Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Versicherungen » Neue Reihe:
Versicherung gegen Berufsunfähigkeit

Immer wieder weisen Verbraucherverbände, Versicherungen und Experten daraufhin, dass eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt zählt. Daher stelle ich hier eine ausführliche Artikelserie zum Thema online.
Tatsache ist: Jeder fünfte Angestellte und jeder dritte Arbeiter scheidet vor Erreichen des Rentenalters wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit aus dem Berufsleben aus. Die Hauptursachen dabei sind Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beeinträchtigungen, Krankheiten der Nerven oder Psyche, Tumore und innere Krankheiten. Die Ursachen sind je nach Berufsgruppe, Alter und Geschlecht unterschiedlich: Bei den unter 39-Jährigen und den Angestellten sind psychische Gründe der häufigste Auslöser. Bei Arbeitern und in Pflegeberufen spielt die körperliche Belastung auf der Arbeit für die Krankheitsartenstatistik eine große Rolle. Sie sind häufig von Skelett-, Muskel- oder Bindegewebserkrankungen betroffen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen. Anders als viele vermuten spielen Unfälle dabei nur eine untergeordnete Rolle. Eine reine Unfallversicherung ist zwar wesentlich billiger als eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, bietet aber keine ausreichende Absicherung gegen die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit.

Die Verteilung der Ursachen prozentual nach Geschlecht

Männer

Frauen

Krankheiten von Skelett/Muskeln/Bindegewebe

18,4%

17,8%

Krankheiten des Kreislaufsystems

14,7%

6,3%

Krankheiten des Verdauungssystems/Stoffwechselkrankheiten

5,1%

3,4%

Krankheiten der Atmungsorgane

3,0%

2,0%

Neubildungen

13,5%

15,6%

Krankheiten des Urogenitalsystems

1,0%

0,9%

psychische Erkrankungen

27,6%

38,4%

Krankheiten des Nervensystems

5,9%

6,9%

sonstige Krankheiten

10,8%

8,7%

Vielleicht möchten Sie einwenden: „Ich bin ja abgesichert durch den Staat“. Das ist nur teilweise richtig, denn der Staat hat seine Leistungen für Berufsunfähigkeit erheblich reduziert. Gerade Selbständige, die in der Regel weder durch einen Arbeitgeber noch durch die staatliche Rentenversicherung abgesichert sind, kann ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung lohnen. Damit diese im Falle eines Falles auch wirklich das leistet, was Sie soll, müssen Sie bei Vertragsabschluss allerdings einige Punkte beachten.

Definition Berufsunfähigkeit:Berufsunfähig sind Sie, wenn Sie in Ihrem eigentlichen Beruf nicht mehr arbeiten können.

Definition Erwerbsunfähigkeit: Erwerbsunfähig sind Sie, wenn Sie gar nicht mehr arbeiten können.

Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Rentenversicherung und die privaten Versicherungsunternehmen unterschiedliche Kriterien zur Feststellung der Berufsunfähigkeit anlegen, die im weiteren Verlauf dieser Artikelserie beschrieben werden.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

4 Kommentare

  1. Hallo Frau Janson,

    zu beachten gibt es jedoch noch viel mehr.

    Zunächst muss unterschieden werden ob der oder die Interessentin vor oder nach 1961 geboren ist, denn bei den älteren gibt es serwohl noch einen BU Schutz aus der GRV.

    Bei allen anderen bleibt nur der Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Daher stellt sich hier- wie Sie schon sagen- die Frage ob überhaupt noch Arbeit möglich ist.

    Jedoch ist auch nicht für alle und jeden eine BU interessant. Wichtig ist die Absicherung generell schon, für die Menschen die sie am meisten brauchen aber oft nicht bezahlbar.

    Alternativen in bestimmten Segmenten sind unter anderem die Absicherung gegen Grundfähigkeiten oder die Schweren Krankheiten (Dread D.)

    Entscheidend ist aber- egal bei welchem Produkt- nur das Bedingungswerk und entsprechende dort geregelte Punkte- nur das was da steht ist nutzbar/ einklagbar.

    Ergo: Manchmal ist es besser keine zu haben, als eine die nur Geld kostet und im Fall der Fälle eine falsche Sicherheit vorspielt da keine Leistung erbracht wird.

    Wichtig ist auch- eine angemessene Rente. Was nützen 500 EUR wenn ich davon noch nicht einmal die laufenden Kosten zahlen kann.

    Gern mehr Infos direkt- falls Sie mal wieder einen Artikel schreiben.

    Gruß

    Sven Hennig

  2. Simone Janson

    Danke Herr Henning für Ihre Ausführungen. Wie oben drüber steht: Es handelt sich um den ersten Teil einer Artikelserie. Was Sie hier schon vorweggenommen haben, wird sukzessive in den weiteren Teilen erklärt – bis hin zu den Alternativen.
    Dennoch Danke.
    Simone Janson

  3. “Eine reine Unfallversicherung ist zwar wesentlich billiger als eine Berufsunfähigkeit, bietet…”

    Und ich dachte, wenn man schon berufsunfähig wird, muß man für die Berufsunfähigkeit nicht noch Geld ausgeben. ;)

  4. Simone Janson

    Hallo exakter Leser,
    danke für Ihre Hilfe. Ich würde es dennoch vorziehen, wenn Sie Ihren Namen nennen würden.
    Ihr Kommentar wäre in einer ausufernden Diskussion zu einem anderen Thema auf dem Blog fast untergegangen… ich habe das verbessert, danke fürs exakte Lesen.
    Simone Janson

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