
Flexibilität ist heute schwer in Mode: Die Wirtschaft, der Arbeitsmarkt, ja unser aller Berufsperspektiven ist in einem ständigen Wandel begriffen. Viele müssen sich daher verändern, ob sie wollen oder nicht. Andere haben regelrecht Bock darauf. Und meist ist es dann soweit, wenn die Warnblinkanlage angeht und wir aus dem eingefahrenen Kreis ausbrechen müssen.
Veränderungen sind selten einfach, jedoch fast immer gut! Fürchte dich nicht vor der Veränderung, sondern nur vor dem Stillstand – heißt es. Was sind eigentlich die Gründe oder Auslöser für eine Veränderung? Welche Umstände bringen uns dazu eine Veränderung herbeiführen zu wollen – oder zu müssen?
Lust auf Veränderung
Sie sind nicht da, wo Sie sein wollen und wollen das verändern: Das kann Ihren Wohnort, Ihren Job (Aufgabe, Einkommen etc.) oder Ihren Gesundheitszustand betreffen. Im Prinzip ein einfacher Soll-/Ist-Vergleich.
Die Erkenntnis einer Soll-/Ist-Abweichung ist jedoch ohne den Willen etwas zu ändern eben nur eine Erkenntnis. Damit kann man unter Umständen eine gewisse Zeit sehr gut leben – wenn die negativen Auswirkungen im Rahmen bleiben; der Veränderungsprozess kommt so gar nicht in Gang. Erst wenn der Wille auch da ist, kann man agieren und den Prozess selber gestalten.
Gezwungen zur Veränderung
Entweder Ihr Arzt legt Ihnen eine Verhaltensänderung ans Herz (passenderweise kann eine Herz-Kreislauferkrankung den Anstoß zu einer Veränderung geben) oder die Geschäftsleitung verlangt eine beinahe unrealistische Umsatz- und Gewinnsteigerung und Ihr Bonus hängt davon ab.
Sie können beides ignorieren. Tun Sie das, erreichen Sie mit Sicherheit irgendwann eine der nächsten Eskalationsstufen, die Sie zum Handeln zwingt. Damit sind Sie stets reaktiv und prinzipiell in einer schlechteren Ausgangsposition als im Falle des Wollens.
Schieflage gibt den Anstoß
Ob Mensch oder Organisation, sehr häufig gibt eine – sagen wir – Schieflage den entscheiden Anstoß für eine nachhaltige Veränderung. Wenn es um Leben und Tod oder Insolvenz oder Weiterführung geht, die Szenarien also nur zwei oder einige wenige Ausgänge kennen, entwickeln wir erstaunliche Ansätze und Energien.
Aus einer anfänglichen Lethargie wird über schlichte Reaktion schließlich (kreative) Aktion. Diese führt dann häufig zu einer sehr positiven Situation.
Je größer die Not, desto höher die Akzeptanz
Wenige Alternativen erleichtern und beschleunigen übrigens in der Tat die Entscheidung. Oder ermöglichen Sie erst. Wie häufig ist man schon aus einem Geschäft ohne Einkauf gegangen, weil man sich ob der Auswahl nicht entscheiden konnte?
Machen wir uns nichts vor: Wenn wir Arbeitsplätze oder Leben retten müssen, werden wir eher die Akzeptanz für eine Veränderung finden, als wenn – nach Außen hin – alles in schöner Ordnung ist. Der Zweck heiligt die Mittel, könnte man sagen – oder billigt oder begrüßt sie sogar.
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