Ein gutes Recruiting-Video muss nicht teuer sein – das beweist gerade Twitter. Während sich andere Firmen aufgestylte, betont coole Ideen für ein Recruiting-Video ausdenken, die sich ans Witz und Esprit scheinbar noch immer wieder gegenseitig überflügeln, dafür aber Unsummen kosten, kommt Twitter betont einfach und simpel daher – mit einem hausgemachten Low-Budget-Video und zum Teil in 80er-Jahre Ästhetik.
Das kann sich natürlich nur ein Unternehmen leisten, das bei seiner Zielgruppe ohnehin schon als cool gilt. Und bei dem die Mitarbeiter auch ganz von selbst von ihrer Arbeit überzeugt sind. Dann kann man auch sein eigenes Schauspiel-Talent mal auf die Schippe nehmen. Motto: Authenzität ist Trumpf. Und der Erfolg bei der Zielgruppe lässt nicht lange auf sich warten, wie Michael Seemann (@mspro) heute bei Twitter verlauten ließ: “da bekommt man echt bock bei twitter zu arbeiten”. Vielleicht ist das ja schon die neue, kurze Twitter-Bewerbung? Viel mehr braucht es ja eigenlich nicht – oder? Gelebtes Employer Branding würde ich sagen!
Einer meiner Leser, selbst Ingenieur mit gut bezahltem Job, hat kürzlich den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) um eine Stellungnahme zum Thema Fachkräftemangel gebeten. Seiner Meinung nach Vertritt der VDI zunehmend nur noch die Arbeitgeberinteressen und nicht mehr die Interessen der Ingenieure. Daher will er nun aus dem Verein austreten und auch andere zum Austritt bewegen. Polemische Zuspitzung oder berechtigter Vorwurf? Und nimmt der VDI den drohenden Mitgliederschwund überhaupt ernst?
ich schreibe gerade eine Diplomarbeit über den MINT-Fachkräftemangel in Deutschland und Möglichkeiten von Bildungspolitik & Bildungsoffensiven zur Vermeidung des Mangels.
Ich habe mir Ihre Artikel durchgelesen und mit Freude die Kommentare durchstöbert.
Ich habe nun eine Frage an Sie persönlich: Was für ein Fazit ziehen Sie aus der Diskussion um den MINT-Fachkräftemangel in Deutschland?
Es wäre schön zu wissen, wie Sie zu dieser kontrovers geführten Diskussion stehen.
Wie gestern schon berichtet, wird in Deutschland wieder mal heftig über den Fachkräftemangel diskutiert. Und das wahrscheinlich viel zu polemisch. Denn das ganze Bild muss man differenzierter sehen: Es gibt Unternehmen, denen tatsächlich Fachkräfte fehlen – und solche, die keine Probleme haben, Stellen zu besetzten.
Das Thema Fachkräftemangel, das im vergangenen Jahr auch hier im Blog heftig diskutiert wurde, ist stets Gegenstand heftiger Polemik. Um so überraschender war für mich eine differenzierte Podiumdikussion zum Thema, die die Frage “Fachkräftemangel oder nicht” mit einem entschiedenen “Jein” beantwortet. Erhellende Ergebnisse.
Gute Leute sind besonders ambitioniert. Daher müssen sich Unternehmen schon etwas einfallen lassen, um sie zu halten. Denn eine Studie zeigt nun: Routine im Job kann das Aus für ein Arbeitsverhältnis bedeuten, weil die Fachkräfte woanders nach spannenderen Aufgaben suchen.
Vor einiger Zeit versuchte ich an einer deutschen Hochschule Studenten die Vorteile von Jobsuche und Networking via Social Media nahe zu bringen. Nur diesmal waren nicht angehende Journalisten die Zuhörer, sondern Wirtschaftswissenschaftler. Auch eine Absolventengruppe, die demnächst vielleicht als Fahrradkurier anheuern kann?
Und es ist wieder so weit: Wie jedes Jahr klärt die Stuttgarter Personalvermittlung alma mater die spannende Frage: Was verdienen Hochschulabsolventen? Rund 900 Unternehmen beteiligten sich an der siebten Auflage der alma mater Gehaltsstudie zu Einstiegsgehältern von Hochschulabsolventen.Und das kam dabei heraus: Weiterlesen →
Seit zehn Jahren befragt das Beratungsunternehmen Gallup deutsche Arbeitnehme zu ihrer Zufriedenheit und ihrem Engagement im Job und zu ihrer Identifikation mit dem Unternehmen. Der Gallup Engagement Index für 2010 wurden am 9. Februar veröffentlicht. Mit (mal wieder) erschreckenden Ergebnissen: Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt. Doch was sollen Personaler und Chefs damit anfangen? Weiterlesen →
Das Thema flexibles Arbeiten ist momentan schwer angesagt. Ich befürworte das Thema ja schon seit Jahren, nicht zuletzt war der ständige Präsentismus-Zwang meines Ex-Arbeitgebers für mich der Grund mich selbständig zu machen und bis heute mistrauisch gegenüber Jobangeboten zu bleiben. Da freut mich natürlich, dass das jetzt so ein Trend ist. Andererseits: Ich bleibe misstrauisch. Weiterlesen →