Aller Anfang ist schwer: Das gilt auch oder gerade für die Jobsuche im Web 2.0. Erst langsam einen Ruf erarbeiten, dann Kontakte knüpfen, diese festigen. Es dauert lange, bis man überhaupt über eine Einstellung reden kann. Aber der Aufwand lohnt sich. Ein Überblick.


- Informationen finden: Das Web 2.0 bietet hervorragend Möglichkeiten, Informationen über potentielle Arbeitgeber zu finden. Denn je nach Branche sind viele Unternehmen bzw. deren Mitarbeiter bei Xing, Facebook oder Twitter aktiv. So können Sie herausfinden: Wie offen ist das Unternehmen, wie geht man mit Kritik um, welche Einstellung haben die Mitarbeiter? Wer mehr weiß, findet eher seinen Traumjob!
- Strategie überlegen: Bei der Jobsuche im Web 2.0 bewerben Sie sich nicht einfach auf eine Stelle, sondern bauen sich langfristig eine Reputation und ein Kontaktnetzwerk auf, auf das Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Das kostet Zeit, ist aber am Ende oft effektiver als jedes Stück Bewerbungspapier. Überlegen Sie sich daher zunächst, wen Sie erreichen wollen und mit welcher Strategie Sie ein positives Image aufbauen können.
- Kommunizieren: Ihre Taktik im Web 2.0 lautet: Kommunizieren. Denn wer nur konsumiert, wird nicht wahrgenommen. Daher müssen Sie ständig aktiv bleiben, um auf sich aufmerksam zu machen: Verbreiten Sie interessante Informationen, verlinken sie zu eigenen Blogbeiträgen, stellen Sie Fragen, treten Sie mit potenziellen Arbeigebern in Dialog, knüpfen Sie Kontakte. Wie das in der Praxis geht, zeigt dieses Beispiel von Johannes Lenz, der mittlerweile einen gut dotierten Job gefunden har.
- Gezielt suchen: Im Web 2.0 können Sie aber auch passende Stellenangebote noch schneller finden als in traditonellen Online-Stellenbörsen. Denn Jobsuchmaschinenen wie www.jobtweet.de ermöglichen Ihnen, Stellenanzeigen, die im Internet und speziell bei Twitter gepostet werden, direkt nach ihrer Veröffentlichung zu finden – und nicht, wie in vielen anderen Suchfunktionen erst Stunden später.
- Vorsicht Imageverlust: Im Web 2.0 geht es auch darum, anderen zu zeigen, wer Sie sind: Also seien Sie stets authentisch und persönlich. Auch wenn es um Authenzität geht: Betrachten Sie Ihre Aussagen stets auch aus dem Blickwinkel potentieller Arbeitgeber – Firmenklatsch oder Wut über den ehemaligen Chef haben bei Twitter nichts verloren.
29. Juli 2010 um 11:19 Uhr
Hallo Simone,
zunächst: Dank dir für die Erwähnung. Ich habe vor, während und nach meiner Jobsuche mit Hilfe des Social Web Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte.
Du hast es ja im wesentlichen alles gesagt in deinem Post. Ein Punkt, den es zu unterstreichen gilt, ist die Tatsache, dass das heutige Internet sich als Social Web darstellt, womit klar wird, worum es geht: Um den gemeinsamen und persönlichen Meinungsaustausch auf verschiedenen Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter & Co.
Im Hinblick auf die Jobsuche kann ich deshalb nur jedem empfehlen, die Möglichkeiten zu nutzen, die sich bieten, aber immer unter der Prämisse, dass es ein “Geben und Nehmen” ist.
Wer nur nimmt, wird auch im Social Web recht schnell merken, daß er seine selbstgesteckten Ziele nicht erreichen wird.
Beste Grüße aus Düsseldorf
Johannes
29. Juli 2010 um 12:06 Uhr
Hallo Johannes,
danke für den ergänzenden Beitrag. Du bist auch definitiv eines der besten Beispiele für erfolgreiche Jobsuche im Web 2.0, das ich kenne
Gruß
Simone Janson
29. Juli 2010 um 12:45 Uhr
Liebe Frau Janson,
wirklich ein sehr guter Artikel auf den ich auch in unserem Blog verlinken werde.
Wichtig ist für mich auch noch, dass man sich im Internet richtig darstellt. Ich finde hier bietet z.B. Yasni einen sehr guten Service an, sich so darzustellen, wie man es selbst gerne möchte.
Liebe Grüße aus München
Ralph Meinhold
29. Juli 2010 um 13:12 Uhr
Hallo Herr Meinhold, danke für Link + Kommentar. Ich werde mir bei Gelegenheit Ihren Blog gerne (bin grade etwas in Zeitnot…)
Simone Janson
1. August 2010 um 09:21 Uhr
Ziemlich banale Informationen. Wer kommt da heutzutage nicht selbst drauf…?
1. August 2010 um 09:49 Uhr
Hallo SMI,
gerne können Sie Kritik äußern, schöner wäre es aber, wenn Sie, wie die meisten anderen hier, Ihren richtigen Namen verwenden würden.
Ich geben Ihnen recht: So schnell und easy ist es nicht getan, die fünf Tipps können nur ein Einstieg in das sehr umfangreiche Thema sein.
Wenn Sie fundiertere Informationen zu dem Thema suchen, könnten Sie fragen – oder – noch einfacher, die Suchfunktion nutzen: www.berufebilder.de/?s=jobsuche+2.0
Da Sie offenbar tiefgreifendere Informationen wünschen, möchte ich Sie noch auf unsere einstündige Radio-Diskussion im Deutschlandradio hinweisen: wissen.dradio.de/index.98.de.html?dram:article_id=2028&sid=
Und diesen ausführlichen Artikel von mir über Online-Reputation: studienwahl.de/index.aspx?anzeige=0&f=0_0_0_0_0_0_0_50_content_01.aspx
9. August 2010 um 19:34 Uhr
Auf www.xanxi.de gibt es ein neues kostenloses Existenzgründer & Businessnetzwerk.
XanXi.de dient hierbei als Kommunikationsplattform zwischen Existenzgründern, Unternehmern und Entscheidern.
10. August 2010 um 11:08 Uhr
Hallo Herr Döring,
danke für den Hinweis, dass es dann noch ein Netzwerk gibt. Da sich dieses an Existenzgründer richtet, ist Ihr Hinweis aber ein wenig Off-Topic – oder?
Dazu gleich noch ein paar Fragen: Was läuft bei Xanxi anders als bei anderen Netzwerken, wo liegt der Nutzen für den User? Und: Ist das nun Zufall, dass der Name der Plattform Xinxi zum verwechseln ähnlich ist und beide irgendwie an Xing erinnern? Ist so eine Verwechslung geschickt? Auf mich jedenfalls macht das dadurch keinen seriösen Eindruck!