Simone Janson, Journalist: Jobsuche, Bildung, Existenzgründung, Social-Media

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Job- & Personalsuche » Arbeitsmarkt & Arbeitgeber » Lassen sich Personaler tatsächlich lieber verarschen:
Die Wahrheit, aber bitte nett verpackt!

In der Süddeutschen war gerade zu lesen, wie sich Personaler Aussagen in Bewerbungsgesprächen wünschen. Nämlich offenbar nett verpackt. Dabei ging es um Schulabgänger! Und ich ab mich beim Lesen gefragt: Warum eigentlich immer diese albernen Spielchen? Lassen sich Personaler tatsächlich gerne, sorry, verarschen?

Simone Janson

Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a. für ZEIT-ONLINE, imgriff.com, changeX), Bestseller-Autorin ("Die 110%-Lüge", "Nackt im Netz") und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Beruf & Bildung, mit mehr als 50 Autoren Teil des 11-Millionen-starken Netzwerks Business & More.

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8 Kommentare

  1. Ob diese Diskussion nun einen Mehrwert für Schulabgänger bringt, halte ich für fragwürdig. Insbesondere weil doch jeder weiß, dass einzelne Meinungen keine validen Aussagen erzeugen. Und auch, dass jeder Personaler weiß bei welchen seiner Fragen vom Bewerber gelogen wird. Da finde ich den Anspruch auf charmante Verpackung durchaus charmant.
    Aber hey, als Blogger muss man sich anscheinend seine Berechtigung mit allem erschreiben, was nicht bei 3 auf dem Baum war…

  2. Hallo Garbagesister,
    Klar läuft es so. Klar weiß das jeder (außer eben den Schulabgängern). Aber macht es Sinn?
    Mir ging mir weniger um den Mehrwert für Schulabgänger als generell darüber zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen, ob die in dem Artikel gemachten Aussagen sinnvoll sind – oder nicht. Das scheint ja geklappt zu haben, wie man sieht.
    Eine valide Umfrage war auch nicht intendiert – eher ein Meinungsaustausch.
    Daher: Danke für Ihre Meinung!
    Gruß
    Simone Janson

  3. Wenn ich mich als Freelancer vorstelle, um in Agenturen oder Projekten zu arbeiten, merke ich in der Regel sehr schnell, ob Kommunikation und gegenseitiges Interesse stimmen. Das gilt auch für mein Gegenüber. Würde ich gefragt werden, warum ich ausgerechnet zu diesem Unternehmen möchte, ich wüsste, es wäre der falsche Job für mich. Warum diese Frage? Hat man nicht bemerkt, mit welchen Fähigkeiten ich mich vorstelle? Kennt man seine eigene Marktposition nicht? Usw.
    Das Einzige, was diese Frage zeigt, ist langweilige Personal-Akquise. Das verheisst mir nichts weiter als einen langweiligen Job mit langweiligen KollegInnen. Nein Danke.

  4. Genau das meinte ich auch: Der Text in der SZ zeigt für mich einfach sehr schön, wie idiotisch diese Frage ist… Daher danke für den schönen Einwurf.. danke auch für die Nennung des vollen Namens – wie man sieht, keine Selbstverständlichkeit für viele Kommentatoren!

  5. Ich finde Ihren Text Spitze. Er trifft genau ins schwarze, Die Personaler wollen nur Ihre “Überlegenheit” zeigen, es geht nicht um Fachliche Qualifikation, sondern um die Huldigung an das Firmenpersonal und nur nicht zu viel Persöhnlichkeit.
    Vielen Dank, weiter so.
    Viele Grüße
    Karen

  6. Hallo Karen, naja… ich habe mich, gerade weil ich auch Gegenbeispiele kenne, über die Aussagen im Text ziemlich gewundert. Aber tatsächlich hatte ich früher auch oft den Eindruck, den Sie offenbar aus Vorstellungsgesprächen mitgenommen haben. Das war einer der Gründe für, mich selbständig zu machen.
    Nur, mit sicherem, unbefristetem Job ist dann eben auch nichts. Aber wie brachte es eine Bekannte mal schön auf den Punkt: Man muss überlegen, was schlimmer ist: Der Chef (edit: und damit die Anpassung an solche Unternehmen) oder die Unsicherheit (edit: als Selbständiger).
    Wie gesagt, mittlerweile kenne ich auch andere Beispiele – um die zu finden, braucht es aber etwas Geduld und Glück. Man sollte vielleicht die Hoffnung nicht aufgeben.
    Viele Grüße
    Simone Janson

  7. Danke, danke, danke für diesen Artikel. Du sprichst mir aus der Seele. In jedem Bewerbungsgespräch muss ich mich wieder neu auf das Theater einlassen und jedes Mal denke ich, dass doch beide Seiten wissen, dass es Bullshit ist.

  8. Dir auch danke für diesen Einblick aus Sicht des Bewerbers!

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