Berufebilder by Simone Janson

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Simone Janson

Von: Simone Janson
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Versicherungen

Berufsunfähigkeitsversicherung:
Wie viel kostet sie?

Bevor Sie eine Beurufsunfähigkeitsversicherung abschließen: Machen Sie sich klar, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine Risikoabsischerung ist, die nur im Schadensfall zahlt. Sie bekommen Ihre Beiträge in der Regel also nicht wieder. Es gibt jedoch auch Versicherungen mit Auszahlung des Gewinns, wenn keine Berufsunfähigkeit eingetreten ist. Diese Variante ist allerdings etwas teurer. Zudem werden die Überschüsse (etwa aus Aktienfonds) meist nicht garantiert.

Und auch das sollten Sie beachten: Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit gilt als private Ausgabe. Sie können die Kosten also nicht als Betriebsausgabe von der Steuer abziehen, denn das Risiko liegt überwiegend im privaten Lebensbereich. Sie können diese Vorsorge nur als sonstige Vorsorgeaufwendung in der Steuererklärung zu berücksichtigen – und zwar bis zum Höchstbetrag von 1500 Euro jährlich. Insgesamt können als Vorsorgeaufwendungen jährlich nur 2.400 Euro geltend gemacht werden.
Wie hoch Ihre Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind, hängt von verschiedenen Faktoren (und natürlich von der Versicherungsgesellschaft) ab.

Von Folgenden Faktoren hängt der Preis auch ab:

Höhe der gewünschten Rente

Die Höhe der Rente, die bei Berufsunfähigkeit gezahlt werden soll, bestimmt ganz entscheiden die Höhe Ihrer Beiträge. Je mehr Rente Sie bekommen möchten, desto höher sind auch Ihre Beiträge.

Ihr Alter

Auch das ist wichtig: Je jünger Sie bei Abschluss einer Versicherung sind, desto niedriger sind in der Regel auch Ihre Beiträge – zum einen, weil Sie dann länger einzahlen, zum anderen, weil Sie in der Regel auch noch weniger Vorerkrankungen aufweisen (dazu unten mehr).

Leistungs- und Versicherungsdauer

Ihr Beruf

Zu diesen beiden Punkten gibt es Extra-Beiträge (Siehe dazu Reihen-Übersicht unten!)

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Versicherungen

Private Berufsunfähigkeitsversicherung:
Welche Möglichkeiten gibt es?

Sie können eine Berufsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel im Paket mit einer Rürup-Rente, einer private Lebens- oder Rentenversicherung abschließen, jeweils mit Einschluss einer Berufsunfähigkeitzusatzversicherung. In Kombination mit der Rürüp-Rente sind die Beitragszahlungen steuerbegünstigt.
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Versicherungen

Erwerbsminderungsrente:
Was leistet die Rentenversicherung bei Berufsunfähigkeit

Wenn Sie mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben (es gelten auch Kindererziehungszeiten, Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten, Zeiten geringfügiger Beschäftigung, Ersatzzeiten) und mindestens drei Jahre lang in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit pflichtversichert waren, haben Sie Anspruch auf die folgenden Leistungen:

  • Eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe der halben Erwerbsminderungsrente (dazu unten) bekommen Sie, falls Sie vor dem 02.01.1961 geboren wurden – und zwar dann, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen (Nachweis durch den Arzt erforderlich) in Ihrem oder einem anderen zumutbaren Beruf weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können.
  • Wenn Sie erst nach diesem Datum geboren oder erst nach 2000 in die Rentenversicherung eingetreten sind, können Sie nur eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente bekommen. Das bedeutet, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden (volle Erwerbsminderung), bzw. zwischen drei und sechs Stunden (halbe Erwerbsminderung) täglich arbeiten können, egal in welchem Beruf und unabhängig davon, ob ein Arbeitsplatz tatsächlich zur Verfügung steht.

Rechenbeispiel:

Bei einem rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen von 5250 Euro beträgt die halbe Erwerbsminderungsrente 16 % des bisherigen Einkommens, also 840 Euro, die voll erwerbsunfähigkeitsrechte ca. 31 %, also 1630 Euro
Die Rente wird erst ab dem siebten Monat der Erwerbsminderung gezahlt. Anders als bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung wird durch eine staatliche Erwerbsminderungsrente, die Sie vor dem 66. Lebensjahr erhalten, Ihre Altersrente gekürzt – und zwar für jeden Monat des früheren Rentenbezugs um 0,3 Prozent, maximal aber um 10,8 Prozent. Die Berufs- oder Erwerbsminderungsrente wird wie die Altersrente versteuert. Alle drei Jahre wird geprüft, ob Sie nicht wieder arbeitsfähig sind. Erst wenn Sie neun Jahre lang berufsunfähig waren, bekommen Sie eine dauerhafte Erwerbsminderungsrente.

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Versicherungen

Bei Berufsunfähigkeit:
Was leistet die Unfallversicherung?

Die gesetzliche Berufsgenossenschaft oder eine Unfallversicherung, die Sie privat abgeschlossen haben zahlt zwar eine Invalidenrente – aber nur nach beruflichen Unfällen. Eine Unfallversicherung für den privaten Bereich zahlt hingegen ausschließlich nach Unfällen, die im Privatleben passiert sind. Die Berufsgenossenschaften zahlen darüber hinaus bei bestimmten gesetzlich festgelegten Berufskrankheiten.

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Versicherungen

Krankengeld:
Was leistet die Krankenkasse bei Berufsunfähigkeit?

Bei längeren Krankheiten können Sie von der gesetzliche Krankenkasse 70 Prozent ihres Einkommens der letzten zwölf Monate erhalten. Das Krankengeld wird bei derselben Krankheit in drei Jahren aber maximal 78 Wochen lang gezahlt. Ab wann die Krankenkasse zahlt, hängt davon ab, in welchem Tarif Sie versichert sind. Im normalen Tarif haben Sie im Krankheitsfalle Anspruch auf ein Krankengeld ab der siebten Krankheitswoche.

Vorgezogenes Krankengeld

Wenn Sie Krankengeld bereits ab der dritten oder vierten Krankheitswoche erhalten wollen (für Selbständige die in den ersten Wochen ihrer Krankheit keinen Lohnausgleich vom Arbeitgeber bekommen kann das sinnvoll sein), müssen Sie einen erhöhten Beitrag von bis zu 18,8 % zahlen. Die Beitragshöhe und auch die Leistungen sind hier sehr unterschiedlich. Erfragen Sie diese bei verschiedenen Kassen. Wenn Ihre eigene Krankenkasse zu viel verlangt, lohnt sich ein Wechsel. Wenn Sie mit einem ermäßigten Beitragssatz versichert sind, haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld.

Private Krankentagegeldversicherung

Außerdem können Sie sich gegen den Verdienstausfall bei Krankheit mit einer privaten Krankentagegeldversicherung absichern. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, sollten Sie hierbei gut die privaten und gesetzlichen Kassen vergleichen, denn Konditionen der gesetzlichen Kassen sind hier meist besser. Die Tarife für ein Krankentagegeld von 50 Euro ab dem 15.Krankheitstag bewegen sich je nach Eintrittsalter und Geschlecht in der Größenordnung zwischen 25 und 125 Euro im Monat. Je niedriger das zu zahlende Krankentagegeld ist und je später der Zahlungsbeginn ist, desto preiswerter wird es.

Die Leistungen der Krankenversicherung sind nur für vorübergehende Krankheiten da. Sobald sich herausstellt, dass es sich um eine dauerhafte Berufsunfähigkeit, nicht um eine vorübergehende Krankheit handelt, stellt die Krankenversicherung in der Regel die Zahlung ein.

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Versicherungen

Neue Reihe:
Versicherung gegen Berufsunfähigkeit

Immer wieder weisen Verbraucherverbände, Versicherungen und Experten daraufhin, dass eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt zählt. Daher stelle ich hier eine ausführliche Artikelserie zum Thema online.
Tatsache ist: Jeder fünfte Angestellte und jeder dritte Arbeiter scheidet vor Erreichen des Rentenalters wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit aus dem Berufsleben aus. Die Hauptursachen dabei sind Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beeinträchtigungen, Krankheiten der Nerven oder Psyche, Tumore und innere Krankheiten. Die Ursachen sind je nach Berufsgruppe, Alter und Geschlecht unterschiedlich: Bei den unter 39-Jährigen und den Angestellten sind psychische Gründe der häufigste Auslöser. Bei Arbeitern und in Pflegeberufen spielt die körperliche Belastung auf der Arbeit für die Krankheitsartenstatistik eine große Rolle. Sie sind häufig von Skelett-, Muskel- oder Bindegewebserkrankungen betroffen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen. Anders als viele vermuten spielen Unfälle dabei nur eine untergeordnete Rolle. Eine reine Unfallversicherung ist zwar wesentlich billiger als eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, bietet aber keine ausreichende Absicherung gegen die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit.

Die Verteilung der Ursachen prozentual nach Geschlecht

Männer

Frauen

Krankheiten von Skelett/Muskeln/Bindegewebe

18,4%

17,8%

Krankheiten des Kreislaufsystems

14,7%

6,3%

Krankheiten des Verdauungssystems/Stoffwechselkrankheiten

5,1%

3,4%

Krankheiten der Atmungsorgane

3,0%

2,0%

Neubildungen

13,5%

15,6%

Krankheiten des Urogenitalsystems

1,0%

0,9%

psychische Erkrankungen

27,6%

38,4%

Krankheiten des Nervensystems

5,9%

6,9%

sonstige Krankheiten

10,8%

8,7%

Vielleicht möchten Sie einwenden: „Ich bin ja abgesichert durch den Staat“. Das ist nur teilweise richtig, denn der Staat hat seine Leistungen für Berufsunfähigkeit erheblich reduziert. Gerade Selbständige, die in der Regel weder durch einen Arbeitgeber noch durch die staatliche Rentenversicherung abgesichert sind, kann ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung lohnen. Damit diese im Falle eines Falles auch wirklich das leistet, was Sie soll, müssen Sie bei Vertragsabschluss allerdings einige Punkte beachten.

Definition Berufsunfähigkeit:Berufsunfähig sind Sie, wenn Sie in Ihrem eigentlichen Beruf nicht mehr arbeiten können.

Definition Erwerbsunfähigkeit: Erwerbsunfähig sind Sie, wenn Sie gar nicht mehr arbeiten können.

Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Rentenversicherung und die privaten Versicherungsunternehmen unterschiedliche Kriterien zur Feststellung der Berufsunfähigkeit anlegen, die im weiteren Verlauf dieser Artikelserie beschrieben werden.

Simone Janson

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Versicherungen

Mein Artikel beim Berufsverband Freischreiber:
Kein Geld verschenken bei Versicherungen

Auf der Website des neugegründeten Berufsverbandes für freie Autoren in Print- und Online-Medien, Freischreiber, habe ich den Beitrag über Versicherungen für Freiberufler verfasst.

Die gute Nachricht: Freie Journalisten müssen kein Geld verschenken. Viele Versicherungen, die auf dem Markt für Selbständige angeboten werden, sind für sie schlicht überflüssig – zum Beispiel Betriebskosten-, oder Betriebsunterbrechungsversicherungen, die die laufenden Kosten begleichen, wenn das Büro eine Zeitlang nicht weitergeführt werden kann. Wer jedoch keine Mitarbeiter und damit keine Lohnkosten hat, fährt mit einer privaten Krankentagegeldversicherung oder dem Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel besser. Auch eine Forderungsausfallversicherungen, die z.B. dann greift, wenn der Kunde zahlungsunfähig ist, lohnt sich nur für größere Unternehmen. Sinnvoll kann es hingegen sein, teures Equipment gesondert gegen Sachschäden abzusichern, allerdings rentieren sich Spezialversicherungen – etwa gegen Glasbruch, Sturm oder Feuer – meist nicht.

Nur die wahrscheinlichsten Risken absichern

Eher sollte man eine Gesamtversicherung gegen die wahrscheinlichsten Risiken abschließen. Welche Versicherung also sinnvoll ist, hängt im Wesentlichen davon ab, welchen Risiken man ausgesetzt ist. Letztlich muss jeder selbst abwägen, welche das sind und wie viel Geld ihm das Gefühl von Sicherheit wert ist. Dazu gehört auch, dass man sich umfassend informiert und unabhängig beraten lässt. Auf keinen Fall sollte man – gerade in der Anfangsphase – übereilt die eigene berufliche Unsicherheit mit dem Abschluss irgendwelcher Policen kompensieren; zu groß ist die Gefahr, sich unnötige oder sogar sich überschneidende Policen aufzuhalsen.

Berufsunfähigkeitsversicherung und Alternativen

Sinnvoll ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn die staatliche Erwerbminderungsrente, die dann fällig wird, wenn man als Rentenversicherungspflichtiger vor Eintritt des Rentenalters nicht mehr arbeiten kann, deckt dieses Risiko kaum noch ab. Der kritische Punkt bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung findet sich unter dem Begriff “abstrakte Verweisung”. Steht das im Vertrag, prüft die Versicherung, ob der Unternehmer im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht doch noch eine verwandte Tätigkeit ausüben könnte – unabhängig davon, ob es überhaupt Arbeitsplätze gibt. Zum Glück findet sich diese Klausel nur noch selten in Vertragstexten.

Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht darauf an, die günstigste zu finden, sondern eine, die möglichst wenig Ausschlussklauseln enthält und die eigenen Risiken optimal abdeckt. Wichtig ist z.B., dass der Arzt, der die Berufsunfähigkeit bescheinigt, frei wählbar ist, gleiches gilt auch für die Behandlungsmethode. Auch sollte man Verträge meiden, in denen die Versicherung verlangt, dass man den Wechsel in einen anderen, riskanteren Beruf oder die Aufnahme eines risikoreichen Hobbys nachmelden und dann dementsprechend höhere Beiträge zahlen muss.

Besser: Die einmal vereinbarten Bedingungen gelten auch bei Veränderungen weiter. Oft schließen die Versicherungen auch Vorerkrankungen von der Versicherung aus. Wer deshalb keinen guten Berufsunfähigkeitsschutz bekommt, hat noch andere Möglichkeiten: Dread Disease Versicherungen gegen einzelne schwere Krankheiten, eine Grundfähigkeitenversicherung oder eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Ein private Unfallversicherung dagegen hilft nur bei Unfällen – zwar weltweit und zu niedrigen Beiträgen, aber Krankheiten kommen statistisch gesehen viel öfter vor als Unfälle. Die Berufsgenossenschaft, in der sich freie Journalisten ebenfalls freiwillig absichern können, zahlt zwar auch bei Berufskrankheiten, deren Leistungskatalog ist aber stark eingegrenzt.

Arbeitslosenversicherung

Selbständige können sich auch freiwillig günstig gegen Arbeitslosigkeit versichern, sofern sie vor der Gründung mindestens zwölf Monate in der staatlichen Arbeitslosenversicherung waren. Dafür muss man sich jedoch spätestens einen Monat nach Ende der alten Versicherungspflicht hauptberuflich selbstständig machen und maximal einen weiteren Monat danach bei seiner zuständigen Arbeitsagentur einen Antrag auf freiwillige Weiterversicherung stellen. Die Kosten dieser Versicherung sind gering: Man zahlt einen einkommensunabhängigen festen Monatsbeitrag von (Stand 2009) 17,64 € (West) bzw. 14,95 € (Ost). Die Höhe des Arbeitslosengeldes bemisst sich aber nicht nach den Beiträgen, sondern nach dem Durchschnittseinkommen, das man in seiner Qualifikationsstufe erzielt. Wer also in die Qualifikationsstufe Hochschulabsolventen eingestuft würde, könnte derzeit ein Arbeitslosengeld von 1.390,80 € monatlich erhalten. Auch wenn diese Versicherung ausgesprochen günstig und sinnvoll ist – private Arbeitslosenversicherungen kosten weitaus mehr bei schlechterer Leistung – sind zwei Dinge zu beachten: Nicht jeder Journalist mit Hochschulabschluss wird von der Arbeitsagentur auch in die entsprechende Qualifikationsgruppe eingestuft: Wen die Arbeitsagentur zum Beispiel nur als ungelernte Kraft vermitteln kann, der darf nur mit einem Betrag zwischen 561 € und 798,30 € im Monat rechnen.

Wer sich aufgrund fehlender Vorversicherungszeit nicht gegen Arbeitslosigkeit versichern kann, hat im Falle eines Falles immer noch die Möglichkeit, ergänzendes Arbeitslosengeld II zu beantragen und damit seinen Verdienst auf das Existenzminimum aufzustocken. Allerdings ist das Arbeitslosengeld kein Zuschuss zu einer schlecht laufenden Selbständigkeit – schon wegen der Auflagen des Arbeitsamts.

Rechtsschutz

Zur Absicherung ihrer rechtlichen Risiken denken die meisten freien Journalisten zunächst an die Rechtsschutzversicherung, die das Kostenrisiko eines Rechtsstreites abdeckt. Allerdings nicht bei jedem Rechtsstreit: Die Versicherung übernimmt die Kosten in der Regel nur, wenn sich hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und dem Versicherten kein schuldhaftes Handeln zur Last gelegt wird – das prüfen die Gesellschaften sehr gründlich. Damit fallen sämtliche Fälle, für die man als Freier haftbar gemacht werden könnte (Fehler in Artikeln, Urheberrechtsverletzungen, verspätete Abgabe usw.) schonmal raus. Abgedeckt sind mit einer Rechtsschutzversicherung hingegen Honorarstreitigkeiten mit Kunden oder Ärger mit dem Finanzamt.

Auch wissenswert: Der Versicherungsschutz beginnt in der Regel erst nach Ablauf einer Wartezeit von drei Monaten nach Versicherungsbeginn.

Das gilt zwar auch beim Rechtsschutz, den man als Mitglied in einem Berufsverband hat. Dennoch ist die Absicherung hier bedeutend billiger. Außerdem erhalten Verbandsmitglieder auch eine kostenlose Rechtsberatung, während Versicherungen keine vorbeugende Beratung übernehmen.

Haftpflichtversicherungen

Auch wenn man mit größtmöglicher Sorgfalt arbeitet: Fehler passieren! In solchen Fällen hilft eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung: Wenn ein Journalist etwas schreibt, was bei anderen einen finanziellen Schaden verursacht. Etwa wenn man den anderen durch eine Urheberrechtsverletzung oder Falschbehauptungen schädigt, der Auftrag nicht rechtzeitig fertig wird oder man als Websitebetreiber für einen Verstoß im Internet abgemahnt wird. Wichtig ist bei dieser Versicherung, dass wirklich alle Risiken abgesichert sind und die Deckungssumme ausreichend groß gewählt wurde. Wer außerdem viel Kundenkontakt in seinem Büro hat oder mit fremdem Equipment arbeitet, wenn also das Risiko besteht, dass man bei seiner Arbeit andere Personen oder deren Eigentum schädigt, der sollte über eine Betriebsaftpflichtversicherung nachdenken: Diese deckt Sach- und Personenschäden ab, die anderen im Rahmen des eigenen Geschäftsbetriebes zustoßen, etwa wenn sich ein Kunde im eigenen Büro verletzt.

Wo bekommt man gute Beratung und Hilfe?

Da Versicherungen eine komplizierte Materie sind, ist es sinnvoll, zur Auswahl der geeigneten Versicherung Fachleute heranzuziehen. Es gibt gute und schlechte, teure und billige Möglichkeiten. Im Internet bieten zahlreiche Sites kostenlose Vergleichsmöglichkeiten für Versicherungen. Das Problem mit dem schnellen Vergleich: In der Regel kann man nicht nachvollziehen, nach welchen Kriterien die Rankings erstellt wurden: Was nützt eine preiswerte Versicherung, wenn das spezielle Risiko nicht berücksichtigt wird und daher völlig ungeeignet ist? Zudem werden diese Sites oft von Versicherungsgesellschaften oder -maklern betrieben. Vor allem Letztere wählen ihre Angebote meist nach der für sie besten Provision aus, daher sind solche Übersichten oft weder vollständig noch objektiv. Selbstredend hat man das gleiche Problem, wenn sich von einem Versicherungsmakler persönlich und kostenlos beraten lässt.

Guten Rat bieten unabhängige Versicherungsberater, die wirklich neutral sind, sowie die Verbraucherzentralen. Versicherungsberater darf sich nur nennen, wer über die entsprechende gerichtliche Zulassung verfügt. Mit dieser Erlaubnis wird auch jegliche Versicherungsvermittlung verboten, damit eine finanziell unabhängige Beratung für den Mandanten gewährleistet ist. Leider ist das nicht kostenlos, da diese Berater ja keine Provisionen bekommen.

Eine preiswerte Alternative sind die kostenpflichtigen Tabellen der Verbraucherzentralen oder die Tests der Stiftung Warentest. Wer sich vorab über die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Versicherung informieren will, sollte einen Blick in die Beschwerdestatistiken der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werfen. Hier werden die Beschwerden in einem Jahresbericht nach Versicherungsunternehmen und -sparten aufgeschlüsselt veröffentlicht. Dabei wird der Zahl der Beschwerden, die die BaFin im Laufe eines Jahres abschließend bearbeitet hat, die Zahl der Verträge in der jeweiligen Sparte gegenübergestellt. Gesellschaften mit zufriedenem Kundenstamm tauchen in diesen Beschwerdestatistiken naturgemäß selten auf.

Die häufigsten Probleme entstehen übrigens bei der Leistungsabwicklung. Bei Streitfällen mit der Versicherung kann man sich nicht nur an die BaFin, sondern auch an einen Versicherungs-Ombudsmann wenden. Seinen Schlichtungsspruch akzeptieren die meisten Versicherer. Bis zu einem Streitwert von 5.000 Euro sind die Entscheidungen des Ombudsmanns sogar verbindlich, bis 50.000 Euro werden Empfehlungen ausgesprochen. Die Versicherung ist darüber hinaus dazu verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass man bei uneindeutigen Entscheidungen auch zu einem Schiedsgutachter gehen kann.

Simone Janson

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Kommunikation

Der Chef lässt seine Muskeln spielen – was können Sie tun?

Ohne Zweifel: Ein Chef hat Macht, denn er hat Einfluss auf Verdienst, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeit seiner Mitarbeiter. Macht an sich ist nicht negativ – Chefs haben ja auch viel Verantwortung. Aber es ist schlecht, wenn Vorgesetzte ihre Macht benutzen, um ihre Wünsche durchzusetzen, etwa indem sie mit Abmahnung, Kündigung, Versetzung oder Nichtbeförderung drohen. Dabei sind die wenigsten Chefs von Natur aus böse. Wenn ein Vorgesetzter seine Macht spielen lässt, dann meist, weil er selbst nicht mehr weiter weiß. Und drohen geht eben schneller als diskutieren.

Eine typische Situation im Job: Der Chef will, dass der Mitarbeiter mehr leistet und länger arbeitet. Statt das einfach zu sagen, droht er: „Ich habe Ihnen bereits letzte Woche gesagt, dass Sie sich mehr anstrengen müssen. Wenn Sie das nicht endlich tun, können Sie Ihre Beförderung vergessen. Das ist eine Dienstanweisung. Nehmen Sie das ernst!“ Was tun?

Kurzfristig besteht die beste Option darin, nachzugeben und die Anweisung zu befolgen. Den wenn derart offensiv eine Drohung ausgesprochen wird, zieht ein Mitarbeiter, der widerspricht, auf jeden Fall den Kürzeren. Wer allerdings immer brav macht, was der Chef verlangt, bleibt sich selbst nicht treu und läuft Gefahr, irgendwann nicht mehr ernst genommen zu werden.

Doch sich zu widersetzen ist nicht einfach, denn die Folgen können gravierend sein – und das macht Angst. Da kann es helfen, seine Ängste zu hinterfragen, um sich darüber klar zu werden, wie weit ein Chef wirklich gehen kann. Etwa: Warum habe ich eigentlich genau Angst? Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn ich so reagiere, wie ich möchte? Wie gehe ich dann damit um? Und: Ist dieser schlimmste Fall wirklich so schlimm? Man sollte auch überlegen, ob es Situationen gab, in denen man keine Angst vor der Macht des Chefs hatte und was dort anders war. Und wie man dem Chef begegnen würde wenn man keine Angst mehr hätte.

Solche Überlegungen helfen, festzulegen, bis zu welchem Punk man sich der Macht des Chefs unterwirft – und wo die Grenzen liegen. Beispielsweise kann man für sich definieren: “Ich bin bereit, abends länger zu arbeiten, um das geforderte Leistungspensum zu schaffen. Aber auf keinen Fall will ich auch am Wochenende in die Firma kommen. Denn: “Ich wünsche mir zwar eine Beförderung, aber nicht um jeden Preis!”“ Auf diese Weise weigert man sich, das Machtspiel mitzuspielen und macht sich bis zu einem gewissen Grad von der Macht des Chefs unabhängig. Aber natürlich muss man auch bereit sein mit den Konsequenzen zu leben.

Mein Beitrag bei RP-ONLINE gibt Tipps, wie Sie mit solchen Machtspielen umgehen.

Simone Janson

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Versicherungen

7 Versicherungen, die Unternehmer brauchen

Existenzgründer haben kein Geld zu verschenken. Das brauchen Sie zum Aufbau Ihres Unternehmens. Aber viele Unternehmer verschleudern es indem Sie zu viele oder die falschen Versicherungen abschließen – nur um dann schlimmstenfalls festzustellen, dass sie, wenn es darauf ankommt, sogar unterversichert sind. Daher lohnt es sich, genau zu vergleichen und auf das Unternehmen speziell zugeschnittene Angebote einzuholen. Denn nur so können Gründer die Spreu vom Weizen trennen. Mehr dazu lesen Sie in meinem Beitrag auf Unternehmer.de.

Simone Janson

Von: Simone Janson
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Versicherungen

Berufsunfähigkeit während der Ausbildung

Nimmt ein Auszubildender seine Versicherung bezüglich des Eintritts der Berufsunfähigkeit in Anspruch, so kann der Versicherer die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente nicht mit dem Argument verweigern, dass der zuletzt ausgeübte Beruf im Sinne der Versicherungsbedingungen alle Ausbildungsberufe umfasst. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden. Denn: Es komme auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit an!