Bleiben Sie auf dem Laufenden: Abonnieren Sie neue Einträge hier als RSS-Feed! Informationen zur Verwendung von RSS-Feeds finden Sie auf unserer RSS-Seite.

Neue Serie: Sind Sie ein Perfektionist?

Simone | Janson, 29. 11. 2007:

Sind Sie ein Perfektionist – unter dieser Überschrift werde ich von nun an in unregelmäßigen Abständen in der Kategorie Selbstmanagement kurze Tipps für Perfektionisten posten. Darin wird darum gehen, den übertrieben Perfektionismus-Tick, den viele Perfektionisten als störend empfinden, ein wenig abzmildern. Finden können Sie die Perfektionisten-Beiträge dann in der Rubrik Selbstmanagement – oder über das Stichwortverzeichnis unter dem Stichwort Perfektionist.

Die Kunst, auch als Perfektionist freundlich Nein zu sagen: Geht nicht gibts nicht?

Simone | Janson, 21. 12. 2007:

Wenn Sie Perfektionist sind, ist es Ihnen wahrscheinlich wichtig, was die Leute denken. Und deshalb fällt es Ihnen vermutlich auch schwer, einfach mal “Nein” zu sagen, wenn Sie jemand um einen Gefallen bittet. Denn der andere könnte ja ein schlechtes Bild haben!
Weiterlesen →

Chaoten: Auch nur perfektionistische Pedanten?

Simone | Janson, 27. 02. 2008:

Es gibt Chaoten. Und es gibt Pedanten. Denkt man. Die Chaoten räumen nicht auf, halten keine Ordnung – zum Beispiel weil es ihnen einfach nicht so wichtig ist. Oder weil sie nicht zur Ordnung erzogen wurden und infolgedessen nicht daran gewöhnt sind aufzuräumen. Oder weil sie es einfach nicht hinbekommen, Ordnung zu halten. Bei manchen Menschen liegt offenbar der Verlust einer willentlichen Steuerung zur Organisiertheit vor – das hat dann krankhafte Züge.

Auf der anderen Seite die Pedanten. Alles immer ordentlich, akurat, sauber. Im Extremfall muss auf dem Tisch alles in Reih und Glied stehen. Mitunter haben solche Pedanten ihr ganz eigenes hochkompliziertes Ordnungssystem. Häufig nerven sie auch ihre Umgebung damit und haben nicht selten einen Kontrollfimmel, der sich nicht nur auf die Ordnung sondern auch auf andere Lebensbereiche erstreckt. Auch Pedanterie die damit einhergehende Kontrollsucht können im extremfall krankhaft sein.

Auf den ersten Blick haben beide Gruppen wenig miteinander gemeinsam. Und doch sind sie sich ähnlicher als viele vielleicht denken. Denn wenn man mal genauer hinschaut, warum manche Leute so chaotisch sind und nachfragt, stellt man fest: Viele chaotische Menschen möchten es eigentlich auch gerne sauber, ordentlich und kontrolliert haben. Aber weil sie glauben, sie würden es eh nicht hinbekommen oder gar Angst vor dem Berg an Arbeit haben, lassen sie es einfach sein.

Agieren statt beleidigt sein: Als Perfektionist Kritik hinterfragen

Simone | Janson, 26. 02. 2009:

Im Berufsalltag wird heutzutage mehr kritisiert als gelobt. Doch viele Perfektionisten, die ihre eigenen Leistungen schon selbst überkritisch beäugen, reagieren überempfindlich, weil sie auch hinter einfachen Äußerungen Kritik vermuten. Damit machen Sie sich das Leben aber nur unnötig schwer. Sobald Sie sich also von einer Aussage getroffen fühlen, sollten Sie einen Moment innehalten, sachlich nachdenken und sich langsam einige Fragen beantworten: Was denke ich gerade? Welche Bedeutung messe ich diesen Worten oder Handlungen bei? Woher weiß ich, dass ich richtig vermute? Was genau wurde gesagt? Welcher Wortlaut wurde verwendet? Was das wirklich eine Kritik an mir oder eine Forderung? Oder interpretiere ich diese Aussage nur als Forderung oder Kritik?

Achtung Thinkaholismus: Als Perfektionist weniger grübeln

Simone | Janson, 11. 03. 2009:

Nachdenken ist nichts Schlechtes, sofern irgendwann zu einem Ergebnis führt und abgeschlossen wird. Auch dass Sie sich gelegentlich um wichtige Dinge Gedanken und Sorgen machen, ist normal.
Weiterlesen →

Aufschieberitis: Angst vor dem großen Perfektions-Berg

Simone | Janson, 10. 12. 2007:

Wenn Sie ein Perfektionist sind, kennen Sie dieses Problem sicher: Ein schier unüberwindbarer Berg an Arbeit, der immer größer zu werden scheint. Und je größer er wird, desto eher haben Sie Angst davor. Denn als Perfektionist wollen Sie immer das große Ganze vollbringen – mit weniger anzufangen, lohnt sich doch nicht – denken Sie.

Doch, es lohnt sich. Denn wenn Sie den Berg Arbeit in kleinen Schritten abzutragen beginnen, dann verlieren Sie die Angst vor dem großen Berg. Und Sie werden feststellen: So schlimm, so groß und unüberwindbar ist der Berg gar nicht. Wenn Sie hingegen als Perfektionist erst dann anfangen wollen, wenn Sie wirklich den ganzen Berg auf einmal bewältigen können, dann werden Sie vermutlich nie anfangen, während der Berg immer größer wird und Ihre Angst immer weiter wächst. Also: Make it Easy – in kleinen Schritten zum Erfolg.

Nicht immer alles hundertprozentig perfekt machen

Simone | Janson, 23. 02. 2008:

„Alles, was nicht hundertprozentig ist, ist nicht gut!” Könnte dieser Satz von Ihnen stammen? Und strengen Sie sich nicht oft genug an und verausgaben Sich dabei völlig, um die hundert Prozent zu erreichen?
Und jetzt überlegen Sie mal: Gibt es nicht in Ihrem Leben auch Dinge, die nicht hundertprozentig sind – und trotzdem gut? Zum Beispiel Ihr Kollege im Büro: Ärgern Sie sich nicht zwanzig mal am Tag über deren Chaos? Und haben Sie nicht gerade deshalb manchmal so viel Spaß bei der Arbeit, weil er die Dinge etwas lockerer sieht? Oder das Meeting letzte Woche: Eigentlich wollte der Chef etwas ganz anderes besprechen. Aber dann wurde die Diskussion völlig chaotisch, aber es kamen einige sehr gute Ideen auf den Tisch.

Wahrscheinlich fallen Ihnen mit etwas Nachdenken viele solcher Beispiele ein, die alle nicht hundertprozentig, aber trotzdem gut sind! Denn: Wenn Sie etwas nicht perfekt erledigen, bedeutet das nicht gleich, dass Sie es fehlerhaft oder schlampig ausführen. Auf das richtige Maß kommt es an. Und das richtige Maß setzten Sie sich letztendlich selbst! Denn meist erwarten die andern weniger von Ihnen als Sie selbst.

Die Angst der Perfektionisten, entbehrlich zu sein: Hilfe, nur kein Nein!

Simone | Janson, 25. 02. 2009:

Was passiert, wenn Ihr Chef Sie bittet, noch schnell eine spezielle Aufgabe für ihn zu erledigen, die nur Sie schaffen können oder ein Kollege Sie anfleht, als guter Kumpel für Ihn in die Bresche zu springen? Viele Perfektionisten sagen in solchen Fällen zähneknirschend ja und übernehmen die ungeplanten Zusatzarbeiten.

Weiterlesen →

Simplify – gefährliches Schubladendenken

Simone | Janson, 27. 02. 2009:

Simplify your life – Die Bücher von Werner Tiki Küstenmacher waren kommerziell ein großer Erfolg. Kein Wunder: In einer immer komplizierter werdenden Welt sehnen sich die meisten nach einfache Lösungen: Schnelles Aufräumen statt mühsames Aussortieren, der einfache Handytarif statt ständigen Preisvergleichen, Pauschalreisen statt selbst organisierten Tripps. Und tatsächlich ist Simplify eine tolle Sache, wenn es um solche einfache Dinge geht.

Doch bei komplexen Problemen, etwa zwischenmenschlichen Beziehungen, kann das schnell zur Vereinfachungsfalles werden. Und das Gehirn hilft uns noch, fröhlich in diese Falle zu tappen:

Wenn die Kollegin auf dem Flur zum Beispiel nicht grüßt, kann man es sich leicht machen und sagen “Die hat ein Problem mit mir”. Denn die Erklärung erscheint unserem Gehirn am einfachsten, weil es das, was es in bereits bestehende Denkmuster eingliedern kann, viel besser verarbeitet. Wir nehmen also selektiv wahr, was unsere Überzeugung, unseren bisherigen Erfahrungen, Einstellungen und Interessen stützt. Wir beziehen die Unfreundlichkeit der Kollegin auf uns. Natürlich kann es sein, dass sie einen nicht leiden kann.

Es kann aber auch sein, dass Sie Ärger mit dem Chef oder in der Familie hatte oder dass sie einfach ihre Kontaktlinsen vergessen hat. Man muss sich vielleicht gar nicht ärgern und Aggressionen aufbauen. Will sagen: Durch Vereinfachung kann man sich viele Optionen verbauen und sich das Leben unnötig schwer machen. Es gibt Leute, die derart festgefahren in ihrer selektiven Wahrnehmung sind, dass sie die Realität gar nicht mehr richtig aufnehmen. Auf diese Weise entsteht ein gefährliches Schubladendenken, aus dem man nur schwer wieder herauskommt.

Auch als Perfektionist: Fehler positiv sehen

Simone | Janson, 17. 03. 2009:

Für viele Perfektionisten ist ein Fehler geradezu ein persönlicher Supergau: Er zeigt ihnen, dass sie längst nicht so perfekt sind, wie sie geglaubt haben und es keineswegs schaffen, alles unter Kontrolle zu bringen. Dazu kommt, dass viele Perfektionisten zu einer Alles-oder-Nichts-Haltung neigen und auch kleine Fehler als Katastrophe zu betrachten. Um gar nicht erst in diese Situation zu kommen, möchten sie Fehler um jeden Preis vermeiden, indem sie sich akribisch auf eine Situation vorbereiten, um gegen jede Eventualität gerüstet zu sein. Doch Fehler lassen sich leider nicht vermeiden. Viel sinnvoller ist es, konstruktiv mit Fehlern umzugehen und daraus für die Zukunft zu lernen. Dazu müssen Sie sich Ihre Fehler zunächst bewusst machen und analysieren, was genau schiefgegangen ist und was Sie hätten besser machen können. Damit wissen Sie dann, wie Sie in ähnlichen Situationen wieder reagieren.