Berufebilder by Simone Janson

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Von: Simone Janson
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Serie besser Scheitern:
Insolvente Unternehmer sind immer die Bösen

Was bei einer solchen Ausbildung herauskommen kann, ist immer wieder in den Nachrichten zu bewundern: Risikovermeidung statt Innovation. Schadensbegrenzung statt konstruktiven Umgehens mit Fehlern. Von echter „Entrepreneurship“ – nicht einmal einen eigenen Namen hat die akademische Unternehmerausbildung im Deutschen – ist nicht viel zu merken.

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Serie besser Scheitern:
Unternehmenskultur in den USA

Denn in Übersee gibt es im Gegensatz zu Deutschland eine ausgeprägte Kultur der Selbständigkeit und des Scheiterns: Dort ist hat sich Entrepreneurship längst als eigenständige wirtschaftswissenschaftliche Disziplin etabliert und wird an breiter Front in Lehre und Forschung betrieben.
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Serie besser Scheitern:
In Deutschland ist die Haltung zur Gründung eher negativ

Auch wenn schnell der Eindruck entsteht, solche Erfahrungen könnten rein subjektive Befindlichkeiten sein, zumal kaum jemand gerne darüber redet: Der aktuelle Global Entrepreneurship Monitor, eine Studie, die jährlich die Gründungsbedingungen in 42 Ländern weltweit untersucht, kommt zu dem gleichen Ergebnis: Die Gründungskultur in Deutschland ist alles andere als optimal.

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Serie besser Scheitern:
Gründungskultur in Deutschland

Sich in Deutschland selbständig zu machen ist nicht einfach. Eigentlich ist das noch milde ausgedrückt, denn tatsächlich gleicht es einem Spießrutenlauf: Zum einen sind da die bürokratischen Hürden von der Sozialversicherung bis zum Steuerrecht. Noch schwerer aber wiegt die fehlende Gründungskultur in Deutschland.

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Erstmal nur im Nebenjob:
Interesse an Selbständigkeit wächst!

Die nebenberufliche Selbständigkeit wird für die Deutschen in der Wirtschaftskrise immer interessanter. 76 Prozent bewerten diese Form der Existenzgründung als attraktiv. Und für über die Hälfte der Deutschen stellen Verdienstmöglichkeiten und Unabhängigkeit die wichtigsten Motive für einen Schritt in die Selbständigkeit dar.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag der Firma Amway über die Bedeutung von Selbständigkeit speziell in der Rezession. Die Umfrage ist Teil der Initiative “Zukunft Selbständigkeit”, die zweimal pro Jahr die Einstellung der Deutschen zu beruflichen Veränderungen und zur Selbständigkeit untersucht.

Gestiegenes Interesse an Selbständigkeit

Im Vergleich zum Vorjahr ist das grundsätzliche Interesse an einer nebenberuflichen Existenzgründung signifikant gestiegen: Während die Umfrage 2008 ergab, dass 62 Prozent der Deutschen den nebenberuflichen Einstieg in die Selbständigkeit für attraktiv halten, sind in der Rezession mittlerweile drei Viertel dieser Meinung (76 Prozent). Das Interesse an einem hauptberuflichen Einstieg in die Selbständigkeit ist 2009 um über 20 Prozentpunkte auf 13 Prozent gesunken (2008: 36 Prozent).

Die Verdienstmöglichkeiten sind das entscheidende Motiv für einen möglichen Schritt in die Selbständigkeit (55 Prozent). Als weitere potenzielle Vorteile gelten die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Selbständigkeit. Der Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit rangiert hier mit 54 Prozent auf Rang zwei, gefolgt von der Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen (41 Prozent).

Konkrete Schritte – lieber erstmal später

Der konkrete Schritt in die Selbständigkeit ist für vier von fünf Befragte derzeit dennoch nicht vorstellbar (82 Prozent). Für Verunsicherung sorgen vor allem die mit einer Selbständigkeit assoziierten Aspekte “finanzielles Risiko” (82 Prozent) und “fehlendes Startkapital” (68 Prozent). Fehlende staatliche Förderung wird besonders in den neuen Bundesländern kritisiert (36 Prozent).

Über die Hälfte der befragten beklagt 2009 einen Mangel an beruflichen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt beurteilen 55 Prozent der Befragten ihre Chancen, sich beruflich zu verändern, als “eher schlecht” beziehungsweise als “sehr schlecht”.

Die angestrebte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt in Ost- und Westdeutschland existiert bis heute offenbar nicht. 78 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt und 64 Prozent in Brandenburg schätzen ihre Jobchancen als “eher schlecht” beziehungsweise als “sehr schlecht” ein. In Baden-Württemberg vertreten nur 49 Prozent diese Ansicht.

Materielle Gründe

Gegenüber 2008 spielen im Berufsleben 2009 finanzielle Aspekte eine deutlich größere Rolle als immaterielle Motive. Die finanzielle Absicherung hat aktuell mit 74,4 Prozent einen zentralen Stellenwert.

Im Gegensatz dazu haben individuelle Gestaltungsspielräume, die beispielsweise eine Work-Life-Balance ermöglichen, 2009 dramatisch an Bedeutung verloren (11 Prozent). Noch 2008 rangierten Aspekte wie die Ausgewogenheit zwischen Berufs- und Privatleben (92 Prozent) oder ein kollegiales Umfeld (96 Prozent) an vorderster Stelle.

Antje Lezius

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Interview

Interview mit der ehemaligen Tankstellenunternehmerin und Beraterin Antje Lezius:
"Frauen glauben, sie seien noch nicht gut genug"

Eine Studie der Bundesweiten Gründerinnenagentur zeigt: Nur ein Drittel aller Unternehmer sind weiblich, 70 Prozent davon als Soloselbständige. 56 Prozent der Frauen gründen im Dienstleistungsbereich, allerdings nur zehn Prozent im Technologiesektor.

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Essay über Insolvenz und Gründungskultur:
Besser scheitern – Zeit für den Tabubruch

Scheitern – hierzulande gilt es immer noch als Stigma, als Ausdruck persönlichen Versagens. Der kann’s eben nicht, heißt es dann hinter vorgehaltener Hand. Schluss mit der Häme! Scheitern ist unternehmerische Normalität. Weiterlesen →

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Gesellschaft & Zukunft

Mein Beitrag in der Mittelstands-Beilage der Financial Times:
Unkultur des Scheiterns

Obwohl es in rund 29.000 Unternehmensinsolvenzen jährlich gibt, ist in Deutschland das unternehmerische Scheitern alles andere normal: Wer Insolvenz anmelden muss, trägt hierzulande selbst Schuld und gilt als Versager. Dabei kann es jederzeit jeden treffen – selbst wenn Rücklagen vorhanden sind. Die Kurzsichtigkeit, solche Brüche im unternehmerischen Lebenslauf einfach gedanklich auszuklammern, hat ernste Folgen für die Unternehmenskultur in Deutschland: Viele machen sich aus Angst vor dem Scheitern erst gar nicht selbständig. Mehr dazu in meinem Beitrag, erschienen am 19. September 2008 in der Mittelstandsbeilage der Financial Times.

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Mein Beitrag in der Mittelstandsbeilage der Finanancial Times:
Frauen als Unternehmerinnen in einer Männerdomäne

Am 19. September erschien in der Mittelstandsbeilage der Financial Times mein Artikel über Unternehmerinnen, die ihr Unternehmen in einer so genannten Männerdomäne führen. Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: