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Vorsicht Schubladendenken: So verhindern Sie unnötige Verallgemeinerungen!

Simone | Janson, 11. 02. 2010:

Schneller als man denkt, hat man Dinge kategorisiert oder Menschen in Schubladen gesteckt. Grund dafür: Unser Gehirn ist faul und will so ökonomisch wie möglich arbeiten. Doch dadurch kann alles unnötig schwerer werden. 10 Tipps, wie sie mit Übung übertriebenes Schubladendenken einschränken:

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Vereinfachen angesagt: So sollte Plakatwerbung nicht aussehen (am Beispiel Europawahl)

Simone | Janson, 05. 06. 2009:

busoGestern stand ich auf der Straße und sah auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieses Werbeplakat der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo). Und zwar genau so, wie Sie das jetzt auch sehen: Sprich: Die Überschrift, das Bild und der Aufruf “BüSo wählen” waren zu erkennen. Das gelbe Kleingedruckte nicht.

Whats wrong?

Vielleicht oute ich mich jetzt als politisch uninteressiert, aber mir war BüSo bis dahin völlig unbekannt. Dunkel ahnte ich, dass Bü für Bürger und So für Sozial oder Solidarität stehen könnte. Was das ganze zur Europawahl mit Afrika und Landwirtschaft zu tun hatte, war mir schleierhaft. Vielleicht ein Trick, um den Betrachter neugierig zu machen?

Aber mir geht es hier gar nicht um BüSo oder deren Inhalte und schon gar nicht will ich selbige durch den Kakao ziehen. Viel mehr ist das m.E. ein gelungenes Beispiel dafür, wie Plakatwerbung nicht sein sollte: Nämlich einfach zu kompliziert.

Weniger ist mehr!

Denn Offenbar hat sich die Partei dazu entschieden, ihre komplexen Inhalte alle auf ein Plakat zu Pressen. Dadurch ist kein klarer Inhalt entstanden, mit dem der Betrachter auf einen Blick herausfinden könnte, wofür die Partei steht, sondern ein ziemliches Durcheinander:


Man fragt sich automatisch: Geht es jetzt um Landwirtschaft, Bürger der Hilfe für Afrika? Auch beim Kleingedruckten wird es nicht besser: Was ist die Peccora-Kommission? Warum soll ausgerechnet die Autoindustrie für Afrika umgerüstet werden? Und Investitionen in den Aufbau – in Europa oder Afrika?

Und es geht besser

Wie gesagt, es geht nicht um die Inhalte: Besser wäre es gewesen, einfach die wichtigsten Schlagworte auf einen neutralen Hintergrund zu pinnen. Und zwar Schlagworte mit denen jeder etwas anfanen kann und jeder auf einen Blick erkennt, wofür die Partei steht.

Ganz einfach: Weniger ist mehr. Gerade auch bei der Plakatwerbung. Denn die ist schon teuer genug -  und wenn Unternehmen und auch Parteien in schon Plakate investieren, sollten diese auch aussagekräftig sein und auf einen Blick, auch aus einiger Entfernung, erkennen lassen, wofür das Unternehmen steht.

Vorsicht Schubladendenken: Wenn Simplify zur Vereinfachungsfalle wird!

Simone | Janson, 11. 02. 2010:

Menschen neigen dazu, ihr eigene Sichtweise zu verallgemeinern und in Kategorien zu denken. Schuld daran ist das Gehirn, das Informationen so schnell wie möglich verarbeiten will. Doch der Hang zum Vereinfachen hat Nachteile, denn manchmal ist das Leben eben nicht so einfach.

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Gute Idee verschenkt: Simple Wahrheiten sind meist falsch!

Simone | Janson, 23. 06. 2007:

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In einer Zeit, in der Simplify-Bücher zu Bestsellern werden, ja sich ein regelrechter Vereinfachungstrend abzeichnet, war dieses Buch schon lange überfällig. Denn tatsächlich ist Vieles nicht so einfach, wie es scheint wenn zu stark vereinfacht wird, kann das zu großen Problemen führen. Weiterlesen →