Denn was macht Twitter so beliebt? Die Möglichkeit, sich in 140 Zeichen auszutauschen. Die Beschränkung setzt, so konnte ich bei meiner derzeitigen Recherche beobachte, ungeahnte Kreativkräfte frei.
Eine E-Mail Benachrichtigung an den Chef, dass man wegen Krankheit zu Hause bleibt, würde dann etwa so lauten:
(edit: nur Fürs Protokoll – ja, da muss dann noch die offizielle Krankschreibung folgen, das ist nur ein Beispiel, jetzt würde ich das Fußnotenplugin doch brauchen…)
Also, die E-Mail, lautet:
Sehr geehrter Herr XY,
ich muss heute wegen Krankheit zu Hause bleiben, weil mich vermutlich die Schweinegrippe befallen hat und ich niemanden anstecken möchte.
Mit freundlichen Grüßen
XY
Ergebnis: Ziemlich viel Zeitverlust für ziemlich wenig Inhalt. Bei Twitter geht das viel schneller, nämlich:
Bin heute krank, bleibe zu Hause #Schweinegrippe #Ansteckungsgefahr
Damit ist eigentlich schon alles gesagt, da es sich hierbei um den normalen Twitterjargon handelt, kann man ruhig so informell sein und es versteht auch jeder Chef.
Die Frage, die sich mir nun stellte: Wann fangen wir an, auch so in E-Mails zu schreiben? Denn das würde die Kommunikation mit elektronischen Briefen erheblich verkürzen. Gerade weil E-Mails von vielen zunehmen als störend und anstrengend empfunden werden, ein wünschenswerter Effekt. Zumal man in der deutschen Sprache Sätze mit Nebensätzen unglaublich in die Länge ziehen kann. Mit #Hashtags bietet sich da ein angenehmer Abkürzungseffekt.
Das mag für manche der Untergang der deutschen Sprache und des Abendlandes sein – ich finde es einfach nur praktisch. Ein passender Fachbegriff dafür wäre für mich Twemail, das gibt es laut google allerdings schon.Bei Briefen (Twletter) oder Faxen (Twax) ist es da einfacher. Vielleicht hat ja noch jemand eine kreative Idee.
Dennoch sag ich einfach mal: Viel Spaß beim Twemailen!
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