Berufebilder by Simone Janson

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Buch-Tipp » Weniger statt gar nichts mehr arbeiten:
Null Bock auf Job muss nicht sein

Die Kunst, weniger zu arbeiten. (Taschenbuch)
Autor: Axel Braig, Ulrich Renz
Preis:
EUR 7,95 EUR

Alex Braig und Ulrich Renz beschreiben in ihrem Buch “Die Kunst, weniger zu arbeiten” sehr schön, wie sich selbst ihren anfänglichen Traumjob (Verleger, Musiker bzw. Arzt), selbst kaputt gemacht haben. Als Ausweg sehen Sie dann nur eines: Ganz Aussteigen. Und plädieren dann für ein Leben ohne arbeit. Schön, wer sich’s leisten kann. Ich habe mich beim Lesen allerdings gefragt: Und was kommt, wenn ihnen das keinen Spaß mehr macht?

Jochen Mai ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen: Die nicht gerade selten anzutreffende Haltung “Problem im Job – ich hab keinen Bock mehr und schmeisse alles hin.” Dabei haben sich die meisten von uns ihren Job doch mal aus freien Stücken ausgesucht und grade als Selbständiger ist man mit einigem Idealismus gestartet.

Vorrangig betrifft dieses Problem wahrscheinlich Leute, für die der Job mehr ist als nur Einkommensquelle. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Plötzlich hat man Phasen, in denen man sich fragt, warum man sich den ganzen Stress eigentlich antut.

Ausstieg aus dem Traumjob

Alex Braig und Ulrich Renz haben diesen Prozess sogar in einem Buch beschrieben: in “Die Kunst, weniger zu arbeiten” schildern sie sehr schön, wie sich selbst ihren anfänglichen Traumjob (Verleger, Musiker bzw. Arzt), selbst kaputt gemacht haben.

Als Ausweg sehen Sie dann nur eines: Ganz Aussteigen. Und plädieren dann für ein Leben ohne arbeit. Schön, wer sich’s leisten kann. Ich habe mich beim Lesen allerdings gefragt: Und was kommt, wenn ihnen das keinen Spaß mehr macht?

Nachdenken statt hinschmeissen

Auch hier wäre das vernünftige Nachdenken, für das Jochen Mai plädiert, sicher sehr sinnvoll gewesen. Aber: Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Denn Menschen, die Hinschmeißen, haben sich oft zu lange zu viel hat gefallen lassen oder sich einfach überarbeitet (siehe Buch). Und nicht bemerkt hat, dass es einem schon längst reicht. Und irgendwann ist das Maß voll und dann gibt es eine Kurzschlussreaktion. Peng. Und dann ist essig mit vernünftig nachdenken, die positiven Aspekte sieht man dann gar nicht mehr.

Darum scheint hinschmeißen dann doch erstmal einfacher als vernünftig nachzudenken. Doch das kann es ja nicht sein. M.E. ist es auch wichtig, dass man sich vorher selbst beobachtet und die “Zeichen” erkennt und langsam etwas ändert – bevor es zu spät ist.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

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