspräsentation als auch zur gezielten Ansprache passender Fachkräfte.
Mitarbeiter Suchen 2.0
Diesen Trend bestätigt Prof. Dr. Martin Grothe, Geschäftsführer der Unternehmensberatung complexium und Spezialist in den Bereichen Digital Intelligence und Social Media-Analyse: „Wir beobachten, dass deutsche Unternehmen zunehmend aktiver in sozialen Netzwerken werden. Vor allem Technologie-Unternehmen mit einer starken globalen Ausrichtung nutzen die Netzwerke intensiver. Viele Unternehmen erkennen, dass ihre Zielgruppen und viele Mitarbeiter dort längst aktiv sind. Durch ihre Teilnahme gewinnen Unternehmen nicht nur neue und authentische Identifikationsräume sondern bauen auch direkte Brücken zu mitunter knappen Fachkräften.“
Warum das so wichtig ist, erklärt Grothe weiter: „Soziale Netzwerke wie z.B. Linkedin oder Xing bieten Unternehmen sehr gute Möglichkeiten, ihre Zielgruppe besser zu verstehen, ihnen zuzuhören, einen Dialog aufzubauen und auch einzelne Kandidaten gezielt anzusprechen. Das erhöht die Qualität des Rekrutierungsprozesses und spart Zeit und Kosten – Wertschätzung statt Werbedruck.“
10 Tipps, wie Sie als Unternehmer Netzwerke zur Mitarbeiter-Auswahl nutzen, finden Sie im zweiten Teil dieser Serie (übersicht siehe unten)!

