Schlechte Bewerbungen wandern meist sofort in den Papierkorb. Auch diese hier: Zum einen die unpersönliche Anrede, die darauf hindeutete, dass die gleiche E-Mail an zig Redaktionen ergangen war. Zum anderen hatte sich der Bewerber offenbar nicht die Mühe gemacht, sic darüber zu informieren, was ich überhaupt mache – sonst hätte er festgestellt, dass ich gar keinen Verlag habe. Also weg damit!
Was Personaler von Bewerbern wirklich wollen
So wie mir in diesem Fall ergeht es vielen Personalern: Und erstaunlich, dass die gleichen simplen Fehler trotz ungezählten Bewerbungsratgebern immer wieder gemacht werden. Unlängst erzählte mir ein Kollege, er habe eine Bewerbung per E-Mail bekommen, die offenbar an eine andere Redaktion adressiert war – und eine Stunde später eine E-Mail: “Oh, Entschuldigung, das war gar nicht für Sie bestimmt…”
Dabei ist es eigentlich immer das gleiche, was Personaler wollen: Jemanden finden, der zum Stellenprofil möglichst gut passt und nicht irgendjemanden. Und jemanden, der es auch wirklich ernst meint mit seiner Bewerbung, der sich wirklich für die Firma einsetzen will und der verlässlich ist.
Mitdenken – Fehlanzeige!
Doch die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzudenken, ist bei vielen Leuten offenbar nicht besonders ausgeprägt. Sonst würden sich nicht viele Leute über das gleiche Problem beklagen: Sie werden zugeschüttet mit absolut unpassenden Bewerbungen. Stellen SIe sich selbst doch mal in einer ähnlichen Situation vor: Wie würde es Ihnen gehen? Wären Sie nicht auch angenervt? Vollziehen Sie bei einer Bewerbung doch mal den Rollentausch. Stellen Sie sich vor, Sie wären Personalchef der Firma, bei der Sie sich gerade bewerben. Was würden Sie denken? Was müssten Sie denken? Auf diese Weise können Sie am besten herausfinden, wie man auf Ihre Bewerbung reagiert.
Und noch ein Tipp: Um herauszufinden an was es denn genau lag, können Sie bei Absagen auch einfach mal nachfragen: Woran lag es? Welchen Eindruck hat meine Bewerbung auf Sie gemacht? Denn nur Erfahrung bringt weiter.
