Berufebilder by Simone Janson

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Karriere & Erfolg » Zeitmanagement & Organisation » Ausmisten – aber richtig!

Wer kennt das nicht? Das Aufräumfieber bricht aus und voller Enthusiasmus legt man mit dem Aussortieren los. Trotz guter Vorsätze tappt man allerdings immer wieder in die gleiche Falle: Frust & Aufgabe, weil es nicht so läuft wie geplant.

Denn zunächst scheinen die ersten Minuten des Aufräumens Erfolg versprechend und das Chaos scheint sich zu lichten. Dann allerdings bleibt man an einzelnen Dingen hängen, sortiert diese nach langem Zögern grob vor, aber man kann sich letztlich doch nicht für das Entsorgen entscheiden.

Oft kommt auch noch ein Anruf dazwischen oder die Lust lässt wieder nach. Das traurige Resultat: Alles wird wieder zusammen geschoben und das Chaos ist größer als zuvor.Mit der richtigen Taktik ans Ziel

Die richtige Strategie

Bestandsaufnahme und die entsprechende Aufräumstrategie sind entscheidend für die erfolgreiche Ausmistaktion. Überlegen Sie kritisch: Was wollte ich eigentlich schon lange einmal wegräumen? Was brauche ich wirklich? Schauen Sie sich erst einmal in Ruhe in Ihren vier Wänden um, aber trennen Sie sich sofort und kompromisslos von Dingen, in denen Sie keinen weiteren Nutzen mehr sehen.

Seien Sie mutig! Einwände wie „Vielleicht kann ich es ja doch irgendwann einmal wieder gebrauchen” zählen nicht mehr. Weitere Voraussetzung für ein erfolgreiches Ausmisten: die richtige Taktik. Die so genannte „Hau-Ruck-Aktion” ist geballt, hat aber den Vorteil, dass auf einen Schlag aussortiert wird. Die Alternative: Immer mal wieder etwas ausmisten, dafür mehr Zeit benötigen. Aber Vorsicht – in diesem Fall müssen Sie auch konsequent am Ball bleiben.

Dinge loslassen können

Regel Nummer eins: Trennen Sie Wichtiges und Unwichtiges. Können Sie sich jedoch nicht entschließen, etwas wegzuwerfen, dann legen Sie sich doch einfach eine „Flohmarktkiste” zurecht, die Sie später im Speicher oder Keller aufbewahren. Hier kommen alle Dinge rein, die nicht mehr benötigt werden, aber auch noch nicht reif für den Müll sind.

Später können Sie dann immer noch entscheiden, ob Sie die Dinge für wohltätige Zwecke spenden, verschenken oder für kleines Geld verkaufen möchten. Gegenstände, die nichts mehr taugen, kommen unmittelbar in die Tonne. Überflüssigen Hausrat und Sperrmüll entsorgen Sie auf dem Werkstoffhof. Wer nicht selbst zum Sperrmüll fahren möchte, kann den alten Krempel auch abholen lassen. Werden Sei aktiv, kümmern Sie sich sofort, vereinbaren Sie einen Termin. Schieben Sie Ihr Vorhaben nicht wieder auf einen ungewissen späteren Zeitpunkt.

Stapeln und Horten war gestern

Fragen Sie bei Freunden und Bekannten nach, ob sie für bestimmte Dinge Verwendung finden können. Ansonsten freuen sich Einrichtungen wie die Caritas oder auch Jugendzentren über gut erhaltene Möbel. Krankenhäuser und Kindergärten nehmen gerne Spielzeug und Stofftiere an.

Eine weitere Alternative: Verkaufen Sie bspw. ausgetragene Kleidung im Secondhandshop, auf dem Flohmarkt oder nutzen Sie Internet-Marktplätze. Per Online-Auktion lassen sich gebrauchte Bücher, CDs und vieles mehr verkaufen. Falls Ihnen das zu viel Aufwand ist, dann inserieren Sie doch einfach in kostenlosen Anzeigenblättern, dass Sie Flohmarktkisten oder Möbel gegen Abholung zu vergeben haben.

Schätze

Dann gibt es aber auch noch Schätze, die einfach zu viele Erinnerungen beinhalten, um sich einfach so von heute auf morgen trennen zu können. Verpacken Sie Dinge von Bedeutung in beschriftete Kartons und verstauen Sie diese zunächst im Keller. Sobald Sie die Lust am „Schwelgen in alten Erinnerungen” überkommt, können Sie ja wieder in den alten Sachen kramen.

So hat man sich vorerst noch nicht endgültig getrennt, aber im Wohnbereich für mehr Platz gesorgt. Konsequente „Wegschmeißer”, die sich schnell von überflüssigen Dingen trennen können, habe es aber generell leichter. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil: Räume, die aufgeräumt sind, putzen sich schneller – nicht nur beim bevorstehenden Frühjahrsputz.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

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