Die gestern geschilderten Ereignisse haben mich zum Nachdenken angeregt: Offenbar haben Wahrsagereien jeder Art zum Jahresbeginn Hochkonjunktur. Glücksbringer, Tarot-Karten und Horoskope, Horoskope, Horoskope… Offenbar hat der Mensch einen Hang zu Okkulten gerade zu dieser Jahrezeit. Mein Rat: Lassen Sie’s bleiben. Das haben Sie gar nicht nötig! Verlassen Sie sich viel besser auf sich selbst denn auf irgendwelchen Aberglauben. Hier sind 5 gute Gründe dafür:
- Sie haben es gar nicht nötig, in die Zukunft zu blicken, weil Sie Ihre Zukunft selbst viel besser gestalten können.
- Sie wollen in die Zukunft orakeln, um zu sehen, was passieren wird. Andersherum wird ein Schuh daraus: Wenn Sie denken, dass etwas bestimmtes eintreten wird, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das auch geschieht – die selbsterfüllene Prophezeiung sozusagen. Schon mal darüber nachgedacht?
- Es lohnt sich nicht, das sauerverdiente Geld für irgendein abergläubisches Zeug auszugeben – investieren Sie das Geld besser in ihre Zukunft.
- Wenn Sie gerade in einerUmbruchphase oder etwas unsicher sind, sind Sie wahrscheinlich empfänglicher für solche Botschaften. Suchen Sie Trost und Zuwendung lieber bei lieben Menschen statt im Okkulten.
- Sie suchen Rat zu einem bestimmten Ereigneis? Meinen Sie nicht, ihr gesunder Menschenverstand und ihre Einschätzung der Dinge ist ein besserer Ratgeber als Ihr Aberglaube. Und letztlich richten Sie sich doch genau danach – oder? Dann brauchen Sie letztlich auch kein Orakel.
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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