Wer kennt Sie nicht, diese begeisternden Situationen: Eigentlich hat man etwas ganz anderes vor. Doch plötzlich wird man gezwungen, sich mit irgendeinem Kram auseinanderzusetzen, weil ER plötzlich auf den Plan tritt: Der Wichtigtuer!
Oft mit einer gehörigen Portion Profilneurose versehen, macht er viel Lärm um Nichts, um eine völlige Nebensächlichkeit und man fragt sich, was jetzt eigentlich passiert ist und worüber er sich eigentlich so aufregt.
Im ersten Moment ist man schnell versucht, das ganze als da abzutun was es ist: Wichtigtuerei. Aber das reizt den Wichtigtuer nur noch mehr, weil er sich ja in seiner Bedeutung aufplustern muss. Ignorieren ist also eine ganz schlechte Lösung.
Der gefühlte Vorgesetzte
Denn selbst wenn es sich nur um einen gefühlten Vorgesetzten handelt: Wenn er will, findet er dennoch eine Möglichkeit, Ihnen an den Karren zu fahren. Und je gefühlter das Vorgesetzt-Sein, desto er will er! Übrigens bedingen auch Faktoren wie akkutes Berufsanfängertum und ähnliche Unsicherheiten im Job solche Verhaltensweisen.
Und während man noch gemütlich an seiner Kaffeetasse schlürft, in der Hoffnung der Werte Kollege werde sich schon wieder beruhigen, nimmt das Unheil seinen Lauf!
Er hat immer recht – aber…
Was also tun? Akzeptieren. Dem Wichtigtuer recht geben. Tun was er will. Auch wenn es erstmal wehtut. Aber dann kann man mit den eigenen Waffen des Wichtigtuers zurückschlagen, indem man es einfach ein wenig übertreibt:
Julia Bönisch gibt dazu einige wertvolle Tipps, wie man die gesamte Verantwortung sehr subtil einfach dem Wichtigtuer überträgt, denn der hat es ja so gewollt – und das hat er nun davon! Auch wenn es am Anfang etwas Überwindung kostet.
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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