Berufebilder by Simone Janson

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Versicherungen

Kurz-Tipps für Existenzgründer:
Welche Versicherungen brauchen Gründer sonst noch?

Wenn Sie sich um die Sozialversicherung gekümmert haben, sind Sie aber lange noch nicht abgesichert: Denn es gibt auch eine Reihe von betrieblichen Versicherungen, über die Sie nachdenken sollten, wenn Sie vollständig abgesichert sein wollen:
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Versicherungen

Weitere Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung:
Grundfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Neben der Dread Disease Versicherung gibt es noch weitere Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitenversicherung leistet im Falle des Verlustes bestimmter Fähigkeiten eine monatliche Rente. Im Vertrag werden alle Fähigkeiten aufgelistet, die versichert sind – etwa Sehen, Autofahren oder Greifen. Kann der Versicherte diese Tätigkeiten infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall nicht mehr ausführen, leistet die Versicherung. Voraussetzung dafür ist eine ärztliche Beurteilung, aus der hervorgeht, dass der Betroffene mindestens zwölf Monate lang ununterbrochen nicht fähig war oder ist, mindestens eine der im Vertrag festgelegten Tätigkeiten durchzuführen.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung dient als Absicherung für den Fall, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, irgendeine Tätigkeit regelmäßig und dauerhaft auszuüben. Damit ähnelt sie der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Anders als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung hat der bisher ausgeübte Beruf keinerlei Bedeutung, ebenso wenig das bislang erzielte Einkommen. Eine Erwerbunfähigkeitsversicherung ist deshalb auch bedeutend günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung gilt: Sie wird als selbstständige Versicherung oder als Zusatzversicherung in Verbindung mit einer Renten-, Kapitallebens-, Fondgebundenen- oder Risikolebensversicherung angeboten.

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Versicherungen

Berufsunfähigkeit:
So stellen Sie den Antrag!

Teilen Sie bei der Antragstellung der Versicherung nicht mit, ob Sie bereits anderswo Anträge gestellt haben, die abgelehnt wurden. Wenn die Versicherung danach fragt, spricht das nicht für sie.

Und: Achten Sie darauf, dass in den Antragsformularen nur nach Krankheiten und Beschwerden gefragt wird, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegen (bei stationären Klinikaufenthalten nicht länger als zehn Jahre).

Klären Sie, ob der Versicherer auf die Anwendung von § 41 des Versicherungsvertragsgesetzes verzichtet. Dieser würde der Versicherung erlauben, nachträglich vom Vertrag zurückzutreten oder den Beitrag zu erhöhen, wenn bereits bei Vertragsbeginn ein erhöhtes Risiko vorlag, das Ihnen aber nicht bekannt war und das Sie deshalb nicht angegeben haben. Wichtig: Schließen Sie Kündigungs- und Beitragserhöhungsrecht aus diesem Grund aus oder begrenzen Sie dieses Recht zumindest auf maximal fünf Jahre.

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Versicherungen

Abstrakte Verweisung:
Was bedeutet sie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wenn Ihr Versicherungs-Vertrag eine Formulierung wie „…wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen außer Stande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die er auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausüben kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht“ enthält: Lassen Sie die Finger davon. Es handelt sich nämlich um eine so genannte abstrakte Verweisung.

Das bedeutet, dass Sie von der Versicherung kein Geld bekommen, so lange Sie noch eine solche Tätigkeit ausüben können und zwar, auch wenn Sie die andere Arbeit auch nur theoretisch ausführen könnten, es aber in der Praxis gar keinen Bedarf für Ihre (gesundheitlich eingeschränkte) Arbeitskraft gibt und Sie daher keinen Job finden. Eine Arbeit, die der bisherigen Lebensstellung entspricht, kann nach der aktuellen Rechtssprechung auch bedeuten, dass Sie 20 Prozent weniger verdienen. Im Gegensatz zu älteren Verträgen enthalten die meisten neueren Verträge solche Verweisungen in der Regel aber nicht.

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Versicherungen

Berufsunfähigkeitsversicherung:
Warum Ihre Vorerkrankungen eine Rolle spielen

Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ist es von größer Bedeutung, welche Vorerkrankungen Ihre Krankengeschichte aufweist. Denn
um die Beiträge und Bedingungen für die gesamte Vertragslaufzeit festzulegen, prüft jedes Versicherungsunternehmen zuvor auch die gesundheitlichen Risiken.

Dann werden Sie aufgrund Ihrer Gesundheitsmerkmale und Krankheitsvorgeschichte einer Gemeinschaft mit gleich eingeschätztem so genanntem Risikoprofil zugeordnet. Dafür müssen Sie eine Reihe von Fragen zur Gesundheit in den fünf bis zehn Jahren vor der Antragstellung schriftlich beantworten.

Geben Sie restlos alle Vorerkrankungen an!

Wenn gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, beispielsweise Allergien oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, müssen Sie in der Regel zu Art, Schwere und Dauer der Beschwerden ausführlichere Angaben auf einem zusätzlichen Fragebogen machen. Geben Sie auch vermeintlich geringfügige Erkrankungen an, sofern diese irgendwo dokumentiert sind. Falls Sie falsche Angaben machen, kann der Versicherer die Zahlung im Fall einer Berufsunfähigkeit verweigern.

Die Versicherung kann Ihre Angaben auch bei Ihrem Arzt überprüfen, denn Sie müssen ihr das Recht dazu mit einer Schweigepflichtentbindungserklärung gewähren. Wenn Sie eine besonders hohe Berufsunfähigkeitsrente vereinbaren möchten, sollten Sie ohnehin damit rechnen, dass das die Versicherung eine gründliche Untersuchung durch den Hausarzt verlangt – sie kommt aber auch für die Kosten.

Ausschluss bestimmter Vorkrankungen

Wenn zahlreiche oder schwierige Vorerkrankungen bestehen, verlangen viele Unternehmen einen Risikozuschlag in Form höherer Beiträge. Es ist möglich, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung zu erheblich ist, um dies durch einen Beitragszuschlag auszugleichen. In manchen Fällen sind die Antragsteller auch nicht bereit, eine erhöhte Prämie zu zahlen. Dann können Vorerkrankungen und/oder Unfallfolgen vom Vertragsinhalt ausgeschlossen werden.
Sie haben beispielsweise einen Bandscheibenvorfall. Daraufhin wird vereinbart, dass Erkrankungen der Wirbelsäule sowie alle damit ursächlich zusammenhängenden Folgen vom Leistungsanspruch ausgeschlossen werden. Die Versicherung zahlt also nicht, wenn die Berufsunfähigkeit aus diesem Grund eintritt.

Welche Alternativen gibt es?

Aber: Ein Ausschluss bestimmter Vorerkrankungen ist immer die schlechteste Alternative: Wenn Sie berufsunfähig werden, kann passieren, dass man die Ihre Berufsunfähigkeit mit der ausgeschlossenen Vorerkrankung in Zusammenhang bringt. Holen Sie lieber noch Angebote von anderen Versicherungen ein.

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Versicherungen

Mein Existenzgründer-Artikel bei ZEIT-ONLINE:
Die richtige Absicherung – Teil 2

Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie gilt als eine der sinnvollsten Absicherungen, denn die staatliche Erwerbminderungsrente, die dann fällig wird, wenn ein Rentenversicherungspflichtiger vor Eintritt des Rentenalters nicht mehr arbeiten kann, deckt das Risiko zumeist kaum ab. Die Beitragshöhe variiert stark und hängt vom Alter des Versicherten und den vereinbarten Leistungen ab. Kritisch an der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist die sogenannte abstrakte Verweisung. Steht sie im Vertrag, prüft die Versicherung, ob der Unternehmer trotz einer Berufsunfähigkeit eine verwandte Tätigkeit ausüben könnte – und zwar unabhängig davon, ob es überhaupt entsprechende Jobs gibt.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Oft schließen die Versicherungen auch Vorerkrankungen von der Versicherung aus. Wer deshalb keinen guten Berufsunfähigkeitsschutz bekommt, hat noch andere Möglichkeiten: Dread Disease Versicherungen gegen einzelne schwere Krankheiten, eine Grundfähigkeitenversicherung oder eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Unfallversicherung

Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt die private Unfallversicherung nur bei Unfällen und zwar weltweit und meist zu niedrigen Beiträgen. Krankheiten, die statistisch gesehen häufiger vorkommen als Unfälle, sind in dieser Versicherung jedoch nicht enthalten. Die Berufsgenossenschaft, in der sich Selbstständige auch freiwillig absichern können und bei manchen, je nach Branche, sogar müssen, zahlt aber auch bei Berufskrankheiten. Hier gilt es, genau zu checken, welche Berufskrankheiten im Katalog der Genossenschaft abgedeckt sind.

Dieser Beitrag erschien bei ZEIT-ONLINE unter: www.zeit.de/karriere/beruf/2009-10/versicherungen-existenzgruender?page=2

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Versicherungen

Auf welche Bedingungen müssen Sie bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung geht es nicht einfach darum, die günstigste Versicherung zu bekommen. Wichtiger ist, dass Sie tatsächlich einen Vertrag bei der Gesellschaft bekommen, die gute Versicherungsbedingungen anbietet. Auf folgende Bedingungen sollten Sie achten.

Wann sind Sie berufsunfähig?

Achten Sie bei Abschluss eines Vertrages darauf, wann Sie laut Vertrag als berufsunfähig gelten. Bei den meisten Verträgen liegt eine Berufsunfähigkeit vor, wenn der Versicherungsnehmer aus gesundheitlichen Gründen wie Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall mindestens sechs Monate lang seinen Beruf nicht ausüben kann. Wenn der Vertrag den Zusatz enthält, dass nach sechsmonatiger ununterbrochener Berufsunfähigkeit die Fortdauer dieses Zustandes als Berufsunfähigkeit gilt, wird die Zahlung dann rückwirkend auch für die ersten sechs Monate geleistet. Achtung: Einige Versicherungen erkennen die Berufsunfähigkeit jedoch erst nach drei Jahren an.

Was müssen Sie bei Berufsunfähigkeit genau tun?

Im Falle einer Berufsunfähigkeit müssen Sie genau darstellen, was die Ursache für Ihre Berufsunfähigkeit ist. Darüber hinaus müssen Sie detailliert angeben, wie Ihre berufliche Tätigkeit zum Zeitpunkt des Eintritts der Berufsunfähigkeit aussah und wie viel Sie verdient haben. Schließlich müssen Sie auch ärztliche Angaben einreichen, und zwar zur Ursache, zu Beginn, die Art, den Verlauf und zur voraussichtlichen Dauer sowie zum Grad der Berufsunfähigkeit beziehungsweise zum Ausmaß der Pflegebedürftigkeit. Stellen Sie sicher, dass Sie den Arzt, der Ihre Berufsunfähigkeit bescheinigt, frei wählen können und dass Sie nicht im Falle einer Berufsunfähigkeit bestimmte Heilbehandlungen absolvieren müssen.

Grad der Berufsunfähigkeit

Je nach Vertrag bestehen Unterschiede, ab welchem Grad der Berufsunfähigkeit überhaupt eine Rente gezahlt wird. Es gibt drei Modelle, zwischen denen Sie bei Vertragsabschluss wählen können: Beim erstem Modell wird bis zu einem Grad von 49 Prozent wird keine Rente gezahlt, ab 50 Prozent gibt es die volle Rente. Beim zweiten Modell gibt es bis zu einem berufsunfähigkeitsgrad von 33 Prozent nichts, dann gestaffelt bis 66 Prozent gibt es eine Teil-Rente, darüber die volle Rente. Beim dritten Modell gibt es bist 25 Prozent nichts, dann gestaffelt bis 75 Prozent eine Teil-Rente, darüber die volle Rente. Nicht jede Versicherung bietet jedes Modell an, Einige Versicherungen können auch abweichende Modelle anbieten – fragen Sie danach. Wann nichts Besonderes vereinbart ist, legt der Versicherer die 50 Prozent-Regelung zugrunde.

Rechenbeispiel:
Wenn Sie eine 50-Prozent-Regelung vereinbart haben, Ihr Arzt Ihnen aber nur einen Berufsunfähigkeitsgrad von 45 % attestiert, ist das ungünstig für Sie. Mit den anderen beiden Modellen wären Sie dann nämlich besser gefahren, da Sie hier zumindest eine Teilrente erhalten hätten. Wenn Ihnen der Arzt jedoch eine Berufsunfähigkeit von 55 % attestiert, bekommen Sie mit dem 50-Prozent-Modell eine volle Rente, bei den gestaffelten Modellen aber nur eine Teilrente

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Versicherungen

Berufsunfähigkeitsversicherung:
Warum es wichtig ist, welchen Beruf Sie haben

Entscheidend für die Beitragshöhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch der Beruf: Die meisten Versicherer ordnen Antragssteller in vier Berufsgruppen ein. Je höher das Risiko, desto teurer der Beitrag.
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Arbeits- & Sozialrecht

Wie der Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung:
Abhängig auch von der Leistungsdauer

Auch das Alter, bis zu welchem die Berufsunfähigkeitsrente maximal gezahlt wird (Leistungsdauer), spielt eine Rolle bei der Höhe Ihrer Beiträge: Je länger die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, desto mehr zahlen Sie.
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