Berufebilder by Simone Janson

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Karriere & Erfolg » Management, Motivation, Strategie » Die Angst der Deutschen vor dem Verlust von Freunden und Familie:
Hilfe, Einsamkeit!

Vielleicht ist auch das der Grund für den Erfolg von Sozialen Netzwerken: Die Deutschen haben Angst vor Einsamkeit. Darauf deutet zumindest eine Umfrage der Zeitschrift “Apotheken Umschau” hin. Das zeigt auch, wie wichtig Soziale Kontakte im Beruf sind!

Die Angst vor Einsamkeit nimmt in unserer Gesellschaft offenbar mehr und mehr zu. Das belegen Ergebnisse von repräsentativen Umfragen im Auftrag der “Apotheken Umschau”.

Vor allem Teenies haben Angst

Gab bei einer Befragung im April 2008 jeder fünfte Deutsche (20,3 %) an, sich mit am meisten davor zu fürchten, ohne Freunde und Familie einsam zu sein, waren es im September/Oktober dieses Jahres bereits ein Viertel der befragten Männer und Frauen (24,7 %).

Besonders ausgeprägt ist diese Angst bei Deutschlands Teenagern. Bei der aktuellen Umfrage nannte mehr als jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren (34,4 %) den möglichen Verlust von Freunden und Familie als größte Angst. Vor eineinhalb Jahren waren dies mit 30,4 Prozent noch deutlich weniger.

Wichtig: Balance zwischen Job und Privatem

Die Umfrage zeigt, wie wichtig die Balance zwischen Job und Privatleben ist, will man nicht komplett vereinsamen. Daher wäre es wichtig, soziale Kontakte mehr in den Berufsalltag zu integrieren.

Ein Problem in unserer Gesellschaft ist jedoch, wie ich aus eigener Erfahung weiß, dass der Berufsalltag immer weniger Zeit lässt, seine privaten sozialen Kontakte auch zu pflegen: Jobbedingte Umzüge, Überstunden und Jobangst machen es schwierig, soziale Kontakte zu pflegen.

Soziale Kontakte trotz Beruf – wie geht das?

Soziale Netzwerke und das Internet bieten dazu eine gute Möglickeit, auch über längere Distanzen und bei Zeitmangel seine Kontakte zu pflegen. Problematisch ist, dass viele diese Kontakte auch während der Arbeitszeit pflegen und Chefs das nicht gerne sehen.

Eine andere, oft praktizierte Alternative: Kollegen werden zur sozialen Gruppe, mit der man auch seine Freizeit verbringt. Das Problem: Bei Jobverlust, der heute durchaus vorkommen kann ;) , verliert man auch seine Freunde.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

2 Kommentare

  1. Gibt es nicht auch schon Networking Gruppen gegen (temporäre) Einsamkeit – ich hab vor kurzem von der “Talisund Strategie” gelesen auf www.einsamkeit-ueberwinden.org

    G.F.

  2. Simone Janson

    Hm, lustig… Gegenfrage: Entsprechen nicht alle Netzwerke generell dem Wunsch, Einsamkeit zu überwinden?

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