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Viele Minijober machen Schwarzarbeit

Simone Janson

Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a. für ZEIT-ONLINE, imgriff.com, changeX), Bestseller-Autorin ("Die 110%-Lüge", "Nackt im Netz") und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Beruf & Bildung, mit mehr als 50 Autoren Teil des 11-Millionen-starken Netzwerks Business & More.

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6 Kommentare

  1. Wenn man als Arbeitnehmer auf eine Anmeldung bestehen würde, dann könnte es sein, dass man den Job nicht bekommt. Also nimmt man gerade bei geringfügigen Beschäftigungen das, was man kriegen kann.

  2. Das soll jetzt aber hoffentlich kein Freibrief sein, Schwarzarbeit eben zu akzeptieren? Ich habe das auch schon andersherum gehört: Dass nämlich die Minijobber häufig unbedingt schwarz arbeiten wollen. Und es ist eine Frage der Marktmacht: Generell denkt man sich natürlich, Minijobber haben schlechte Karten.
    Wenn ich allerdings eine zuverlässige und wirklich gründliche Putzfrau suche, die in meiner Nähe wohnt und vielleicht auch noch zeitlich flexibel ist, sieht das vielleicht auch schon wieder anders aus: Dann bin ich vielleicht auch bereit, mal deren Bedingungen zu akzeptieren. Da hängt dann auch vieles davon ab, mit welchem Selbstverständnis der Minijobber auftritt – ob z.B. als Dienstleister oder eben als kleine Wurst (um das mal plakativ zu sagen..)

  3. Sie verüben die Schwarzarbeit, weil dies für sie wahrscheinlich so günstiger und bequemer ist.

  4. Sicher. Aber das einfach als gegeben hinzunehmen, löst das Problem ja nicht – oder?

  5. Man darf an dieser Stelle nicht vergessen wie viele Reiche es gibt die ihr Geld heimlich auf ausländischen Konten lagern um Steuern zu sparen obwohl die es finanziell gar nicht nötig haben. Zudem wenden solche Leute mit m gewissen vermögen oder Einkommen oft noch von Ihrem Finanzberatern unterweisen wie sie am besten Steuern sparen können und es gewinnbringend anlegen während normale Leute aus der Unterschicht überhaupt keine Möglichkeiten dieser Art haben. Daher ist es schäbig einem ein schlechtes Gewissen einzureden wenn sich jemand etwas schwarz dazu verdient um über die Runden zukommen und seine Familie zu ernähren, zumal der deutsche Staat einem sowieso keine sichere Rente mehr garantieren kann und (zu) viel Geld nach Israel und Afghanistan stopft obwohl es hier dringend gebraucht wird.

    • Hallo Politischandersdenkender,
      ich finde es interessant, dass Sie sich ein schlechtes Gewissen einreden lassen. Einerseits kann ich den Unmut verstehen, andererseits ist diese Dreist-ist-geil-Mitnahmementalität, und zwar in allen gesellschaftlichen Schichten, das große Problem in Deutschland – mal im Vergleich zu den skandinavischen Ländern, wo es eine breite Akzeptanz gibt, den Staat zu unterstützen. Die Frage aber ist: Was tut man dagegen? Mit dem Finger auf andere zu zeigen, nach dem Motto “der macht das ja auch” ist verständlich, aber nicht zielführend. Konstruktive Alternativvorschläge?

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