Angela Merkel, 55, könnte am 27. September zum zweiten Mal Bundeskanzlerin werden. In einem Interview mit der Zeitschrift COSMOPOLITAN gibt sie Frauen Tipps u.a. zu folgenden Punkten:
Gleichberechtigung im Job :
- “Es kann nicht sein, dass eine Frau mit Kindern, die für eine bestimmte Zeit nicht oder nur Teilzeit arbeitet, als nicht mehr karrierefähig angesehen wird.”
- “Ab und zu muss eine männliche Führungskraft auch den Mut haben, eine Frau in eine Führungsposition zu nehmen. Es heißt immer so schnell, es gebe keine geeignete Bewerberin. Das ist Unsinn.”
- “Die Bankenwelt ist z.B. an der Spitze immer noch zu einseitig von Männern dominiert. Wenn Frauen in Spitzenfunktionen sind, ist sicherlich nicht alles anders – aber es wird manchmal doch von einer anderen Perspektive, vor allem sehr pragmatisch gedacht. So gesehen kann die Wirtschaft durchaus von mehr Frauen in Leitungsfunktionen profitieren.”
Vätermonate:
- “Die Arbeitgeber müssen umdenken, weil auch Männer Elternzeit nehmen wollen.”
Bankenkrise:
- “Natürlich ist man dann auch wütend darüber, was da von verantwortungslosen Leuten auf internationalen Märkten angerichtet wurde. Aber ich kann mich dennoch nicht die ganze Zeit mit solchen Emotionen aufladen, sondern muss Dinge sorgfältig erledigen.”
Kraft tanken:
- “(Ich tanke Kraft) beim Kochen, im Garten, beim Wandern in der Uckermark und im Gespräch mit der Familie oder Freunden über ganz anderes als Politik.”
Positive Seiten ihres Amtes:
- “Ich sage mir: Du kannst so viele interessante Menschen kennen lernen. Die Leute, die dir begegnen, freuen sich auf dich, sie haben sich oft wochenlang auf unser Treffen vorbereitet. Wenn sie dann kommen, und ich habe schlechte Laune und bin genervt, dann ist das doch traurig. Weil ich das weiß, bin ich wieder besser gelaunt.”
Globale Politik:
- “Es wird (in Zukunft) noch selbstverständlicher sein, dass man global denkt und weiß, dass man zum Beispiel ohne China oder Indien kein globales Problem lösen kann.”
19. September 2009 um 00:31 Uhr
Egal welche politische Meinung man nun hat, so stimme ich Frau Merkel zu, zwar wird nicht alles besser, nur weil eine Frau am Steuer sitzt, aber eine unterschiedliche Perspektive kann doch einiges Bewegen! Entscheidungen, wer zur Spitzenposition befoerdert wird, sollten auf Erfahrung, Werdegang und Qualifikation beruhen und nicht auf dem Geschlecht!
Maria
21. September 2009 um 13:56 Uhr
Hallo Maria,
da bringst du die Aussagen des Textes sehr schön auf den Punkt. Danke!
SJ