Immer wieder muss ich feststellen, dass Effizienz gar nicht so produktiv macht, wie man eigentlich denken sollte. Denn wer sich fest an seinen Zeitplan nagelt und immer nur Dinge macht, die sich lohnen, verliert dabei mehr (Lebens)zeit, als er eigentlich gewinnt.
Wie das? Ich neige z.B. dazu, wenn ich einen Termin in der Innenstadt habe, mehrere Sachen auf einmal zu erledigen, damit ich nicht nochmal hinfahren muss. Ich gehe also bei der Gelegenheit gleich zur Post, zur Bank, nach Schuhen schauen usw. Ergebnis: Ich hetzte dannvöllig gestresst durch die Gegend, von der Post zur Bank, von der Bank ins Schuhgeschäft. Und das Schlimme: Auch bei meinem Termin wirke ich dementsprechend unruhig, weil ich die ganzen anderen Sachen im Kopf habe, die ich noch erledigen muss. Am Ende komme ich total gestresst nach Hause und habe dementsprechend weniger Lust, noch produktiv etwas zu arbeiten.
Doch es geht auch anders: Wenn ich nicht immer alle Aufgaben zusammenfasse, muss ich auch weniger im Kopf behalten. Ich bin also bei der Erledigung der einzelnen Aufgaben entspannter und ruhiger, mein Termin z.B. läuft besser. Und das beste: Es macht mir auch noch mehr Spaß. Dadurch bin ich, wenn ich heimkomme, besser gelaunt und viel prouktiver bei der Arbeit. Dafür muss ich zwar öfter durch die Gegend fahren – aber das ist mir meine Entspannung durchaus wert.
Fazit: Nicht immer ist es wirklich effizienter, verschiedene Aufgaben zusammenzupacken – manchmal ist es auch sinnvoll, bewusst ungeplant vorzugehen, um sich wichtige Lebensqualität zu erhalten.