Berufebilder by Simone Janson

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Widerstände überwinden

flusskrebse

Ihren Veränderungswünschen stehen keine rechtlichen Restriktionen im Wege stehen? Glückwunsch, damit ist schon bedeutend einfacher. Oder auch wieder nicht: Denn es ist fast ausschließlich der Mensch, der sich um den Widerstand kümmert. Allein oder als Gruppe. Und bei Bedarf andere wieder mit zurückzieht – Wie Flusskrebse. Fangen wir mit der Lösung also vor der eigenen Haustür an.

Allerdings: Eine gute Idee und ein guter Aktionsplan zur Umsetzung ist (nur) die halbe Miete. Die Idee ist 1%, die Umsetzung sind die restlichen 99%. Wenn Sie mehr oder weniger als Eremit leben, wird es für Sie einfacher sein, als wenn Sie in der Gesellschaft oder in Ihrem Umfeld fest integriert oder „gesettled“ sind.

Ihre eigene Angst

Eine gute Idee und ein guter Aktionsplan zur Umsetzung ist (nur) die halbe Miete. Die Idee ist 1%, die Umsetzung sind die restlichen 99%. Wenn Sie mehr oder weniger als Eremit leben, wird es für Sie einfacher sein, als wenn Sie in der Gesellschaft oder in Ihrem Umfeld fest integriert oder „gesettled“ sind.

Einer der vermutlich größten individuellen Widerstände ist die Angst: Die Angst vor dem Scheitern mit allen möglichen und unmöglichen Horrorszenarien von physischem Leid bis hin zu finanziellem Ruin. Aber auch die Angst vor dem Erfolg und wie man schließlich mit ihm umgeht bedeutet Widerstand.

Verharren in der Komfortzone

Diese Befürchtungen können zum Verharren in der Komfortzone animieren. Wer dann noch befürchtet, sich zum Gespött der Leute zu machen und schon jetzt plant, wie es denn ist unter fremdem Namen in ein anderes Land zu ziehen, verwendet deutliche zu viel Energie in diese Gespinste und in eine Veränderungsvermeidung.

Diese Energie wäre besser aufgehoben in der Kategorie Umsetzung. Schließlich sind es die tatsächlichen oder empfundenen Engpässe in den Bereichen Finanzen und Know How, die eine Veränderung verhindern können.

Widerstände im Umfeld

Wer auf sich allein gestellt ist, hat alle Chancen und muss sich im Prinzip nur mit seinen eigenen Widerständen auseinandersetzen. Sobald Freunde, die Familie, Mitarbeiter, Kunden etc betroffen sind, intensiviert sich das Spannungsfeld. Mehr Widerstand ist potentiell möglich. Man muss zum Beispiel mit sozialer Ächtung, (offenen) Konflikten, Boykott und anderen unangenehmen Erscheinungen rechnen.

Es kann sein, dass Menschen, die uns bisher begleitet haben, uns nicht mehr begleiten können oder wollen. Es kann sein, dass diese Menschen (Familie, Freunde, Mitarbeiter, Kollgen, Geschäftspartner, Kunden) uns mehr oder weniger stark davon überzeugen wollen, dass die bisherige Richtung richtig war und wir sie enttäuschen, wenn wir das tun, was wir angekündigt haben.

Glaubst du wirklich…?

Im privaten Umfeld tauchen dann Fragen auf wie: Glaubst Du wirklich, dass das funktioniert? Ich verstehe wirklich nicht, was du tun willst. Hast Du Dir das auch gut überlegt? Was, Du willst alles aufgeben, was Du hast (meist ist damit eine sichtbare Festanstellung mit entsprechendem Status oder die Aussicht auf ein sicheres Einkommen gemeint)? Was machen denn die anderen?

Im Beruf sind es die bekannten, beliebten und leider sehr wirksamen Aussagen wie: Das haben wir immer schon so gemacht. Sie können es ja so tun, eine Unterstützung von mir brauchen Sie nicht zu erwarten. Und Kunden sagen vielleicht gar nichts, kommen aber im Zweifel nicht wieder.

Wie Flusskrebse im Eimer

Das erinnert mich, mit Verlaub, immer ein wenig an Flusskrebse in einem Eimer – ein Vergleich, der zeigt, wie absurd das ist: Damit ihr Gefüge stabil bleibt, ziehen in einem Eimer gefangene Flusskrebse auch ihre flüchten wollenden Mitkrebse wieder zurück in den Eimer.

So ähnlich ist es bewusst oder unbewusst bei uns Menschen, in unseren Bezugsgruppen. Beruflich und privat. Und genau indem man sich die Absurdität solcher Behauptungen klar macht, kann man sich auch davon befreien.

Bertold Raschkowski
Autor: Bertold Raschkowski

Bertold Raschkowski, Jahrgang 1966, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Work, Life und Balance. Nach seinem Marketing-Studium war er in unterschiedlichen Führungspositionen aktiv, bevor er 2010 mit seiner Freiberuflichen Tätigkeit begann. Bertold Raschkowski betreibt unter Five By Nine einen Blog für Ideen, Anregungen rund um Work, Life & Balance und persönliche Entwicklung und ist Co-Autor beim Fachblog www.future-commerce.de, das sich mit Trends, Neuigkeiten und Kuriositäten in eCommerce und Retail beschäftigt. Wenn Bertold Raschkowski nicht schreibt oder spricht, ist er beratender Sparringspartner für Online-Händler und eCommerce-Dienstleister und liebt die Alpen – zu Fuß und zu Rad.

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Website: http://www.5by9.org

2 Kommentare

  1. Ein motivierender Artikel, der richtig Lust macht auf: Rein in die Lernzone!
    Danke auch für den wunderbaren Flusskrebs-Vergleich, der es einfacher macht, die aufgerissenen Augen der Umwelt zu verstehen, wenn man sich an eine neue Herausforderung wagen möchte.

  2. Simone Janson

    Ich finde, das mit den Flußkrebsen ist nicht nur ein wunderbarer Vergleich, sondern auch ein gutes Argument gegen solche Veränderungsverhinderer.

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